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Lebensgefahr Helmkamera

Helmkameras sind der Trend der letzten Jahre, allerdings steigt die Verletzungsgefahr durch die kleinen Aufnahmegeräte bei Stürzen deutlich. Hersteller lehnen jedoch die Verantwortung grundsätzlich ab.

Mittlerweile dokumentieren viele Biker ihre Abfahrt mit Actioncams. Welche Einwirkung die Kameras bei einem Sturz auf dem Helm haben, bleibt aber oft unbekannt. Branchenführer Go Pro sagt dazu, dass ihre Halterungen bei einem Aufprall brechen würden, und die Kamera somit vom Helm gelöst würde. Trotzdem wurden aber noch keine Tests durchgeführt. Helmhersteller dagegen, lehnen die jegliche Verantwortung für nachträglich angebracht Geräte ab. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass ein Helm bei einem Aufprall durch ein extern befestigtes Gerät stark deformiert werden kann. Selbst wenn aufgeklebte oder aufgeschraubte Halterungen aus Plastik bei einem Sturz brechen, je nach Winkel und Kraft des Aufpralls stellt die Kamera dennoch eine erhebliche Gefahr dar. Auch beim Ski-Unfall des F1 Weltmeisters, Michael Schuhmacher, soll eine Actioncam im Spiel gewesen sein. Trotz der Tatsache, dass Schuhmacher zur Zeit des Sturzes einen Helm trug, erlitt er derart schwere Kopfverletzungen, dass er seit mehreren Monaten im Koma liegt.

Strikte Verbote in Grossbritannien

Auch in der Fahrrad-Szene gab es bereits Reaktionen auf die neue Gefahr. Der britische Radverband, British Cycling, hat an allen Rennen das Tragen von Helmkameras verboten. Obwohl die Regel seit einigen Jahren besteht, wird sie ab diesem Jahr strikter durchgesetzt. Zwar sind in Trainings Helmkameras erlaubt, die Fahrer werden aber dennoch für die Fixierung und Sicherheit der Kameras in die Verantwortung gezogen. Permanente oder metallene Halterungen, wie auch Brustgurte oder die Montage am Bike sind grundsätzlich verboten. Diese Verbote gelten für alle von British Cycling durchgeführten Rennen, auch 4-Cross und Downhill-Rennen.

Gemischte Aussagen der Helmhersteller

Der nordamerikanische Helmhersteller Giro gibt Entwarnung: «Wir haben die Sache ausgiebigen studiert und diverse Tests mit Go Pro und Contour Kameras durchgeführt. Unsere Halterungen haben keine signifikante, zusätzliche Belastung für Hals oder Hirn ergeben. Dies, weil die Halterungen zum Wegbrechen konzipiert sind. Weil es aber unzählige Methoden gibt, wie man eine Kamera oder eine Lampe auf dem Helm montieren kann, und weil jeder Sturz verschieden abläuft, können wir keine Garantie für Halterungen abgeben, die nicht von uns hergestellt wurden.»
Zentral in der Aussage von Giro ist, dass nur eine Halterung, die sich leicht löst, oder leicht wegbrechen kann, ein minimiertes Risiko darstellt.

Troy Lee hingegen will keine Halterungen für Actioncams in ihre Helme integrieren. Man sein nach Test zum Entschluss gekommen, die Idee von integrierten Halterungen nicht weiter zu verfolgen.

Scott's Produktmanager für Bikehelme, John Thompson, sagt: «Das Befestigen von relativ grossen und harten Objekten an einem Helm hat ein Potenzial das Risiko für Verletzungen bei Unfällen zu steigern. Die sicherste Option ist, den Helm mit der Ausstattung zu nutzen, für die er von den zertifizierenden Behörden getestet und gutgeheissen wurde. Jede andere Ausstattung ist nicht getestet und nicht zertifiziert.»
In der Aussage von Thompson wir klar, dass Scott sich nicht für die nachträgliche Befestigung von Lampen oder Kameras an ihren Helmen verantwortlich zeigen will.

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