Interview mit Danny MacAskill zu Cascadia | Ride Magazin

Interview mit Danny MacAskill zu Cascadia

Der neuste Film von Danny MacAskill setzt nochmals neue Massstäbe in Sachen Trial-Biking. Red Bull hat sich mit ihrem Athleten zusammengesetzt und ein paar Fragen zum neusten Projekt gestellt.

Danny, du hast gerade in Zusammenarbeit mit deinem Sponsor GoPro dein neues Video Cascadia veröffentlicht. Kannst du uns ein wenig darüber erzählen?
Wir haben nun schon eine ganze Weile an diesem neuen Film gearbeitet. Die ursprüngliche Idee, einen Film auf Hausdächern zu drehen, kam mir vor ungefähr zwei Jahren. Es war damals schon klar, dass GoPro auf jeden Fall der Partner werden würde. Im Grunde genommen besteht der Film daraus, wie ich auf einem Haus auf der Spitze eines Hügels in Las Palmas, Gran Canaria, starte. Ich suche mir dann über die Hausdächer einen Weg nach unten, bis ich am Ende das Meer erreiche. Auf dem Weg mache ich verschiedene Tricks und lasse natürlich keine Herausforderungen aus.

Warum hast du dich für Gran Canaria entschieden?
Eigentlich hauptsächlich wegen des Wetters. Wir wollten immerblauen Himmel. Allerdings hat es tatsächlich relativ häufig geregnet, während wir mit den Aufnahmen beschäftigt waren - auf das Wetter hat man einfach keinen Einfluss. Außerdem musste die Location gewisse Kriterien erfüllen. Wir brauchten flache Dächer, die relativ nah beieinander sind und nicht zu weit auseinander, damit ich es bis nach unten schaffen konnte.

Gab es während den Drehs irgendwelche besonderen Momente?
Das ist schwer zu sagen. Der ganze Trip war ein fantastisches Erlebnis. Wir hatten ein Team aus Freunden aus Schottland, mit denen ich auch bei früheren Projekten zusammen gearbeitet habe. Doch auch die Arbeit mit dem GoPro-Team hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Doch trotzdem musste ich immer voll konzentriert sein, weil das Riden an sich schon sehr anspruchsvoll war. Doch auf jeden Fall war es ein Traum, das ganze Team hinter mir zu haben.

Hattet ihr einmal Probleme mit den Einheimischen?
Nein, überhaupt nicht. Die Einwohner von Las Palmas waren sehr entgegenkommend und aufgeschlossen. Wir gingen durch die Stadt, klopften an Türen und fragten, ob wir auf das Dach gehen könnten. Sie waren sofort dabei und ich musste zusehen, wie ich mein Bike da hoch bringen würde. Ich denke, dass hätte nirgends sonst so reibungslos funktioniert.

Was ist der technisch schwierigste Trick im Video?
Ich würde sagen, dass die größte Herausforderung das Ende war. Wir starteten von der Spitze eines Hügels und ich versuchte die ganze Zeit, ein passendes Ende zu finden, also das Highlight im Video, das dich vom Hocker reißen solll. Also bauten wir dieses Gerüst in El Roque. Ich komme von diesem Gerüst runter und mache einen riesigen Frontflip ins Meer. Eigentlich wollte ich es von einem Dach aus machen, doch das wären ungefähr 28 Meter gewesen. Ich hätte mein Bike loslassen müssen, bevor ich ins Meer stürze. Doch das Meer war an der Stelle nicht tief genug, so dass ich von weiter unten abspringen musste. Aber so konnte ich auf meinem Bike bleiben, was ziemlich cool aussieht. Wir hatten das Gerüst nur für einen Tag. Der Druck war also ziemlich hoch, aber am Ende hat alles geklappt.

Hast du Tipps für GoPro-Amateure?
Nachdem die Kamera so vielseitig einsetzbar ist, würde ich einfach sagen: Probier sie aus, spiele ein bisschen mit ihr und finde heraus, womit du am besten klar kommst! Es macht so viel Spaß, sie auszutesten! Im Allgemeinen mache ich viele gerade GoPro-Aufnahmen, weil das die Perspektive ist, die die wenigsten Leute kennen. Ich suche auch gerne neue Plätze für die Kamera - so vermeide ich auch Cuts im Video. Du musst einfach den Blickwinkel ein paar mal verändern, während du fährst, und ein bisschen experimentieren. Also: Spiel damit, hab Spaß und finde heraus, was dir gefällt!


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