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SBB erschweren Mountainbike-Touren im Tessin

Seit diesen Jahr setzen die Bundesbahnen auf der Nord-Süd-Achse vorwiegend ICN-Neigezüge ein und erschweren damit die Bahnanreise für Velofahrer, die zwischen Chiasso und Airolo zu einer Biketour starten wollen. Neben der kostenpflichtigen Reservationspflicht und den enorm beschränkten Platzverhältnissen ist insbesondere die Rückkehr ein Problem. Wer in Lugano den 17 Uhr-Zug verpasst, darf sich als Velofahrer nach einem Hotelzimmer umsehen.

Die Eisenbahn ist für Mountainbiker ein idealer Tourenpartner: Es gibt in der Schweiz nur wenige Biketouren, die nicht in der Nähe eines Bahnhofs starten. Bei der Anreise zur Tour studiert man die Landkarte mit der eingetragenen Route nochmals eingehend. Und bei der Rückreise kann entspannt auf die bewältigte Route zurückgeblickt werden statt im Auto hinter dem Steuer sitzen zu müssen.

Den Bundesbahnen scheint aber die Liebe zu den Velofahrern abhanden gekommen zu sein. Erstmals hat man den Ärger mit ihnen bei der Einführung der obligatorischen und kostenpflichtigen Reservation in den ICN-Neigezügen auf sich gezogen. Nun stösst man die Velofahrer mit dem Einsatz dieser Neigezüge auf der Gotthardlinie erneut vor den Kopf. Zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz verkehren heute fast ausschliesslich Cisalpino- und ICN-Kompositionen. Auf ersteren ist die Velomitnahme gänzlich verboten, selbst wenn das Bike im «Tranzbag» verpackt ist und damit als Handgepäck gelten würde. Auf zweiteren ist die Transportkapazität für Velos minimal und durch die Reservationspflicht aufwändig und unsicher.

Die Bahnreise ins Tessin ist komplizierter als je zuvor, noch schwieriger gestaltet sich aber die Rückreise: Diese ist nur gerade alle zwei Stunden möglich und wer in Lugano den 17-Uhr-Zug verpasst, darf sich nach einem Hotelzimmer umschauen oder auf eine Regionalzug-Odyssee mit mehrmaligem Umsteigen gefasst machen. Für Biketouren im Tessin ist seit dieser Saison schändlicherweise die Anfahrt mit dem Privatfahrzeug zu empfehlen. Das ist für uns Mountainbiker eine bittere Pille, konnten doch mit Bellinzona, Lugano und Mendrisio drei exzellente Bikedestinationen direkt mit einem Intercity angefahren werden.

Zwar gelten die SBB als eine der fortschrittlichsten und modernsten Bahnen der Welt, bei den Velofahrern manövriert sie sich aber immer stärker auf ein Abstellgleis. Die umliegenden Nachbarländer haben diesbezüglich die Schweizer Eisenbahnen längst hinter sich gelassen und auch die «kleinen» Schweizer Privatbahnen sind den SBB mehr als eine Nasenlänge voraus. Die BLS, die Matterhorn-Gotthard-Bahn wie auch die RhB verfügen allesamt über spezielle Wageneinheiten mit grosszügigen Platzverhältnissen für Fahrräder. Der Biker ist ein gern gesehener und gar umworbener Gast. Die SBB setzen dagegen auf Aktenkoffer und Beautycase als maximales Gepäckvolumen.

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