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«How to Whistler your destination»

Tom Prochazka, von 2001 bis 2007 Bikepark-Manager in Whistler, hat während seiner Amtszeit dem kanadischen Biker-Mekka zu beispiellosem Wachstum verholfen. Am Ride Mountainbike Kongress in Chur sprach der Trail-Bau-Guru darüber, wie eine Bike-Destination aufzustellen ist für den Erfolg à la Whistler.

 

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Tom «Pro» Prochazka spricht am Ride Mountainbike Kongress über seine Erfahrungen mit der Entwicklung von Mountainbike-Ressorts

Expertise aus Übersee
Der Startschuss zum zweiten Ride Mountainbike Kongress am 2. und 3. Oktober 2014 glich der Ouverture zum ersten Kongress im Jahr 2013: Es gibt zum Einstieg Erfahrungen aus Übersee. Nach der 2013er Expertise des US-Trail-Bauers Shane Wilson ist in diesem Jahr Bikepark-Guru Tom «Pro» Prochazka an der Reihe, den Kongressteilnehmern erklärbar zu machen, wie man zur Qualität und dem Renommée einer Mountainbike-Destination wie Whistler aufsteigt. Das kanadische Biker-Mekka ist seit 15 Jahren in Betrieb, in dieser Zeit waren 1.4 Millionen Biker im Park unterwegs, ein Tagesticket kostet 63 Dollar, die Saisonkarte schlägt mit 669 Dollar zu Buche.

Commitment bis in Top-Management
Prochazka hat von 2001 bis 2007 in Whistler als Bikepark Manager geamtet und in seiner Amtszeit der Destination zu beispiellosem Wachstum verholfen. Seit 1981 ist Prochazka begeisterter Biker. Seine Passion wurde entfacht vom expandierenden Trail-Netzwerk rund um seine Heimat, Nord Vancouver, besser bekannt als «The North Shore». Prochazka erläutert in seinem Referat, es brauche auf sämtlichen Stufen des Management ein Commitment zum Biken, denn «nur eingefleischte Biker bauen einen guten Park». Tummle sich die oberste Management-Liga einer Destination nur auf dem Golfplatz, so könne es nichts werden aus einem Park, der Mountainbiker in Scharen anzieht und fasziniert.

 

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Trails müssen einfach gut sein
Gute Trails bilden gemäss Prochazka die Grundlage für den Erfolg eines Parks und seien schlicht ein Muss. Der beste Fall trete ein, wenn ein Trail gar zur Marke werden, so wie das in Whistler mit der legendären A-Line geschah. Ohne Unterhalt gehe auch nichts, ein Park müsse täglich gewartet werden, es brauche eine Trail Crew, dazu eine Bike Patrol, die für die Sicherheit zuständig ist.

Schulung und Vermietung
Auch ins Erfolgsrezept von Whistler gehören sogenannte Programms, damit gemeint sind Privatstunden oder Kurse, um Anfänger oder Kinder an den Sport heranzuführen und eine Kundenbindung herzustellen. Eine gut organisierte Bike-Vermietung (in Whistler mieten 10% der Park-Besucher das Mountainbike) und attraktive Events (als Best Practice à la Crankworx) werden auch als Bestandteil von Whistler's Erfolgsmatrix genannt. Ohne Bike-Unterricht und ohne Vermietungsangebot laufe eine Bike-Destination Gefahr, potentielle Einsteiger an andere Sportarten zu verlieren. Events können dazu dienen, Novizen anzuziehen und emotional für den Sport zu begeistern.

 

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Community-Gedanke
Als wichtig erwähnt Prochazka auch eine gute kulinarische Bewirtschaftung der Mountainbike-Gäste. Ein Leistungsträger im Wirte-Business in Whistler erwirtschafte gar mehr im Sommer- als im Wintergeschäft. Für den Erfolg von Whistler sei auch massgebend, dass die Destination «a community you want to live in» darstellt. Es brauche eine umfassende Infrastruktur - Betten, Restaurants, Bars, Schulen, Community Center, Events/Festivals, andere Sportmöglichkeiten von Fischen bis Golf, und andere Möglichkeiten des Bikesports wie Crosscountry-Strecken. Diese Infrastruktur stelle sicher, dass sich die Arbeitskräfte in der Destination wohl fühlen und gute Arbeitskräfte nicht an andere Orte abwandern.

Keine Konkurrenz befürchten
Prochazka schaut auch über das Geschehen vor Ort hinaus und streicht die Wichtigkeit des Marketings via der Destinations-Webseite und via Facebook sowie Szeneorten im Netz wie Pinkbike oder NSMB heraus. Gemäss dem erfahrenen Parkbauer stellen Trails in Nachbarorten keine Konkurrenz für einen Park dar, dieses Trailriding könne mit gestiegenem Fahrkönnen die Biker in den Park locken, so präsentiere sich die Situation mit den Orten Whistler und Squamish.

 

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Gibt es Wurzeln?
Auch hilfreich sei es für eine Destination, wenn sie für Expansionspläne bereits eine «Mountainbike History» habe. Das sei für den Aufstieg des Sommergeschäfts in Whistler eine wichtige Komponenten gewesen, dass das «North Shore Riding» in den 80er und 90er Jahren in Kanada populär wurde. Gebe es eine Vorgeschichte mit Mountainbiking in einer Destination sei es wichtig, die Protagonisten oder «alten Hasen» einzubinden für künftige Projekte.

Der Schwerkraft folgend
Heute ist Prochazka mit seiner Firma Gravity Logic und drei Mitarbeitern weltweit - präziser in Canada, den USA und in Europa - in Trail-Bau und Bikepark-Projekte verwickelt. Das Unternehmen bietet nicht nur das Erstellen von Trails an, sondern ein Paket, das unter anderem Planungsarbeiten, Finanzierung, Marketingunterstützung, Hilfe bei der Sponsorensuche, Erstellen eines Vermietungskonzepts und eines Sicherheitsdispositivs umfasst. Prochazkas Expertise ist gefragt, so hat er am Ride Mountainbike Kongress auch die Chance genutzt, neue Kontakte zu Schweizer Destinationsmanagern zu knüpfen und bestehende Liaisons aufzufrischen.

www.whistlergravitylogic.com
www.ridekongress.ch
 

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