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Santa Cruz spendiert dem Heckler stärkere Abfahrtsgene und mehr Akku

Nur zwei Jahre nach Santa Cruz’ Präsentation ihres ersten E-Mountainbikes, bringen die Kalifornier die neueste Generation des Heckler. Weiterhin dem VPP-Federsystem treu, kommt das Bike neu mit 150 und 160 Millimetern Federweg und neben der MX-Version (zwei Laufradgrössen) neu auch als Twentyniner und mit grösserem Akku. Was sich dabei auf dem Trail geändert hat, verrät der Fahrbericht.

Das neue Heckler

Das E-Mountainbike ist weit mehr als nur eine Weiterentwicklung, und es bietet eine Vielzahl an Varianten. Es wird in zwei Versionen angeboten, die sehr unterschiedliche Charaktere haben – als reines 29-Zoll-Bike und mit MX-Setup, bestehend aus einem 27.5-Zoll- hinten und einem 29-Zoll-Laufrad vorne. Diese beiden Varianten gibt in den Grössen M bis XXL, während bei Rahmengrösse S vorne, wie hinten ein 27.5-Zoll-Laufrad zum Einsatz kommt. Übrigens schluckt der Hinterbau Reifenbreiten bis zu 2.6 Zoll.

Apropos Hinterbau: Das neue Heckler kommt mit dem bewährten VPP-Federungssystem und tiefliegendem Dämpfer. Es bietet neu an beiden Laufrad-Varianten 150 Millimeter Federweg, wo das vormalige Modell noch mit 140 Millimeter auskam. Im Weiteren verfügt die Dämpferaufnahme über einen Flip-Chip. Dieser ermöglicht nicht nur eine leichte Veränderung der Geometrie, beispielsweise von 64.8 auf 64.5 Grad Lenkwinkel, sondern verändert auch die Federkennlinie. In der Low-Position reagiert der Hinterbau progressiver, bietet also mehr Gegendruck ab Mitte Federweg.

Der neue Rahmen gibt neu in Santa Cruz beiden Carbon-Qualitäten: Wo es vormals nur die CC-Carbon-Variante gab, stösst somit neu der preiswertere aber auch rund 300 Gramm schwerere C-Rahmen dazu. Bei beiden Varianten wurde das Carbon-Layup und das Rahmen-Design besonders robust gestaltet, um die hohen Kräfte sauber aufzunehmen und langanhaltenden Fahrspass zu garantieren. Gleichzeitig liegt das Gewicht des Bikes trotzdem im konkurrenzfähigen Bereich. Zudem wurde der neue Rahmen auf die grössere 720-Wattstunden-Batterie angepasst, die aber nur wenig mehr Gewicht auf die Waage bringt als die alte 630er. Entfernt wird sie einfach mit einem 4-Millimeter-Inbusschlüssel. Santa Cruz bietet das neue Heckler in zehn verschiedenen Ausstattungsvarianten an.

santacruzbikes.ch
santacruzbicycles.com

Altes vs. neues Heckler

Santa Cruz' neues E-Mountainbike Heckler kommt im Frühjahr 2022 auf den Markt. Die zweite Generation des Trail E-Mountainbikes ist eine Neuentwicklung. Länger und schneller, und weiter soll man mit dem Heckler kommen, so preist es Santa Cruz an. Wir wollen diesen Aussagen auf den Grund gehen.

Was ist neu am Heckler: Der Federweg hat sich auf 150 und 160 Millimeter an Heck und Front etwas erhöht, die Geometrie ist etwas abfahrtslastiger geworden und es hat einen wesentlich grösseren Akku mit 720 Wattstunden. Zum Vergleich, beim alten Heckler sprachen wir anfänglich von 504 und zuletzt von 630 Wattstunden. Dies lässt natürlich das Gewicht ansteigen. Lagen das alte Heckler bei knapp unter 20 Kilogramm, lässt das neue die Waage nun bei 22 Kilogramm stehen, gewogen am Topmodell mit CC-Rahmen. Dies ist aber im Vergleich zu anderen Herstellern immer noch ein sehr guter Wert.

