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«Nicht dauernd an Corona zu denken ist eine Challenge»

Sina Frei Laura Stigger Albenga Cross Country Mountainbike

Sina Frei ist in kurzer Zeit vom Talent zur Nummer Eins der Schweizer Mountainbikerinnen gereift. Leider fiel ihr Aufstieg an die Weltspitze mit der Corona-Pandemie zusammen, was der 23-jährigen Zürcherin die Konzentration auf das Wesentliche manchmal erschwert.

Die Saison 2020 war geprägt von Absagen und Verschiebungen. Wie hat das deine Planung für 2021 beeinflusst?
Ich muss davon ausgehen, dass alle Rennen stattfinden und kurzfristig umplanen, wenn es anders kommt. Ich denke, die Organisatoren haben nun einen Umgang mit Corona gefunden, sodass die Wettkämpfe durchgeführt werden können. Ich bin zuversichtlich, dass es eine einigermassen normale Saison wird. Zumindest bin ich mir bei den Weltcup-Rennen ziemlich sicher.
 
Welche Erkenntnisse nimmst du aus der letzten Saison mit?
Man muss flexibel bleiben. Das ist trotz allem auch dieses Jahr nötig. Im Unterschied zum letzten Jahr werde ich in dieser Saison mehr kleine Rennen fahren, um im Rennrhythmus zu bleiben. 2020 habe ich das zu wenig gemacht und brauchte dann zu lang, um auf Touren zu kommen, als innert drei Wochen alle grossen Rennen stattfanden.
 
Nicht nur Absagen sondern auch Reisebestimmungen haben einen Einfluss auf die Rennen, die du fahren kannst. Wie gehst du damit um?
Die Bestimmungen ändern dauernd und es ist schwierig, auf dem Laufenden zu bleiben. Zum Glück haben wir von Swiss Olympic für Trainingslager und Wettkämpfe eine Ausnahmeregelung. Mit einem negativen Test können wir reisen, wohin wir wollen und wieder in die Schweiz zurückkehren.
 
Besteht die Gefahr, dass dich Reise- und Quarantäne-Bestimmungen mehr beschäftigen als dein Formaufbau?
Diese Gefahr besteht, denn man kommt nicht darum herum, sich damit zu befassen; nur schon weil man Reiserouten und Rennteilnahmen entsprechend planen muss. Trotzdem konzentriere ich mich auf mein Training, aber es ist eine Challenge.
 
Du hast auf die Saison 2021 hin zu Specialized Racing gewechselt. Was sprach dafür?
Specialized ist eine der bekanntesten Marken der Welt. Es ist eine grosse Chance für ein so grosses Team zu fahren. Ghost war auch schon sehr professionell geführt. Aber bei Specialized ist alles eine Nummer grösser, der Rennsport geniesst im Unternehmen einen noch höheren Stellenwert.
 
Die meisten Fahrerinnen und Fahrer wechseln kurz nach den Olympischen Spielen das Team. Warum wechseltest du kurz davor?
Mein Vertrag mit Ghost lief Ende 2020 aus. Ich hatte die Option zu verlängern, habe mich dann aber für Specialized entschieden.
 
Wie kommt so ein Vertrag zustande? Trifft man sich heimlich oder kommunizierte nur dein Management mit dem Unternehmen?
Man kennt sich und dann trifft man sich auch einmal. Damit es keine Gerüchte gibt, tut man das natürlich nicht auf dem Rennplatz. Letztendlich ist es wie bei jedem Job-Wechsel. Entweder bewirbt man sich oder man kriegt ein Angebot.
 
Ich nehme an, dass du dich bei Specialized nicht bewerben musstest.
Den ersten Schritt haben sie gemacht, das ist richtig. Das war übrigens schon früher. Ohne konkret zu werden haben wir geschaut, ob wir zusammenpassen würden.
 
Konntest du aussuchen, in welchem Team du deine Karriere fortsetzt?

Kurz bevor ich bei Specialized unterschrieb, gab es noch ein anderes sehr interessantes Angebot. Da hatte ich viel Glück, es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass man aussuchen kann. Es war auch einfach der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel.
 
Was hat sich durch den Team-Wechsel geändert, was bleibt gleich?
Gleich bleibe nur ich, alles andere ist neu: das Material, der Staff. Ich habe keine Betreuer mitgenommen.
 
Wie lief die Angewöhnung an das neue Bike?
Das Brain-System, welches die Federung der Gabel automatisch auf und zu macht, ist recht speziell, aber extrem cool. Ich fühlte mich schon nach einer Minute auf dem Velo erstaunlich wohl damit. Am meisten merkte ich es bei Technikübungen wie Wheelies und Manuals, da war es extrem anders. Auf dem Trail wurde es schnell selbstverständlich und jetzt möchte ich dieses System nicht mehr hergeben.
 
Die Saison 2021 steht im Zeichen der Olympischen Spiele in Tokio. Wie schätzt du deine Chancen auf die Selektion ein?
Es ist alles offen bei uns Schweizerinnen. Aber wenn ich weiter schnell Velo fahre, so wie ich das die letzten zwei Saisons gemacht habe, dann sollte ich es schaffen. Aber sicher ist nichts.
 
Aufgrund deiner Weltranglistenposition hast du die besten Karten. Mit welchen Optionen würdest du nach Tokio reisen?
Die Strecke in Tokio ist cool, sie liegt mir. Am Testevent wurde ich Zweite. Wenn ich dort am Start stehe, dann werde ich mit der Haltung fahren, dass nichts unmöglich ist.
 

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