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Damit der Weltcup nicht baden geht: UCI veranstaltet gesamten Weltcup in der Karibik

Curacao

Wegen der Corona-Pandemie jagt im Rennkalender eine Absage oder Verschiebung die nächste. Damit der MTB-Weltcup im Jahr 2020 nicht gänzlich abgesagt werden muss, greift die UCI nun zum Notfallplan: Die bis dato virenfreie Karibikinsel Curaçao hält den gesamten Cross-Country-Weltcup innert zwei Monaten ab. Der ganze Weltcup-Tross mit Rennfahrern, Mechaniker, Physiotherapeuten, Journalisten und Funktionären wird dort in diesen Tagen auf die Insel geflogen und von der Aussenwelt isoliert.

Die Herzen der Mountainbike-Weltcup-Fans bluten. Laufend werden wegen der Corona-Pandemie Wettkämpfe des UCI-Mountainbike-Weltcups abgesagt oder auf unbestimmte Daten verschoben. «Das sonntägliche Rennen schauen und mitfiebern über Red Bull TV hat sich in derart vielen Haushalten zur Tradition entwickelt, dass wir auch für die Fans des Mountainbike-Sports jetzt handeln müssen», lässt die Presseabteilung der UCI verlauten. Bereits im Jahr 2006 wurde ein Notfallplan für solche Szenarien ausgearbeitet. Damals fand auf der Karibikinsel Curaçao ein Cross-Country-Weltcup statt. Viele rieben sich ob dem ungewöhnlichen Austragungsort damals die Augen. Heute erkennt man: Es war ein Testlauf für den Pandemieplan der UCI. Nun wird der Notfallplan aktiviert. Curaçao verfügt dank dem Wettkampf im Jahr 2006 über eine attraktive und bewährte Cross-Country-Strecke. Die leerstehenden Ferien-Appartements würden dazu die perfekte Infrastruktur bieten, um den Weltcup-Tross über längere Zeit in einer Art Spitzensport-Quarantäne zu halten, heisst es seitens der UCI.

Sechs verschiedene Strecken in einer

Beat Wabel, bereits beim Testlauf zuständig für den Weltcup auf Curacao und jetzt «Head of Pandemic Strategy» bei der UCI ist für die reibungslose Weltcup-Quarantäne zuständig. «Zusammen mit dem letzten Curaçao-Weltcup-Sieger Bart Brentjens haben wir sechs Strecken auf Basis der Weltcup-Strecke von 2006 ausgearbeitet. Diese wird einmal linksrum, einmal rechtsrum, einmal in einer Acht gefahren, und so weiter. So werden die Athleten bei jedem Rennen aufs Neue gefordert, wenn beispielsweise die Abfahrt bei einem Rennen zum Aufstieg im nachfolgenden Wettkampf wird.»

Um den Personalaufwand vor Ort überschaubar zu halten, beschänkt sich die UCI auf zwei Journalisten. Fotograf Armin Küstenbrück und Autor Erhard Goller werden den Weltcup-Tross in die mehrmonatige Quarantäne beegleiten. Sie sind übrigens auch die beiden einzigen Medienschaffenden, die bereits vor 14 Jahren mit dabei waren. Ergänzt wird das Medien-Team durch drei Broadcast-Spezialisten von Red Bull TV, welche die Übertragung der sechs Läufe sicherstellen.

Straffes Programm – kein Ferienlager

Bereits nächste Woche wird der gesamte Weltcup-Tross mit Charter-Maschinen in die Karibik ausgeflogen, nachdem vorgängig sämtliche Personen auf das Corona-Virus getestet wurden. In Curacao ist dann der ganze Nordteil der recht kleinen Insel für sie reserviert. Allerdings dürfen sie die eingezäunte Inselgegend wegen potenzieller Ansteckungsgefahr nicht verlassen. Ebenso ist es Fremden untersagt, das Gelände zu betreten. Es folgen sechs Wochen Training in Quarantäne, um dann am 16. Mai in den Saisonauftakt zu starten. In der Folge kommt es alle zwei Wochen zu einem Weltcup-Lauf, insgesamt deren fünf. Dabei ist jeweils am Samstag das Shorttrack-Rennen geplant, am Sonntag kommt es zum Cross-Country-Showdown. Auf diese Weise kann die UCI den gesamten Cross-Country-Weltcup innert gut zweier Monaten durchführen. Zum grossen Finale kommt es am 26. Juli. UCI-Pandemie-Manager Wabel meint dazu: «Dieses straffe Programm stellt sicher, dass wir diese spezielle Ausgabe des Weltcups finanziell tragen können und die Fahrer faire Bedingungen vorfinden.»

Noch unklar ist, ob es in der Disziplin Downhill zu einem ähnlichen Szenario kommt. «Wir arbeiten unter Hochdruck und prüfen aktuell einige Möglichkeiten.» Eine dieser Möglichkeiten dürfte Buttes im Neuenburger Jura sein, wie Ride aus gut informierten Quellen erfahren hat. Dort wurden bis Ende der Neunzigerjahre erfolgreich Downhill-Rennen ausgetragen. Auch ist es im wenig bevölkerten und hügligen Jura relativ einfach möglich, grosszügige Quarantäne-Regionen auszuweisen und von der Umwelt abzuschotten analog dies in Curacao erfolgen wird.

 

Impressionen vom Curacao-Weltcup 2006

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