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EWS La Thuile: Comeback der Genesenen

Beim fünften Rennen der Enduro-World-Series im italienischen La Thuile machen nicht nur die Sieger Sam Hill und Cecile Ravanel von sich reden. Auch die Streckenwahl der Veranstalter sorgt für mächtig Gesprächsstoff und Stirnrunzeln. Letztere sind bei Anita Gehrig und Gusti Wildhaber verschwunden – sie glänzen wieder mit starken Resultaten.

Beim fünften Rennen der Enduro-World-Series im italienischen La Thuile machen nicht nur die Sieger Sam Hill und Cecile Ravanel von sich reden. Auch die Streckenwahl der Veranstalter sorgt für mächtig Gesprächsstoff und Stirnrunzeln. Letztere sind bei Anita Gehrig und Gusti Wildhaber verschwunden – sie glänzen wieder mit starken Resultaten.
 
Im fünften Rennen der Enduro-World-Series sind es wieder zwei «altbekannte» Athleten die sich am ersten Renntag vorne behaupten. Klar ist indes aber nichts. Der Australier Sam Hill gewinnt alle drei Etappen des ersten Renntages. Sein Vorsprung scheint mit knapp 24 Sekunden relativ gross. Am zweiten Tag ist der Belgier Martin Maes der alle Hauptetappen gewinnt. Die ultrakurze Abfahrt durch die Parkanlage des Dorfes, die sich die Organisatoren hätten sparen können, fällt kaum ins Gewicht.
 
Hill bleibt am zweiten Renntag dicht an Maes dran. Sein Vorsprung schrumpft zwar, und er kann sich keine grösseren Fehler mehr leisten. Doch am Ende rettet der Australier noch ein Polster von 13 Sekunden. Auf Rang drei landet der Neuseeländer Eddie Masters, der seinen zweiten Zwischenrang von Samstag noch an Maes abgeben muss.
 

Wildhaber gelingt Comeback

Für Gusti Wildhaber geht seine rennfreie Zeit infolge einer Verletzung vorbei. Sein Wiedereinstieg ist dabei umso eindrücklicher, denn am ersten Renntag ist der Schweizer gut dabei. Am zweiten Renntag nimmt Wildhaber mit einem 19. Etappenrang das Rennen wieder auf und verbessert sich sogar auf dem 17. Zwischenrang. Auf der Schlussetappe unterläuft ihm dann ein grösserer Fahrfehler und fällt dadurch etwas zurück. Trotzdem wird er noch guter 24.
«Nach zehn Wochen Bike-Pause mit einem Top-25-Resultat wieder in die Weltserie einsteigen, ist doch ein super Start – ich bin sehr zufrieden», freut sich Wildhaber.
 
Der Westschweizer Maxime Chapuis erlebt in La Thuile nicht sein bestes Rennen. Dennoch zeigt er mit seinem zehnten Rang in der zweiten Etappe, dass es am Können nicht liegen würde. Als zweitbester Schweizer klassiert er sich am Ende auf Rang 33.
 
Mit Stefan Peter schafft es ein weiterer Schweizer unter die besten 50. Er lässt mit zwei Top-20-Etappen aufblitzen.
 

Eine annullierte Etappe

Im Rennen der Frauen brennt Seriensiegerin Cecile Ravanel die ersten beiden Bestzeiten auf italienischen Boden, stets gefolgt von ihrer französischen Landsfrau Isabeau Courdurier. Zu einer dritten Etappe sollte es am ersten Renntag aber nicht kommen, nicht für die drei besten Frauen im Gesamtklassement. Noch im Rennen der Männer verletzt sich ein Teilnehmer kurz vor dem Etappenziel und muss zuerst geborgen werden. Doch das dauert lange und die Kommunikation zwischen Retter, Streckenposten und Rennleitung funktioniert nicht.
 
Da der Unfall rund zehn Minuten vor dem Start der ersten Frau passiert ist, und der Verletzte noch immer in der Gefahrenzone liegt, wird die Zeitmessung kurzerhand 100 Meter nach oben versetzt. Nahezu alle Frauen können so die Etappe regulär beenden, hätte in der Zwischenzeit nicht ein Streckenposten angewiesen das Rennen anzuhalten. Den letzten drei Frauen Cecile Ravanel, Isabeau Courdurier und Katy Winton wird der Start verweigert und die zweite und dritte Etappe für die Frauen somit annulliert. Ein Umstand der den Teilnehmerinnen sauer aufstösst.
 
Der zweite Renntag kann dann nach Plan durchgeführt werden, doch der bringt an der Spitze keine Veränderung mehr. Ravanel baut ihren Vorsprung aus und gewinnt das Rennen vor Courdurier. Einen Wechsel gibt es jedoch um Platz drei. Mit Melanie Pugin hält diesen eine weitere Französin inne, doch bereits auf der ersten Etappe von Sonntag wird sie von Ines Thoma «überholt» und auch Anita Gehrig liegt nur noch zwei Sekunde dahinter. 
 
Pugin stürzt darauf unglücklich und muss das Rennen aufgeben. Gehrig hingegen kann sich konstant halten und bringt den vierten Rang ins Trockene. Nachdem sie im vergangenen Jahr vier mal Vierte wurde und darüber nicht sehr glücklich war, sieht sie es dieses Mal anders: «Letztes Jahr waren die vierten Plätze jeweils eine Niederlage – die erste Fahrerin die es nicht aufs Podest geschafft hat. Heute fühlt sich der vierte Platz wie ein kleiner Sieg an!»
Es ist zwar nicht das erste Rennen nach ihrer Handverletzung, das Anita Gehrig bestreitet. Doch das Vertrauen und vor allem auch die Kraft im linken Arm brauchten ihre Zeit, um wieder zurückzukommen. Nun ist die Basis für eine erfolgreiche zweite Saison-Hälfte aber wieder vorhanden.
 
Neben Gehrig sind mit Alba Wunderlin und Daniela Michel nur zwei weitere Schweizerinnen in La Thuile am Start. Wunderlin klassiert sich bei der Elite als 18. während Michel mit vier Etappensiegen das Rennen der Masters Frauen gewinnt.
 

Chaos am Klassiker

La Thuile, eines der beliebtesten Rennen der Enduro-World-Series, zeigt sich für einmal nicht von der besten Seite. Wo sonst die schönsten Trails für das Rennen bestimmt werden, bieten die Veranstalter frische herausgeschnittene Strecken. So frisch, dass diese sich zu schnell verändern und keinerlei Wetterbeständigkeit aufweisen, teilweise gar gefährlich sind. Im Weiteren liegen Abschnitte in den Abfahrtsetappen, die kaum vernünftig fahrbar sind. Schon gar nicht, sollte es noch Regnen.
 
Der Unmut unter den weltbesten Enduro-Athleten ist somit gross und die Laune der Veranstalter strapaziert. Da der Wetterbericht noch ordentlich Regen voraussagt, werden am Samstag wie auch am Sonntag die Streckenpläne geändert. Etappen-Reihenfolgen geändert, eine strittige Abfahrt gestrichen, eine andere gute dafür zwei Mal gefahren. Die Veranstalter reagierten damit auf die heftige Kritik vieler Spitzenfahrer und versuchten den Schaden am Image so gering wie möglich zu halten – immerhin. Die Konsequenzen daraus werden aber bestenfalls ein Lernstück sein.
 
Resultate EWS #5, La Thuile / ITA

 
 

 

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