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Enduro World Series in Zermatt: touristischer Mumpitz oder wichtige Investition?

Anlässlich des Traillove Festivals fand in Zermatt am 21. September das erste Schweizer Rennen der Enduro World Series statt. Die einen freute das riesig, die anderen weniger. Letztere fragen nicht ganz unberechtigt: Wo ist der Nutzen, wenn die Trails danach kaputtgefahren sind, der logistische Aufwand riesig ist und das Bergdorf eh schon genügend Touristen hat?

Der Aufwand für die Durchführung des Traillove Festivals und der Enduro World Series in Zermatt ist keinesfalls ein Klacks, nicht zuletzt da das Dorf noch autofrei ist. Dann nehmen die Wanderwege, auf denen die Rennen gefahren werden, innert kurzer Zeit verhältnismässig grossen Schaden. Im Weiteren müssen die Wege für andere Nutzer gesperrt werden. Vom Konfliktpotential ganz zu schweigen. Wo liegt da der Nutzen eines solchen Events? Dazu kommt, dass Zermatt schon genügend Touristen hat und eigentlich auf Mountainbiker verzichten könnte – eigentlich.
 

Qualitätsgast Mountainbiker

In diesem geschichtsträchtigen Bergdorf ist die durchschnittliche Übernachtungsdauer des Massentourismus wegen eher tief. Und so wünschen sich Hoteliers wie auch Gastronomie wieder mehr Qualitätsgäste zurück. Diejenigen Gäste, die nicht nur eine Nacht bleiben, kurz alle Attraktionen abgrasen und wieder abreisen, sondern im Ort gerne etwas länger verweilen.
 
Da rücken Mountainbiker auf den Plan. Kaum ein Freund des Trail-Bikens reist für nur einen Tag an einen Ort wie Zermatt. Da wird oft mehr als nur einmal übernachtet. Restaurantbesuche am Mittag sowie am Abend und natürlich Bergbahntickets, sich die besten Trails vielleicht von einem Bike-Guide zeigen lassen und danach den Après-Bike zelebrieren – dafür geben Mountainbiker Geld aus.
 

Enduro World Series – die Promoterin unter den Events

Die Rennen der Enduro-World-Series lockten nicht nur rund 400 Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern nach Zermatt, sie haben auch einen wesentlichen Nebeneffekt. Denn nachhaltiger als die Teilnehmer- und auch Zuschauerzahlen ist die oft unterschätzte Werbewirkung die diese Rennen erzeugen. Und diese vermochte schon einige Regionen aus dem wirtschaftlichen Tiefschlaf zu rütteln.
Derby in Tasmanien zum Beispiel: Der dortige Bikepark öffnete im Jahr 2015, davor war die Region kaum bekannt. Nach dem ersten World-Series-Rennen in Derby im Jahr 2017 registrierte man bis und mit 2018 rund 30’000 Besucher mit einer durchschnittlichen Übernachtungsdauer von vier Nächten – Tendenz steigend.
 
Der Grund dafür sind Rennbilder und Geschichten die von Fachmedien in die Welt hinausgetragen werden. Zudem verfügen einige Rennsport-Fotografen, viele Athleten und nicht zuletzt die Rennserie selbst über eine beachtliche Reichweite auf Social Media, dass die jeweiligen Gebiete nur schon dadurch bekannt werden. Umso mehr wenn bei ihnen eine Region gut ankommt.
Die Tage vor dem World-Series-Rennen in Zermatt gab es von Rennfahrern und Fotografen kaum noch Instagram-Posts und Storys, auf denen das Matterhorn nicht zu sehen war. Und diese Beiträge blieben deren Fans offensichtlich nicht verborgen.
 
Im Unterschied zu Derby liegt Zermatt zwar nicht im wirtschaftlichen Tiefschlaf. Doch die mediale Reichweite der Enduro World Series könnte auch hier Früchte tragen, künftig Trail-Touristen aus der ganzen Welt anlocken und dadurch mehr Wertschöpfung im Ort generieren.
Wie stark sich der mediale World-Series-Hype wirklich auf Zermatt auswirkt, lässt sich wohl frühestens in einem Jahr beziffern. Klar ist aber, dass selbst für das wohl berühmteste Bergdorf eine breit gefächerte und auch qualitativ hochwertige Gästeschar längerfristig wichtig ist. Und da gehören Mountainbiker zweifelsohne dazu.
 

Und die negativen Punkte?

Die nach den Rennen zerfahrenen Trails sind weder schön anzusehen noch teilweise toll zu befahren. Da die Trail Crew vor Ort aber bereits nach dem Rennen mit dem Reshape der Trails begann, ist der unschöne Zustand nur von kurzer Dauer. Alle Nutzer können sich bald wieder der gut unterhaltenen Wegen erfreuen.
Einige Teilnehmer berichteten, dass sich auf einer für das Rennen abgesperrte Abfahrtsetappe Wanderer verirrt hätten. Dies blieb eine ungünstige Ausnahme, bei der niemand zu Schaden kam. Laut Adrian Greiner, dem Mit-Initiant des Traillove Festivals, gab es sonst sehr wenig Konflikte und auch direkte Beanstandungen blieben aus.

Auch war es ein Test für die Bergbahnen, denn es war das erste Mal, dass diese mit einer derart grossen Anzahl von Mountainbikern konfrontiert waren. Dieser Test stellte die Beteiligten zwischenzeitlich vor koordinative Herausforderungen. Für diese wurden aber während des teilweise hektischen Trainingstages schnell Lösungen gefunden. Das sei ebenfalls wichtig für die Zukunft, sollte die Zahl der mountainbikenden Gäste in Zermatt deutlich zunehmen, ergänzt Greiner.

www.traillove.ch
www.zermatt.ch/bike

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