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«Die Leute wollen reisen.»

Bike Adventure Tours feiern 2021 ihren dreissigsten Geburtstag und halten mit Jubiläumsaktivitäten nicht zurück. Dass sein Unternehmen vor grossen Herausforderungen steht, verhehlt CEO Adi Glättli indes nicht.

Danke Adi, dass du dir spontan Zeit nimmst für das Gespräch.
Das tu ich gern, es ist aber kein gutes Zeichen, dass ich spontan Zeit habe, es läuft gerade nichts bei uns.
 
Nächstes Jahr feiert Bike Adventure Tours den 30. Geburtstag. Habt ihr in diesen 30 Jahren schon einmal eine so existenzielle Krise erlebt wie in den letzten Monaten?
In den Anfangsjahren hatten wir viel weniger Destinationen. Wenn wir eine aus Sicherheitsgründen nicht mehr anboten, konnte das auch eine grosse Einbusse bedeuten. Aber damals konnten wir auf andere Gebiete ausweichen. Das ist aktuell nicht möglich.
 
Habt ihr euer Angebot angepasst, seit die Corona-Pandemie wütet?
Ja, wir haben wieder Touren und Wochenenden in der Schweiz angeboten und wir arbeiten weiterhin daran, Reisen ins nahe Ausland aufzubauen. Die Schweizer Touren wurden auch gut gebucht, aber sie können die ausgefallenen Fernreisen nicht kompensieren. Uns ist wichtig zu zeigen, dass man weiterhin mit uns reisen kann.
 
Wie gross ist der Schaden im Jahr 2020?
Der ist immens. Im Lockdown verschoben wir alles auf den Herbst. Doch der brachte nun auch keine Öffnung. Nun buchen wir vieles auf das nächste Jahr um oder wir zahlen zurück. Wir überleben dank eines Covid-Kredits, unsere Angestellten haben Kurzarbeit. Auf das nächste Jahr hin reduzieren wir unser Team.
 
Wie geht’s euren Partnern in den Zielländern?
In einigen Ländern gibt es etwas Binnentourismus, mit dem sie wenigstens ein bisschen Geld verdienen können, bei anderen geht gar nichts mehr.
 
Könnt ihr sie unterstützen?
Wir haben teilweise Vorschüsse geleistet, damit sie etwas Geld haben für Essen. Die beste Unterstützung ist wieder zu reisen.
 
Manche erwarten, dass die Reisebranche auch nach Corona noch lange nicht auf das alte Niveau zurückkehrt, wenn sie das überhaupt tut. Wie siehst du das?
Das ist so. Es kommen mehrere Dinge zusammen: Das Bewusstsein für das Klima und Corona. Manche wollen auch in Zukunft weniger fliegen. Deshalb bieten wir nun vermehrt auch Reisen ohne Flug an. Es wird ein bewussteres Reisen. Wobei wir das schon immer in den Vordergrund stellten. Wenn man mit dem Bike durch ein Land reist, erlebt man so viel mehr, hat so viel intensivere Begegnungen als wenn man im Reisebus unterwegs ist.
Wir glauben an unser Geschäftsmodell. Deshalb haben wir auch wieder einen Katalog mit unseren Reiseangeboten gedruckt. Das haben meines Wissens nicht viele unserer Konkurrenten getan.
 
Zu eurem 30. Geburtstag bietet ihr im kommenden Jahr 30 Jubiläumsreisen an. Was zeichnet diese Touren aus?
Es sind allesamt spezielle Reisen, die langjährige Reiseleiter für uns zusammengestellt haben. Ich führe eine Gravel-Reise nach Marokko. Am liebsten hätte ich sie im Sinai angeboten, wohin unsere erste Reise überhaupt führte. Aber dort ist es schon seit Jahren zu gefährlich. Pesche Fahrni hat lange in Brasilien gelebt und kennt sich aus wie ein Einheimischer. Das Gleiche gilt für Martin Jost, der mehrere Jahre in Mexiko wohnte und dort eine Tour leitet. Oder Kurt Hegglin: Der hat sein Velo vor ungefähr 45 Jahren zum ersten Mal auf den Kilimandscharo getragen und war schon unzählige Male oben. Zuerst werden die Gäste den Berg umrunden, danach besteigen. Wer will, nimmt das Bike mit, so weit, wie man es dann halt schafft.
 
Ein Jubiläums-Guide ist eigentlich keiner: André Lüthi, CEO der Globetrotter Group, zu der Bike Adventure Tours gehört. Was hat es damit auf sich?
André wird die Nordkorea-Bikereise führen. Er ist ein passionierter Mountainbiker, hat schon unzählige Reisen weltweit geleitet und er war schon in Nordkorea. Das ist ein sehr spezielles Land, vielleicht gehe ich mit. Wenn alle, die reserviert haben, auch tatsächlich buchen, dann ist die Reisegruppe bereits komplett.
 
Wie ist das Interesse an euren weiteren Jubiläumsreisen und allgemein an Fernreisen im kommenden Jahr?
Es ist gross und das stimmt uns optimistisch. Die Leute wollen reisen, unser Buchungsstand für nächstes Jahr ist gut. Wir bieten die Möglichkeit, einen Platz in einer Reisegruppe zu reservieren, bevor man bucht. Wir haben neben diesen Reservationen aber auch Leute, die bereits wieder definitiv buchen. Zudem sind ja unglaublich viele Velos verkauft worden. Ich bin sicher, dass früher oder später einige dieser Leute eine Bike-Reise machen wollen.

www.bike-adventure-tours.ch

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