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Gehts noch? Warum man ein Bike ins Hochgebirge schleppt

So ein Schwachsinn! Das hat vor Jahren durchs Band gehört, wer sein Bike ins Hochgebirge geschleppt hat. Doch die Zeiten haben sich geändert. Biketouren auf über 3000 Meter über Meer sind salonfähig geworden, auch wenn man dabei unvermindert auf Unverständnis oft aber auch Ehrfurcht und Respekt trifft. In seinem Blogbeitrag erklärt Thomas Giger, warum er sein Rad regelmässig ins Hochgebirge schultert und dabei unterdessen längst kein Exot mehr ist.

Aufstieg zum Barrhorn

So ein Schwachsinn! Das hat vor Jahren durchs Band gehört, wer sein Bike ins Hochgebirge geschleppt hat. Doch die Zeiten haben sich geändert. Biketouren auf über 3000 Meter über Meer sind salonfähig geworden, auch wenn man dabei unvermindert auf Unverständnis oft aber auch Ehrfurcht und Respekt trifft. In seinem Blogbeitrag erklärt Thomas Giger, warum er sein Rad regelmässig ins Hochgebirge schultert und dabei unterdessen längst kein Exot mehr ist.

«Ich werde von den Wanderern ungläubig gemustert. Einige sind ganz offensichtlich fasziniert ob der vermeintlich starken Leistung und feuern mich an; andere schütteln verständnislos den Kopf und verweigern den üblichen Gruss. Dies passiert mir regel­mässig, wenn ich das Mountainbike in Höhen von über 3000 Meter über Meer trage. Mit dieser Passion polarisiere ich oft aber ungewollt meine Gegenüber. Dabei mache ich nichts Aussergewöhnliches. Ich suche das gleiche Bergerlebnis wie jeder andere Wanderer auch: das Gipfel­glück, das Bergpanorama, die frische Luft, den glasklaren Bergsee. Meine zwölf Kilogramm Zusatzgewicht auf den Schultern in Form eines Mountainbikes trägt so manch anderer in Speckform auf der Hüfte. Wo liegt also der Unterschied? Allenfalls in der Abfahrt. Denn diese meistere ich fahrend – und habe im Gegensatz zu so manchem Bergsteiger auch noch Spass dabei.

Die Bereitschaft, ein Bike gerne auch mal bis zu 2000 Höhenmeter den Berg hochzutragen, hat mir zu einigen der schönsten Touren meines Singletrail-Palmares verholfen. Das Barrhorn im Antlitz des mächtigen Weisshorns zum Beispiel, dann die Übernachtung auf dem Wildstrubelgipfel oder das umwerfende Panorama von der Aiguille de la Grand Sassière auf 3747 Meter über Meer – all dies hätte ich nicht erlebt, würde ich jeden Aufstieg nur fahrend bewältigen wollen. Vor Jahren hat man mich mit dieser Neigung noch in die Freak-Ecke gestellt. Heute sieht das anders aus: Für Gipfel­glück und Abfahrtsspass nehmen immer mehr Mountainbiker auch längere Fussmärsche in Kauf. Dieser Trend wird sich fortsetzen, und Mountainbiker werden in immer höhere Lagen vorstossen. Nicht bloss wegen ihrer Bereitschaft zu Tragepassagen sondern auch wegen der zunehmend besseren Fahrtechnik. Das Befahren hochalpiner Singletrails ist für viele längst kein Kunststück mehr, und die Technologie der grobstolligen Plusreifen wird die persönlichen Grenzen nochmals verschieben. Dank ihnen können nun bisher unfahrbare Stellen gemeistert werden.

Ich werde auch in Zukunft bei hochalpinen Singletrail-Touren verwunderten Wanderern begegnen. Immer öfter aber auch Bikern, die wie ich ihr Gefährt auf den Gipfel tragen. Ein Anblick, an den man sich wohl gewöhnen sollte.»
 
 
Siegi Weisenhorn von Südtirolbike hat zu diesem Thema ebenfalls zur Diskussion aufgerufen:
http://www.suedtirolbike.info/news/gipfelbiken-bikebergsteigen-am-ortler.html

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