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Mit Bikes gegen «Black Lives Matter»-Protestierende

Seattle, WA, USA. Police officers at protest with bikes 2016

In der Schweiz sind Velos für systemrelevant erklärt worden. In den USA auch, aber anders. Sie werden sie von der Polizei in den Demonstrationen gegen Polizeigewalt als Kampfmittel gegen Demonstrierende eingesetzt. Die Vertriebsfirma von Fuji Bikes stoppt den Verkauf an die Polizei, Trek reagiert auf entsprechende Forderungen mit einem Statement.

Zuerst eine Warnung: Dieser Artikel entstand auf der Grundlage diverser News-Nachrichten in Online-Medien, beispielsweise Forbes, MSNBC, Cycling News und Cycling Weekly.
Auf Twitter tauchen verschiedene Videos auf, die zeigen, wie Polizeieinheiten während der Unruhen in US-amerikanischen Städten ihre Polizei-Mountainbikes einsetzen, um Protestierende zurückzudrängen, einzukesseln oder auch, um auf Demonstrierende einzudreschen. Einige Sequenzen deuten darauf hin, dass das Bilden einer Bike-Barriere eine eingeübte Taktik ist. Ebenso ein weiterer kurzer Film, in dem eine Polizeieinheit demonstriert, wie sie sich mit ihren Fahrrädern zu einer Strassensperre formiert.
Dies hat einige Diskussionen in den sozialen Medien und diverse Medienberichte ausgelöst. Das Unternehmen, das Fuji Bikes in den USA vertreibt, hat als Reaktion darauf den Verkauf von Fahrrädern an die Polizei gestoppt. In einem Statement heisst es: «Wir haben Fälle gesehen, in denen Polizisten Bikes im Rahmen von gewalttätigen Taktiken eingesetzt haben, die nicht dem entsprechen, wofür unsere Bikes gedacht sind und entwickelt wurden.» In dem Papier betont die Vertriebsfirma weiter, dass sie Polizisten auf Fahrrädern bisher als positive Entwicklung angesehen haben, da diese besser mit der Bevölkerung in Kontakt treten können. Im Branchenmagazin Bicycle Retailer wird ein Vertreter der Vertriebsfirma mit der Aussage zitiert, dass man den Verkaufsstop als Beginn einer Diskussion mit den Polizeiverbänden sehe. «Lasst uns aufhören und reden!», endet das Zitat.
Eine ähnliche Reaktion fordern Bike-Affine auch von Trek, deren Logos oft auf Polizeibikes zu sehen ist, die in der Bekämpfung der Unruhen eingesetzt werden. Trek-Chef John Burke lehnte es bislang ab, seine Geschäftsbeziehung mit der Polizei einzustellen. Stattdessen reagierte er mit einer Verlautbarung, in der er ein umfassendes steuerpolitisches Programm vorschlägt, um die wirtschaftlichen Chancen der Afroamerikaner zu verbessern und die Armut in den USA zu reduzieren.
Specialized-Gründer und Inhaber Mike Syniard verspricht, unter dem Eindruck der Unruhen, in den nächsten zehn Jahren 10 Millionen Dollar in Projeke zu investieren, welche die Benachteiligung von Farbigen in den USA reduzieren sollen.
Gewiss ist der Einsatz von Fahrrädern gegen Demonstrierende nicht das grösste Problem, mit dem die amerikanische Bevölkerung zurzeit zu kämpfen hat. Die Diskussion zeigt indes, dass die gegenwärtige Situation auch die Bike Community bewegt – es scheint, als habe das Velo seine Unschuld verloren.
 

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