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Heroes inspire Heroes: Bike-Touren mit der Familie

Was kann es Schöneres geben, als mit den Kids eine tolle Bike-Tour oder gleich Bike-Urlaub zu machen? Damit der Alpentraum nicht zum Alptraum wird, gilt es einige Regeln zu beherzigen. In Folge 3 der Serie «Heroes inspire Heroes» dreht sich alles ums Thema «Family-Bike-Touren».

ZZ Top, oder: Ziel und Zeit müssen perfekt passen. «Mit meinen Kids fahre ich natürlich andere Touren als mit meinen Kumpels», sagt Holger Meyer, Ex-Weltcup-Profi und zweifacher Vater. Bei der Tourenwahl müssen Eltern ihre eigenen Wünsche auch mal zurückschrauben lernen. Denn die Gratwanderung zwischen «Gähn» und «Aua» ist eine schmale. Also Augen auf beim Ziel(en)! Anfangs reicht schon eine zweistündige Ausfahrt in den Stadtwald, um alle Mann happy zu machen.

Aber mit Können und Erfahrung steigen auch die Ansprüche an die Family-Tour: Papa will Quality Time mit der Rasselbande, Mama will zwischendurch mal einen Cappuccino und einen Liegestuhl, die Kinder wollen Spass, Spannung, Singletrails. Und Schokolade! Apropos: Kids sind meist viel lebhafter als die Grossen, aber ihr kleiner Akku entlädt sich auch viel schneller als der elterliche. Also: So gemütlich cruisen, damit alle locker plaudern können und bitte keine Sprints zur Passhöhe. Die saugen den Mini-Kraftspeicher im Nu leer. Wenn doch mal Energie und Laune im Keller sind, zaubern clevere Mamis Schoki oder Haribo aus dem Rucksack.

Ein Sherpa packt aus: Das muss mit auf Tour

Stichwort Rucksack: Was muss ausser süßem Kraftfutter noch rein in den Sack? Am wichtigsten: Regenklamotten. Auch wenn vorbildliche Eltern den Wetterbericht vor der grossen Tour genauestens checken, kann eine kurze Dusche die schönste Tour verhageln. Wie gesagt, mehr als genug an Power-Riegeln, Äpfeln und Salamettis. In die Trinkflaschen kommt am besten frisches Leitungswasser. Softprotektoren für Rücken und Knie, Werkzeug, Pumpe und zwei Ersatzschläuche, und der Tour steht nichts mehr im Wege. Wichtig, das Erste-Hilfe-Set nicht vergessen.

Meist übernimmt Vati die Rolle des Navigators. Das ist auch gut so, solange er nicht wieder die Batterien fürs GPS vergisst. Oder das Handy mit der Touren-App keinen Saft mehr hat. Analog-Natives haben stets die gute alte Landkarte dabei. Und allzu vorbildliche Väter schultern den grossen Bike-Rucksack und halten so ihren Kids den Rücken frei.

Die wichtigsten Zutaten für die perfekte Family-Bike-Tour

Damit die gemeinsame Tour in grenzenloser Lust und nicht in abgrundtiefem Frust endet, muss sie vor allem eines sein: spannend. Nichts nervt mehr als endlos lange Forstwegauffahrten. Noch dazu mit einem viel zu schweren Bike. Stellen Sie sich mal vor, Ihr Bike wiegt die Hälfte Ihres Körpergewichts. Wer in ein hochwertiges Kinder-Bike investiert, gewinnt auf jeder Tour. Immer mehr Bikespots haben Liftanlagen, die Mensch und Maschine flugs auf den Gipfel chauffieren. Das gefällt den Kids und schont die körpereigenen Akkus. Die entleeren sich auf der Abfahrt eh schneller, als manche Eltern glauben.

Thema Downhill: Kinder brauchen Spannung ohne Überforderung. Also leichte Singletrails statt Schotterhighways. Vorfahrt für die Eltern: Kids lernen am einfachsten durch Nachmachen. Fahren Papa oder Mama (gute Fahrtechnik vorausgesetzt) voraus, dann machen es die Kleinen einfach nach – ohne dass die Grossen viel erklären müssen. Learning by doing ist immer gut. Aber natürlich dürfen Kinder auch mal vorfahren. So lernen sie, Speed einzuschätzen, die Ideallinie zu finden und der Chef ihres Trails zu werden.

