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Früher war nicht alles besser!

Die Schweiz gilt als ein Hort der Glückseligkeit in Sachen Singletrails. Kein anderes Land schlägt im Umgang mit Mountainbikern einen derart progressiven und pragmatischen Weg ein. Doch dem war nicht immer so, schön zu sehen in einem Fernsehbeitrag vom Februar 2001. Stein des Anstosses war die Lancierung der Singletrail Map und die Aufregung der Behörden ob der dreisten Publikation von vermeintlich illegalen Mountainbike-Routen.

Dass die Lancierung der Singletrail Maps im Jahr 2001 auch als Provokation verstanden werden konnte, das lag damals auf der Hand. Die Mountainbiker waren zwar keine neue Spezies in den Agglomerationswäldern, doch den Behörden ein Dorn im Auge. Noch herrschte auch in der Schweiz über weite Strecken die Vorstellung, diese aus den Wäldern verbannen oder deren Tun zumindest erheblich einschränken zu müssen. Die Fürsten der Amtsstuben und Waldflächen rechneten aber nicht mit renitenten und medial durchaus wortgewandten Mountainbikern. Diese wollten weder einsehen noch akzeptieren, dass man sie aus den Wäldern und vor allem von den Singletrails auschliessen wollten. Dazu zählten in der Region Basel unermüdliche Provokateure wie Jakob Weber. Auf nationaler Ebene war es Thomas Giger, der mit den Singletrail Maps erstmals auf einer topografischen Karte markierte, wo die attraktiven Mountainbike-Strecken zu finden waren. Das brachte die Behörden auf die Palme und die Journalisten auf den Plan. Es war ein gefundenes Fressen für ein TV-Format wie 10vor10 – und für Giger die ungeplant medial starke Lancierung der neuen Karten.
 

Das ist nun über zwanzig Jahre her, die Position der Mountainbiker hat sich gewandelt. Vom wilden Freak zum ernstzunehmenden Breitensportler. Der grosse Unterschied der Schweiz zu anderen Ländern war die Anwesenheit von diesen Provokateuren, die nicht am Verhandlungstisch sitzen mussten aber klar, unermüdlich und nicht überhörbar die Bedürfnisse der Mountainbiker artikulierten. Solche Entfants Terribles fehlen in Deutschland oder Österreich bis heute. Auch die mediale Berichterstattung in diesen Ländern wirkt heute ähnlich wie jene in der Schweiz vor über zwanzig Jahren – mit Argumenten, die in der Schweiz mittlerweile bloss noch ein müdes Lächeln bewirken.

Die Singletrail Maps gibt es bis heute, die Steine des Anstosses aus dem Fernsehbeitrag sind längst entfernt. Genauso die Amtsträger. Die Standfestigkeit einiger Mountainbiker in Kombination mit geschickten Verhandlern am runden Tisch, in diesem Fall insbesondere Trailnet, war ein wichtiges Element, weshalb die Schweiz heute eine Art Hort der Glückseligkeit geworden ist.
 
 

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