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Frankreich landet Dreifachsieg im Downhill – Höll ist Weltmeisterin

Die Österreicherin Valentina Höll holt sich in Les Gets ihren ersten Elite-Weltmeistertitel im Downhill. Sie gewinnt vor Nina Hoffmann aus Deutschland und der Französin Myriam Nicole. Die Sensation aber liefert Camille Balanche, die zwei Wochen nach ihrer Schlüsselbeinoperation auf Rang vier rast. Bei den Männern bringen Loic Bruni, Amaury Pierron und Loris Vergier mit ihrem Dreifachsieg das einheimische Publikum zum ausrasten.

Es ist Stacey Fisher, eine aus dem Motocross-Rennsport kommende Fahrerin, welche mit 4:04.623 Minuten die erste ernstzunehmende Marke setzt. Die Britin harrt eine ganze Weile auf dem Hotseat aus, bis ihre Zeit von Monika Hrastnik um fünf Sekunden unterboten wird. Doch die Slowenin hält die Führung nicht lange inne. Nina Hoffmann haut einen sehr guten Lauf raus, der nur das Prädikat «perfekt» nicht erhält, weil die Deutsche aus dem Pedal fällt und kurze Zeit nicht ehr einklicken kann. Sie behält die Nerven und geht mit 3:54.763 Minuten in Führung.

Nun stürzt sich Myriam Nicole vor heimischem Publikum den Berg hinab, und der Druck auf ihren Schultern scheint ihr den nötigen Schwung zu verleihen, Hoffmanns Bestzeit zu toppen. Oben schneller, wird Nicole im unteren Abschnitt sichtlich langsamer und bleibt am Ende rund 2.5 Sekunden hinter der Deutschen, die sich nun immer einer Medaille sicher ist. Aber der Titel? Auf den ist Valentina Höll nicht fokussiert, wie sie nach dem Rennen sagt. Mit einer Medaille zufrieden, liegt die junge Österreicherin bei jeder Zwischenzeit in Führung und hat den Titel schon fast in der Tasche.

Doch mit dem Jubel wartet sie, denn die Weltranglistenerste Camille Balanche startet zuletzt. Vor knapp drei Wochen das gebrochene Schlüsselbein operiert, bekam sie das Ok ihres Arztes, in Les Gets zu fahren. Sie merkte, dass trotzdem schnell ist, und so war ein hohes Ziel, ein Medaillenrang gesetzt. Im Rennen hält sie sich dann nicht zurück, fliegt am ersten Sprung zu weit und wird ordentlich gegen den Lenker gedrückt. Auch wenn ihre Körpersprache verrät, dass sie nicht hundertprozentig bei Kräften ist, fährt sie dennoch souverän und sauber, ist sogar auf dem angestrebten Medaillenkurs. Am Ende reicht es nicht ganz – es wird die Ledermedaille. «Gerade jetzt bin ich enttäuscht. Ich wollte die Bronzemedaille gewinnen, und jetzt fehlt mir nicht einmal eine Sekunde. Zwei, drei Mal verlor ich auch fast den Lenker und musste schon Acht geben, dass das nicht passiert.»

Somit gewinnt Höll nach ihren zwei Weltmeistertiteln bei den Juniorinnen in den Jahren 2018 und 2019 nun erstmals den Elite-Titel.

Resultate DH Women

Spitzenleistungen der Verletzten

Für eine Überraschung im Rennen der Männer sorgt Oliver Zwar. Der Schwede machte in dieser Saison bereits mit ansprechenden Resultaten auf sich aufmerksam. Nun aber belegt er den Hotseat und lässt seine oft schnelleren Kollegen alt aussehen. Erst der Australier Troy Brosnan, der verletzungsbedingt erst nach der Saisonhälfte in den Weltcup eingriff, zwing Zwar vom Thron. Während den nächsten fünf Fahrern bleibt das Klassement unverändert, darunter Titelverteidiger Greg Minnaar, der am Ende Elfter wird.

Im Mai brach er sich das Schlüsselbein, in Mont Saint Anne kugelte er sich die Schulter aus und trotzdem ist Loic Bruni, der Liebling der Fans, am Start. Dort nimmt er sich in der ersten Kurve beinahe selbst aus dem Rennen, fängt sich danach aber schnell und jagt die Piste runter als gäbe es kein Morgen – mit Erfolg. Bruni ist fast vier Sekunden schneller als Troy Brosnan, der um seinen Medaillenrang bangen muss.

Tatsächlich kommt der Brosnan noch mehr in Bedrängnis, denn mit Loris Vergier – verletzte sich in Mont Saint Anne ebenfalls an der Schulter – unterbietet der nächste Franzose seine Zeit, jedoch nicht die 3:20.478 Minuten von Bruni. Diese Zeit kann nur noch der Weltcupführende Amaury Pierron unterbieten. Er liegt zwar vor Vergier, jedoch bei jeder Zwischenzeit hinter Bruni, der zu seinem fünften Weltmeistertitel kommt. Somit wird Brosnan vom Podest verdrängt und die Fans in Les Gets feiern mit Bruni, Pierron und Vergier den totalen französischen Triumph im Downhill.

Die drei Schweizer am Start haben indes wenig zu feiern. Noel Niederberger fährt zu gehemmt und belegt Platz 54, während Lutz Weber zu viel riskiert und auf Platz 80 stürzt. Einzig Lino Lehmann ist mit seiner Fahrt einigermassen zufrieden, die im Rang 51 einbringt.

Resultate DH Men

 

 

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