Login

00

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

«Die Zusammen­arbeit mit Trail-Bauern ist auf gutem Weg»

Andreas Boldt, Pro Natura

Mountainbiking boomt, und das ist für die Natur nicht unproblematisch. Pro Natura hat deshalb ein Positionspapier als Leitfaden für Trail-Bauer, Planer, Destinationen sowie Behörden ausgearbeitet. Es soll helfen, den Sport möglichst umweltverträglich zu gestalten. Im Vorfeld des Ride-Kongress erklärt Projektleiter Andres Boldt die Hintergründe.

Ist der Mountainbikesport, wie er aktuell betrieben wird, umweltverträglich?
Der Sport als Ganzes, die meisten Sportler und die meisten Anlagen sind wohl umweltverträglich. Das grösste Problem liegt im momentan fast flächendeckenden Boom des Sports. Die Tourismusdestinationen, Veranstalter und Gemeinden reagieren auf dieses Bedürfnis mit immer mehr Angeboten und Infrastrukturen.

Schreitet diese Entwicklung weiter so voran, wie steht es um die Natur in 20 Jahren?
Der Trend geht seit 30 Jahren in eine Richtung: Immer mehr Leute nutzen mehr Angebote in mehr Gebieten. Dies weil die Bevölkerung gewachsen ist und die Leute mobiler sind, mehr Freizeit und mehr Geld für die Freizeit haben. Es ist zu befürchten, dass die unbeeinflusste Natur durch diese und andere Entwicklungen auf immer kleinere Refugien zurückgedrängt wird.

Laut Positionspapier ist die Masse das Problem. Wie können Tourismusdestinationen Umsatz erzielen ohne der Natur zu schaden?
Momentan herrscht Goldgräberstimmung. Viele Destinationen sehen im Mountainbike eine Chance, einen Ersatz zu finden für den Wintertourismus, der vielerorts abnimmt. Die Planung muss die gesamte Destination umfassen oder sogar mehrere. Diese müssen sich aber auch überlegen, ob sie tatsächlich vom Bike-Sport profitieren oder sich besser auf eine Alternative konzentrieren.

In «Pro Natura» sehen viele ein Spielverderber, der stets etwas auszusetzen hat. Die meisten Punkte im Papier klingen aber plausibel. Bereinigt das Papier auch solche Vorurteile?
Wir wollen zeigen, dass wir gewisse Dinge kritisch hinterfragen und andere weniger problematisch finden. Wir lehnen das Mountainbiken nicht ab, sondern akzeptieren es als legitimes Bedürfnis. Gemeinsam mit anderen Involvierten wollen wir Möglichkeiten suchen, den Sport in umweltverträglichen Bahnen zu halten. Vielfach wird noch zu lokal und zu kurzfristig gedacht.

Wo ist es für Pro Natura nötig, das schwere Geschütz einer Einsprache aufzufahren?
Ziel einer Einsprache ist immer, die Rechtmässigkeit eines Vorhabens zu überprüfen, die aus unserer Sicht verletzt ist. Spezifisch aufs Mountainbiken kann ich keine Erfolgszahlen angeben. Aber insgesamt liegt die Erfolgsquote unserer Beschwerden ungefähr bei zwei Dritteln. In diesen Fällen wurde gerichtlich bestätigt, dass das ursprüngliche Vorhaben in mindestens einem Punkt dem geltenden Recht widersprochen hat.

Wie ist der Austausch zwischen Pro Natura und Baufirmen, Destinationen und Gemeinden?
Die Zusammenarbeit mit den Trail-Bauern und Bike-Planern ist auf gutem Weg. Unser Austausch wurde allerdings noch nicht überall im «Ernstfall» getestet. In Bezug auf Destinationen und Gemeinden gibt es einzelne gute Beispiele. In vielen Fällen hätte der Austausch aber früher in der Planung beginnen und intensiver werden müssen, um zu einer gemeinsamen Lösung zu führen.

Wie sollen Tourismusdestinationen aber auch Gemeinden vorangehen, damit Trail-Nutzer ihre Freiheit nicht über die Natur stellen?
Die Destinationen und Gemeinden müssen sich selbst ihrer Naturwerte bewusst sein. Dann können sie diese weitervermitteln und so Empfehlungen oder Regeln sinnvoll erklären. Das ist ein langer und schwieriger Weg, auf dem Pro Natura helfen kann. Natürlich überzeugt man so nie alle, aber auch für viele Mountainbiker gilt: «Nur was man kennt, liebt man – nur was man liebt, schützt man».

Dr. Andreas Boldt ist Projektleiter Freizeitaktivitäten bei Pro Natura. Zusammen mit anderen Naturschutzorganisationen hat er ein Positionspapier zum Mountainbiken erstellt (Positionspapier herunterladen auf sl-fp.ch). Boldt nimmt am Ride-Kongress als Referent und Diskussionsteilnehmer in einem Programmschwerpunkt zum Thema teil.   
 

Weitere Informationen zum Ride-Kongress am 19. und 20. September 2019:

ride-kongress.ch

Ride abonnieren

Gratis-Registrierung
0.00
Franken

Online-Zugang

News lesen
Inhalte kommentieren
Newsletter abonnieren

Stelleninserate erfassen
(kostenpflichtig)
Silber Abo
20.00
Franken

Touren-Datenbank

News lesen
Inhalte kommentieren
Newsletter abonnieren

Touren-Details ansehen
GPX-Tracks herunterladen
Gold Abo
55.00
Franken

Print-Ausgabe

News lesen
Inhalte kommentieren
Newsletter abonnieren

Touren-Details ansehen
GPX-Tracks herunterladen

Fünf Ride Magazine
zwischen März und Oktober

kostenlose Tablet-Version

​Zugriff auf Web-Karte der Singletrail Map
Gold Abo (2 Jahre)
105.00
Franken

Print Ausgabe

News lesen
Inhalte kommentieren
Newsletter abonnieren

Touren-Details ansehen
GPX-Tracks herunterladen

Fünf Ride Magazine
zwischen März und Oktober

kostenlose Tablet-Version

​Zugriff auf Web-Karte der Singletrail Map
Gold Abo (3 Jahre)
155.00
Franken

Print Ausgabe

News lesen
Inhalte kommentieren
Newsletter abonnieren

Touren-Details ansehen
GPX-Tracks herunterladen

Fünf Ride Magazine
zwischen März und Oktober

kostenlose Tablet-Version

​Zugriff auf Web-Karte der Singletrail Map
Platin Abo
995.00
Franken

lebenslange Laufzeit

News lesen
Inhalte kommentieren
Newsletter abonnieren

Touren-Details ansehen
GPX-Tracks herunterladen

Zustellung Ride Magazin
kostenlose Tablet-Version

lebenslanger Zugriff
lebenslange Zustellung
Willkommensgeschenk