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Erster Ausritt mit Thömus Lightrider E2 und Shimanos EP8-Antrieb

Anfang Juni präsentierte Thömus die neuste Generation des E-Mountainbikes «Lightrider E2». Damals noch mit Shimanos Steps-E8000-Antrieb, kommt das Berner Geschoss nun mit dem neuen, stärkeren EP8-Motor. Ride durfte den EP8 am neuen Lightrider erfahren, erklärt die interessantesten Unterschiede zwischen neuem und altem Antrieb und sagt wie sich das Bike fährt.

Optisch erscheint Shimanos neuer EP8-Antrieb wahrnehmbar schlanker, selbst wenn das Volumen nur zehn Prozent geringer ist. Dank passendem Motoren-Cover hat der Lightrider E2 seine Kurven nicht nur behalten, seine Optik hat sich nochmals etwas verfeinert. Und die Fahrleistungen? Ist der neue Antrieb spürbar stärker, wahrnehmbar leiser und natürlicher in seiner Kraftentfaltung?

Zug versus E-Mountainbike

Der erste Kurztest startet am Bahnhof in Täsch. Das Ziel ist das Cervo-Ferienappartement knapp fünf Bike-Minuten vom Bahnhof in Zermatt entfernt. Das Starten des Motors funktioniert noch immer gleich wie bei seinem Vorgänger: Kein Druck aufs Pedal und den Startknopf einen kurzen Moment betätigen.
Die Fahrzeit des Zugs von Täsch nach Zermatt beträgt jeweils 15 Minuten. Auf die Akku-schonende Stufe verzichten wir und starten sogleich im Boost-Modus. Der EP8 schiebt den Lightrider merklich kräftiger aber auch regelmässiger und kontrollierter an, und das obwohl der Boost-Modus sich eigentlich nicht zu starten eignet.

Interessant wird es aber erst im Gelände. Während der Blick die Uhr nicht würdigt, fällt die Routenwahl auf den «Matterhorn Valley Trail». Noch immer auf der höchsten Stufe, ist der Kraftunterschied gegenüber des E8000-Antriebs – 85 anstatt 70 Newtonmeter – nun deutlich zu spüren. Versunken im Uphill-Flash gehen die engen Kurven schnell vergessen – die Bremsen retten vor dem Übermut und bringen Fahrer und Bike fast in den Stillstand.
Wo beim Vorgänger noch eine deutlich höhere Trittfrequenz nötig war, um anzufahren, verzeiht der neue Antrieb auch mal einen schwereren Gang zum anfahren. Das macht er angenehm regelmässig und auch Lastwechseln begegnet er mit auffallend weniger Ruckeleien. Das sind ideale Eigenschaften, um auch technisch anspruchsvolle Passagen zu meistern.

Der Blick auf die Stoppuhr fällt erst beim Ferien-Appartement – in 17 Minuten von Täsch nach Zermatt, wo immer möglich auf Singletrails, ohne vorzeitiges Abkürzen auf die Strasse und Fussgänger wurden stets höflich im Schritttempo passiert. Das darf man getrost als Sieg gegen den Zug werten, vor allem ohne den Frieden auf Wanderwegen zu gefährden.

Dass der Motor ökonomischer arbeitet, lässt sich insofern bestätigen, da das Display noch immer die volle Batterieleistung anzeigt. Wohlverstanden verfügt Thömus hauseigener Akku 726 anstatt der 630 Wattstunden des Shimano-Akkus. Zehn weitere Uphill-Minuten im Trail- und Boost-Modus fällt dann endlich der erste Balken auf der Anzeige.
Was der Geräuschpegel des EP8-Antriebs anbelangt, hat sich gegenüber des E8000-Motors einiges getan. Er ist deutlich leiser, wenn aber auch nicht geräuschlos. Und je höher die Unterstützungsstufe und der Kraft-Input, desto «lauter» der Antrieb.

Was hoch muss, will vor allem runter

Selbst im robusten Allmountain-Trimm hat Thömus «Lightrider E2» bergauf auch mit einem agilen aber stabilen Handling und einer guten Traktion überzeugt. Doch der wahre Spass wartet immer erst in der Abfahrt, und da haben die modernen E-Mountainbikes die Messlatte schon sehr hoch gehängt.

Das Fahrwerk bestehend aus Fox’ DPX2-Dämpfer und 36-Fit4-Federgabel ist perfekt aufeinander abgestimmt und lässt das Bike über Wurzeln und Bremswellen gefühlt am Boden kleben. Kleben bleiben ist aber nicht Programm. Das Fahrwerk schluckt die Schläge, nicht aber die Energie die man beispielsweise für Bunnyhops und andere Spielerein benötigt.

Trotz seiner guten Laufruhe lässt sich der Lightrider E2 immer noch gut durch engere Kurven manövrieren. Ganz enge Switchbacks blieben finden sich vorerst keine auf unserer Routenwahl und werden in einem ausführlicheren Test behandelt. Doch die Zeichen stehen für den flinken Berner gut, dass er auch diese Herausforderungen gut meistert.

Fazit

Thömus Lightrider E2 macht qualitativ einen äusserst hochwertigen Eindruck und bereitet schon auf der ersten Fahrt ordentlich Laune. Das E-Mountainbike überzeugt mit einem sehr guten Handling berghoch wie auch runter sowie mit einem ausgewogen starken Fahrwerk. Man fühlt sich ohne lange Kennenlernphase sehr schnell wohl darauf. Der hauseigene Super-Akku scheint schon Mal eine gute Investition. Was er wirklich kann, wird sich aber über die Dauer zeigen.
Der neue Shimano-EP8-Antrieb ist eine enorme Steigerung gegenüber des Vorgängers E8000 – deutlich stärker, leiser, natürlichere, kontrolliertere Kraftabgabe. Schwächen waren auf den ersten zwei Fahrten keine auszumachen. Einen ausführlicheren Test des EP8-Antriebs wird in den nächsten Wochen folgen und auch tiefgründigere Erfahrungen liefern.

www.thoemus.ch
www.bike.shimano.com
 

 

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