Ab in den Bike-Urlaub: die Top 5 der familienfreundlichen Bikespots  

Zwei Bergbahnen, ein familienfreundlicher Bikepark und Flowtrails ohne Ende, dazu unkompliziertes Camping und günstig-gutes Essen – das ist Livigno, Italien. Das Zollfrei-Hochtal zwischen Ortler und Bernina ist einer der Topspots (nicht nur) für Bike-Familien. Sölden, Österreich steht dem aber in nichts nach. Die neu gegründete «Bike-Republic» lockt mit ausgeschilderten Flowtrails, perfekter Lift-Infrastruktur, Dorf-Pumptrack und urigen Einkehrhütten nach Tiroler Art.

Das reinste Kinderparadies ist Serfaus-Fiss-Ladis in Österreich, hoch über dem Inntal. Der Bikepark punktet bei Klein und Gross mit Übungsparcours, alpinen Flowtrails und einem mega Pumptrack – und mit der typisch Tiroler Gemütlichkeit. Die Schweiz ist seit jeher Bike-Land. Die Bike-Schaukel Arosa/Lenzerheide bietet unendliche Möglichkeiten an hochalpinen Trails, die auch für ambitionierte Teenies geeignet sind. Die grandiose Bergwelt und das Schweizer Flair gibt’s hier gratis dazu.

Bock auf eine Woche Biken, Chillen und Schlemmen? Dann ist die Bike-Station Massa Vecchia im  toskanischen Städtchen Massa Marittima genau die richtige Adresse. Hier dreht sich alles rund ums Biken. Das beginnt beim hauseigenen Pumptrack und endet bei verwegenen Enduro-Touren mit Allrad-Shuttleservice. Das italienische Paradies für Bike-Familien.
 

Holger Meyer und Karen Eller im Kurzinterview

Welche eurer Familien-Radtouren würdet ihr als ganz besonders bezeichnen und warum?
Unsere Dolomiten-Überquerung zählt zu den schöneren Erlebnissen, weil wir ein paar Tage in den Bergen verbracht und in Berghütten übernachtet haben. Es ist ein ganz besonderer Moment, den Sonnenuntergang mit deinen Kindern zu beobachten, ohne sich beeilen zu müssen, um wieder ins Tal zu kommen.

Wie alt waren eure Kinder auf eurem ersten mehrtägigen Familien-Bike-Trip?
Bei unserer ersten längeren Radtour waren sie acht und zwölf Jahre alt, daher wussten wir, dass sie die meisten Herausforderungen selbst bewältigen können. Als Eltern kannst du sie unterstützen und das zusätzliche Equipment das sie brauchen, in deinem Rucksack transportieren. Vor diesem hatten wir nur Tages-Ausflüge unternommen.

Gibt es etwas, das ihr auf Bike-Touren mit eueren Kids immer dabei habt?
Gummibärchen und ein Abschleppseil sind unverzichtbar. Etwas zum Abschleppen sollte immer mit dabei sein. Es kann ein Rohr oder Seil sein, alles hilft. Und niemals die Süssigkeiten vergessen!

Ging auf euren Familien-Bike Trips immer alles glatt?
Nein, es gab mehrere Situationen die einen Ausflug zu einem Albtraum werden liessen. Am schlimmsten ist es, wenn die Kinder hungrig sind und du das Essen vergessen hast oder wenn keine Berghütte in Sicht ist, sie einfach aufhören in die Pedale zu treten und sagen: «Jetzt reicht‘s!» Und was machst du dann? Am Ende muss man diplomatisch sein und sie überreden weiterzufahren. Als Mama oder Papa wechselst du ständig hin und her zwischen Coach, Freund, Psychologen und Lehrer. Alles in einer Person. Und trotzdem macht es Spass.

Auf Bike-Touren gibts auch steilere oder längere Anstiege. Wie motiviert ihr eure Kinder dann?
Die richtige Route finden, steile und langweilige Anstiege möglichst vermeiden. Pausen einlegen, mehr Zeit einplanen, als du sonst benötigst und Berghütten mit vielen Nudelgerichten finden. Und natürlich sie bei Bedarf abschleppen.

 

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