Wie bei Santa Cruz üblich, gibt es das Heckler nun ebenfalls in zwei Carbon-Qualitäten – die preisgünstigere C-Variante und bei den Topmodellen die CC-Variante. Der Gewichtunterschied von C- zu CC-Rahmen beträgt 300 Gramm. Wie schon beim Vorgänger ist ein Shimano EP8-Motor mit einer Leistung von 85 Newtonmeter Drehmoment verbaut, der ordentlich für Vortrieb sorgt.

Was den moderaten Tourenfahrer und auch grössere Fahrer freuen wird, es gibt das Heckler nun auch in einer 29-Zoll-Spezifikation. Hier sorgen längere Kettenstreben und das grössere Hinterrad für mehr Laufruhe, was etwas zu Lasten der Wendigkeit geht. Wer auf Wendigkeit und Verspieltheit steht, der greift zum MX-Modell mit 29 Zoll Vorderrad und 27.5 Zoll Hinterrad. Wir durften bereits die MX-Version testfahren.

Viel Reichweite, viel Spass

Wenn man sich auf das neue Heckler setzt, fallen der steilere Sitzwinkel und der etwas länger Reach auf. Berghoch ist kein grosser Unterschied zur alten Variante festzustellen. Die Sitzposition ist nun etwas gestreckter und mit dem grösseren Akku von 720 Wattstunden sind locker 2000 Höhenmeter machbar, wenn nicht sogar 2500 Höhenmeter. Je nachdem wie man auf Shimanos E-Tube-App die Leistung der einzelnen Fahrstufen einstellt. Im Praxistest konnten wir dies aber in der kurzen Zeit und der kalten Temperatur wegen nicht ausreizen. Doch standen nach 1500 Höhenmetern noch zwei Balken auf der Batterieanzeige, was die obigen Aussagen bestätigen.

Je nach Vorlieben ist nun der Aktionsradius ist wesentlich grösser oder man kann nun länger im Boost-Modus unterwegs sein. Auf einem technischen Trail berghoch, über felsiges und steiles Gelände arbeitet der Hinterbau sehr gut und vermittelt viel Traktion. Hier ist noch mal eine Verbesserung zum alten Heckler feststellbar. Der VPP-Hinterbau arbeitet sensibel, ohne jegliche Vortriebseinschränkungen und die Kraft wird bestens umgesetzt.

Wie man auch den Geometriedaten entnehmen kann, sind die wahren Qualitäten des Bikes etwas mehr in die Bergabregion verlagert worden. Der flachere Lenkwinkel und das Plus an Federweg, lassen uns den Trail entspannt angehen. Bei sehr steilen Abschnitten war man mit dem alten Heckler schon bald mal am Limit, doch nun sind genügend Reserven vorhanden. Das neue Heckler vermittelt einem sehr viel Sicherheit, es ist handlich und spielerisch zugleich, und das trotz der zwei Kilogramm Mehrgewicht gegenüber dem alten Heckler.

Dank des MX-Laufrad-Setups geht es flott durch enge Kurven und das Bike lässt sich sehr gut steuern. Verblockte, technische Trails sind die Spielwiese des Heckler und hier trumpft es voll auf. Der VPP-Hinterbau arbeitet sehr souverän und schluckt die gröbsten Schläge weg. Das Fahrwerk ist sportlich straff abgestimmt, so wie es von einem guten Trail E-Bike erwartet wird. Das neue Heckler setzt neue Massstäbe bei E-Mountainbikes im Trail-Bereich.

Fazit

Santa Cruz hat mit dem Heckler den Spagat geschafft und ein E-Trailbike auf die Füsse gestellt, das mit der Akkuleistung von 720 Wattstunden und sehr guten Fahreigenschaften auch im steilen Gelände trumpft, sich damit deutlich von seinem Vorgänger abhebt. Trotz seines Mehrgewicht bleibt es eines der leichtesten E-Mountainbikes seiner Kategorie.
 
 

 

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