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Rücktritt auf Raten: Vogel startet am Cape Epic

Florian Vogel startet am Cape Epic 2020

Florian Vogel verkündete im vergangenen Herbst sein Karriereende. Der berühmte Nagel, an den das Renn-Bike jeweils zum Ruhestand aufgehängt wird, der kommt allerdings noch nicht zum Einsatz. Vogel fährt das Cape Epic in Diensten des Teams Specialized Racing, für das er in diesem Jahr auch als Performance Manager tätig ist.

Der vorzeitige Rücktritt

Dass Vogel noch immer vorne mitfahren kann, zeigte er während der vergangenen Saison einige Male, vor allem mit seinem fünften Rang am Weltcup-Auftakt in Albstadt und mit dem Gewinn der Silbermedaille an den Europameisterschaften in Tschechien. Abgesehen von seinen Chancen auf den letzten Olympiastartplatz wäre Vogel also durchaus im Stande gewesen, auch in der Saison 2020 im Weltcup oder speziell an den Weltmeisterschaften in Albstadt zu brillieren. Doch soweit wird es nicht kommen – trotz Zweijahresvertrag tritt der 37-Jährige überraschend nach Ende der Saison 2019 in den Rennfahrerruhestand.

Doch weshalb ist das Cross-Country-Urgestein nach dieser erfolgreichen Saison und bestehenden Chancen in der Saison 2020 aus dem laufenden Vertrag mit dem Orbea-Weltcup-Team ausgestiegen? «Olympia war für mich nie ein Grund um weiterzufahren. Es war eher das Verhältnis mit dem Team, das sich anders entwickelte, als ich es mir erhoffte. Ich passte nicht wirklich gut dort hinein. Deren Führungsstil ist sehr autoritär», nennt Vogel die Hauptgründe.

Dass er seine Leidenschaft frühzeitig aufgibt, relativiert er hingegen mit Dankbarkeit: «Ich erreichte in meiner Karriere mehr als ich mir je erträumen durfte und konnte lange auf den Support der besten Teams zählen. Ob ich nun ein Jahr mehr oder weniger fahre, spielt für mich dabei keine Rolle mehr.

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Dass Florian Vogel’s Arbeitsleben auch nach der Karriere nicht konventionell ausfallen wird, zeichnete sich bereits bei der Gründung der Coaching-Firma Velocoach an. Diese Tätigkeit beschert ihm bereits ein Teilzeitpensum. «Mittlerweile betreue ich 15 Athleten und absolviere parallel den Berufstrainerlehrgang der noch rund ein Jahr andauert. Das macht bereits gut 50 Prozent aus.»

Die anderen 50 Prozent arbeitet der Vogel als Performance Manager für das Specialized Racing Team. Für diese neu geschaffene Stelle wurde Vogel von Christoph Sauser persönlich vorgeschlagen, der sich vor einem Jahr zur Selbstständigkeit entschied und nun in Leysin Spezialitätenkaffee röstet.
Als Bindeglied zwischen Fahrer und Team-Leitung ist Vogel unter anderem um die Rennplanung oder Material-Tests besorgt und unterstützt die Athleten in anderen Belangen. So wird er dem Cross-Country-Weltcup weiterhin erhalten bleiben, wenn auch ausserhalb des Flatterbands.

Rücktritt auf Raten

Ganz ohne den Nervenkitzel der Wettkämpfe ging es dann doch nicht ganz. Mit dem Beginn des Winters heftete sich Florian Vogel einige Male die Startnummer ans Renndress. Die Skitourenrennen haben es ihm angetan und bereits zwei Mal trug er die Siegertrophäe nach Hause. «Ich musste feststellen, dass ich im Aufhören sehr schlecht bin», gesteht Vogel. Und damit nicht genug: Er wird für das Team Songo.info das ABSA-Cape-Epic bestreiten – als Backup-Team für Specializeds erste Gilde.

Über seinen Team-Partner verrät er nur so viel, dass es sich um einen sehr starken Fahrer handelt. Es ist die Weisung seines Arbeitgebers, diese Information nicht preiszugeben. Bei diesem sehr starken Fahrer soll es sich aber um Radquer-Shootingstar Tom Pidcock handeln (Silbermedaillengewinner der WM in Dübendorf), der laut cyclingnews.com die Cape-Epic-Teilnahme mit Vogel verriet.
Konkret wird Florian Vogel hingegen bei seiner Fitness: «Ich bin super in Form und meine Leistungswerte sind noch praktisch gleich wie vor einem Jahr. Ob wir am Cape Epic tatsächlich das Backup-Team sind oder plötzlich vorne mitfahren, das sehen wir dann.
Tatsächlich kann man Vogels Karriereende als Rücktritt auf Raten bezeichnen. Denn für die «Mission Cape Epic» musste er erneut eine Lizenz lösen. Auch die Vorbereitung nimmt er ernst und reist nach Zypern wo er den international angesehenen Sunshine Cup als Vorbereitung bestreitet. Dass er auch in diesem Jahr eine Rennlizenz besitzt, werde er ausnutzen, um ein paar Marathon-Rennen wie der Grand Raid zu fahren, verrät Vogel und betont: «Auf Cross-Country-Rennen werde ich hingegen verzichten.»

 

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