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SBB: Charme-Offensive oder Velo-Eindämmung?

SBB Velo Tür zu Tür Versand

Mit einem neuen Angebot werben die SBB um Kunden, die ein Bike transportieren wollen: der Tür-zu-Tür-Service für Velos. Der Preis ist fair, der Komfort hoch. Die Frage ist: Will die SBB damit die Anzahl Velos in den Zügen reduzieren?

Am Donnerstagabend holt ein Kurier die Bikes der Familie ab. Am Samstag reist diese unbeschwert mit der Bahn an ihren Ferienort, wo die Velos gleich angeliefert werden. 123 Franken kostet dieser Service der SBB; 43 Franken beträgt die Pauschale, für jedes beförderte Velo sind 20 Franken fällig, für E-Bikes sind es 30 Franken. Ist der Abhol- oder der Zielort autofrei, kommen 30 Franken pro Sendung dazu. Der Preis liegt in der Grössenordnung des Angebots von Flying Bag. Dieser Dienstleister liefert aber schon am Folgetag und nicht erst am übernächsten Tag.

Mitgenommen werden die Velos von den SBB im Lieferwagen und die meisten von ihnen legen den Weg an ihren Bestimmungsort auf der Strasse zurück. Viel zu aufwändig wäre es in den meisten Fällen, die Bikes zum nächsten Bahnhof zu bringen, dort auf einen Zug zu verladen und, wenn der Lieferort keine Bahnstation hat, nochmals in einen Transporter zu packen. Die SBB-Medienstelle meldet auf Anfrage von Ride: «Die ÖV-Branche wickelt momentan den Gepäcktransport über alle Angebote hinweg, das heisst inklusive Velo-Transporten, durchschnittlich zu 70 Prozent auf der Schiene und zu 30 Prozent auf der Strasse ab.»

Es ist bekannt und offensichtlich, dass die SBB mit vielen Velos in vollen Zügen ihre liebe Mühe haben. Das Gleiche gilt für die Reisenden, die je nach Bahnverbindung in einem gelinde gesagt komplexen Buchungsprozess ihren Veloplatz reservieren müssen. Wer schon einmal eine Veloreservation in einem Zug gebucht hat, dessen Endstation ausserhalb der Schweiz liegt, weiss, wovon hier die Rede ist. Für die SBB sind viele Bikes in Zügen nicht nur ein wirtschaftliches Problem – ein Velo braucht etwa gleich viel Platz wie ein Passagier, kostet aber höchstens 14 Franken plus zwei Franken für die Reservation, falls die Reise in einem Intercity-Zug stattfindet. Hinzu kommt die Gefahr der verspäteten Abfahrt, wenn dutzende Reisende an einem Bahnhof in den Zug steigen.

Könnte es also sein, dass die SBB mit ihrem Tür-zu-Tür-Velo-Service die Anzahl Räder im Zug reduzieren wollen? Die Antwort ist ehrlich: «Wir möchten damit Reisenden, die mit dem Velo verreisen wollen, eine zusätzliche Transportmöglichkeit bieten und damit auch dazu beitragen, dass die Züge entlastet werden.»

 

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