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Nicht alles klappt: Behind the Scenes von «Home of Trails»

Im Video «Home of Trails» durchqueren Danny MacAskill und Claudio Caluori die Region Graubünden. Dabei machen sie die Trails und Spots in den fünf Destinationen Arosa Lenzerheide, Davos Klosters, Engadin St. Moritz, Flims und Scuol Samnaun Val Müstair zu ihrem Spielplatz. Um zum Endresultat von fünf Minuten voller rasanter Abfahrten und gewagter Tricks zu gelangen, gehörten eine monatelange Planung und viel Arbeit „On Set“ beim zehntägigen Dreh. Das einzige, was keiner Vorbereitung bedurfte, waren die frechen Kommentare des einheimischen Downhill-Weltcup-POV-Star Claudio Caluori.

84 Meter über dem Abgrund, 14 Stiche und 6 Platten – der Dreh von «Home of Trails» war für Mensch und Material eine Herausforderung, aber auch ein großer Spaß. Im Making-of-Clip bekommt man nun einen Eindruck, wie das eingespielte Team von Cut Media, Danny MacAskill und Claudio Caluori in den Bergen Graubündens zusammengearbeitet haben. Im Folgenden einige Fun Facts zum Dreh; kommentiert von den Machern und Protagonisten.

84 Meter

Nach dem Location-Check entschloss sich Danny, beim Dreh auf der Landwasserbrücke in der Zügenschlucht bei Wiesen eine Line in 84 Metern Höhe auf der Geländermauer zu fahren. Beim Dreh machte das ganze Team große Augen: «Ich habe mir eine Stunde vor dem Stunt den Kopf angeschlagen, sodass mir sowieso schon schwindlig war. Deshalb war ich sehr mit mir selber beschäftigt, um nur einigermaßen geradeaus zu fahren (lacht). Ich habe aber gemerkt, wie die ganze Filmcrew nervös war. Nur Danny war völlig cool, als würde er spazieren fahren», erzählt Caluori. Cut Media Regisseur, Stu Thomson, ergänzt: «Die Brücke ist uns beim Location-Check sofort ins Auge gestochen. Mit der Schlucht und den Bahngleisen bot sie die perfekte Kulisse. Wenn’s ums Fahren geht, liegt die Entscheidung alleine bei Danny. Ich bin bei solchen Lines viel nervöser als er. Er vertritt die Ansicht, dass er schon sein ganzes Leben lang auf so schmalen Mauern fährt und der Drop deshalb keine große Rolle spielt. Dennoch will ich solche Shots möglichst beim ersten Versuch im Kasten haben, um ihn da schnell wieder runterzuholen.»

25 Versuche

Danny bezeichnet den Front Flip to Flat vom Vordach des Hauses in der Val Müstair als einen der schwierigsten Tricks, den er je mit dem Mountainbike gestanden hat. Trotzdem reichten dem Schotten 25 Anläufe, um eine saubere Landung auf der harten Straße hinzulegen. «Beim Location-Check ist mir das hölzerne Vordach ins Auge gesprungen, da es eine perfekte Rampe war. Zuerst habe ich überlegt, einen Wallride hinzulegen. Dann kam die Idee mit dem Front Flip. Diesen Trick hatte ich bis dahin noch nie mit dem Mountainbike gestanden. Beim Dreh habe ich erst mit Matten geübt, um zu schauen, ob die Rotation hinhaut. Nach einigen Versuchen haben wir sie entfernt und die Kameras in Stellung gebracht. Als ob der Druck nicht groß genug gewesen wäre, folgte mir auch noch Bike-Legende Claudio Caluori. Ich habe ein paar Mal die Anfahrt angeschaut, um meine Geschwindigkeit richtig einzuschätzen. Dann habe ich es einfach durchgezogen. Und war im Nachhinein total gestoked, dass ich und mein Bike die Landung überstanden haben.»

14 Stiche

Während das Filmteam auf dem Weissfluhjoch in Davos auf besseres Wetter warteten, machten sich die beiden Protagonisten auf, um Fotos zu schießen. Dabei stürzte Caluori unglücklich und zog sich im Gesicht eine Schramme zu, die er mit 14 Stichen nähen lassen musste. «Wir haben den ganzen Morgen auf ein Sonnenfenster gewartet. Dieses ist aber nicht wirklich aufgetaucht. Weiter entfernt gab es dann aber einen kleinen Fleck, der einige Sonnenstrahlen abbekam. Ich machte mich auf den Weg dorthin, fuhr zu langsam, blockierte mein Vorderrad zwischen zwei großen Felsen und setzte zum Abflug über den Lenker an. Im Spital haben sie meinen Kopf eingewickelt wie der einer Mumie. Ich habe versucht zu erklären, dass sie sich den Verband sparen können. Als ehemaliger Profisportler hat man gelernt, dass man manchmal die Zähne zusammenbeißen und die Sache durchziehen muss», schildert Caluori.

40 Stunden

In zehn Drehtagen sammelte Cut Media 40 Stunden Videomaterial, um daraus dann den fünfminütigen Clip zu schneiden. Thomson erklärt: «Das Material auf zehn Minuten zu kürzen, ist nicht schwer. Danach muss man aber schon brutale Entscheidungen treffen. Ich vertrete den Standpunkt, dass nur die Szenen ins Video kommen, die dem Fahrstil, dem Charakter und der Story dienen. So fallen dann auch schon Mal Lieblingssequenzen dem Schnitt zum Opfer. Das ist hart und für diesen Prozess schätze ich es, dass wir ein gutes Team aus Kreativen und Filmemachern haben, die Entscheidungen auch kritisch hinterfragen.»

3022 m ü. M.

In dieser Höhe übernachteten Danny MacAskill und Claudio Caluori, um auf dem Piz Nair die Einstiegsszene bei Sonnenaufgang drehen zu können. «Wir sind während dem Dreh in vielen schönen Hotels untergekommen, aber das Highlight war die Nacht auf dem Piz Nair. Wir haben in der Liftstation geschlafen, die über St. Moritz thront, umgeben nur von Gletschern und Bergen. Es war ziemlich surreal. Das Gefühl am nächsten Morgen neben dem Steinbock zu stehen, die Aussicht zu genießen und die Trails, die wir an dem Tag fahren würden, auszuspähen, war unglaublich. In solchen Momenten, denke ich mir: ‹Ich habe einen absoluten Traumjob›», zeigt sich MacAskill begeistert.

6 platte Reifen

Alleine beim Shooting auf dem «Green Valley Trail» in Flims verbuchte Claudio Caluori sechs Platten. Diese Bilanz zeigt, wie sehr er ans Limit ging. «Mein Mechaniker dachte wohl, dass ich den ganzen Tag aufwärts fahren würde, und hat mir möglichst leichte Reifen montiert. Die waren für die harte Action mit Danny aber einfach nicht gemacht. Ich war überrascht, wie Danny es knattern ließ. Also musste ich es auch knattern lassen. Nachdem wir die Reifen dann gewechselt hatten, war alles super.»

Weitere Infos dazu auf www.homeoftrails.com und auf www.herbert.bike/homeoftrails

 

Home of Trails: Behind the Scenes

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