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Cannondale Synapse Neo: Das Bosch-Rennrad

Gravelbikes sind Schnee von gestern, und das E-Mountainbike setzt in der Garage auch schon Staub an? Dann ist ein E-Gravelbike die Lösung, um wieder auf Touren zu kommen. Einen interessanten E-Graveler bietet brandneu Cannondale: Das Synapse Neo, das mittels Bosch-Motor, Rennlenker und breiten Reifen auf gemässigten Singletrails einen neuen Sport erleben lässt. Ride liefert den First Ride-Eindruck

Das motorisierte Mountainbike hat einen veritablen Siegeszug hinter sich und den Markt für Mountainbikes gründlich auf den Kopf gestellt. Die Verkaufszahlen zeigen steil nach oben, und ebenso die Budgets der Hersteller. Beim Rennrad ist der Trend zum Hilfsmotor noch nicht allgegenwärtig. Diese Radsportdisziplin zeigt sich als letzte Bastion, die sich gegen die Motorisierung zu wehren scheint. Doch auch hier halten – wenn auch bislang zaghaft – Akkus, Motoren und Displays Einzug. Beachtliche Erfolge feiert der leichtgewichtige Fazua-Antrieb. Rennräder mit Fazua-Unterstützung realisieren tiefe Gesamtgewichte, von 12 bis 13 Kilo ist die Rede, und gleichsam auch eher tiefe Reichweiten und moderate Unterstützungswerte.

Einen neuen Weg – nicht nur bei der Reichweite - begeht hier Cannondale. Beim Synapse Neo ist ein Bosch Active Plus-Motor sowie ein 500Wh-Powertube-Akku an Bord. Diese Kombo treibt das Gewicht auf knapp unter 18 Kilo – erhöht dabei die Reichweite je nach Gelände, Unterstützungsgrad oder Trittfrequenz auf solide 50 bis 150 Kilometer. Cannondale-Entwickler sollen damit bis zu 200 Kilometer Reichweite rausgeholt haben.

Als derzeitiges Alleinstellungsmerkmal ist das Synapse Neo als Fahrrad mit Bosch-Motor mit einer Zweifach-Kettenblattgarnitur ausgerüstet. Drei Modelle des neuen Rennrads – also Synapse Neo 1, 2 und 3 - kommen auf circa Oktober mit 700x35mm-Reifen auf den Markt. Eine weitere Variante, das Synapse Neo SE ist mit 650b-Laufrädern und mit 47mm-Reifen ausgestattet. Ride hat die 700er- wie die 650b-Variante getestet:

First Ride

Zuerst die Antwort auf eine wichtige Frage bei einem E-Rennrad: Überhalb von 25km/h fährt sich das Synapse Neo angenehm. Der Active Plus-Motor generiert keinen Hauch von spürbarer Reibung (im Gegensatz zu Pedant wie Performance CX) im Off-Modus ohne Stromzustupf. Das Rad lässt sich deshalb spassig, sportlich und angenehm auch mit 30 oder 35 km/h im Flachen bewegen. Es animiert zur sportlichen Fahrweise oberhalb der Motorunterstützungsgrenze und präsentiert sich so nahe am konventionellen Rennrad. Aufgrund dieses Charakters macht auch die Zweifachkurbel Sinn, würde man nur unterhalb 25km/h umher kurbeln, bräuchte es nicht diese Anzahl Gänge.

Bergauf macht die Motorunterstützung richtig Laune: Im Turbo-Modus werden selbst steilste Anstiege zum Flachland. Im Tour-Modus ist so viel Unterstützung da, dass man Anstiege mühelos erklimmt. Mit den 700x35-Reifen kommt bereits Gravel-Feeling auf und mit der stärksten Unterstützungsstufe lassen sich bergauf knifflige, fahrtechnisch herausfordernde Uphills meistern, die einem selbst mit einem unmotorisierten Hardtail vor Herausforderungen stellen würde. Bergab lässt das Synapse Neo wiederum die Muskeln spielen: Mittels Powertube-Akku und Mittelmotor sitzt der Schwerpunkt tief. Das E-Rennrad hat eine gute Kurvenlage - es ist eine neue Erfahrung, einen Boliden mit so satter Strassenlage mit hohen Tempi in Kurven zu legen. Das Rad macht bereits in der Standardversion als Gravel-Grinder eine beachtlich gute Figur, während das Synapse Neo 1 mit Carbon-Felgen ganz auf Road getrimmt ist.

Bei der 650b-Variante mit 47mm-Reifen kommt ein bislang unbekanntes, und richtig gutes Feeling auf: Das Synapse Neo SE bietet viel Grip bergauf und erklimmt Anstiege mit Wurzeln, losen Steinen und Stufen mühelos. Die breiten Reifen von WTB rollen gut und dämpfen bei kleinen Schlägen effizient: Die Folge davon ist, dass Fahrten auf Singletrails, die mit einem Fully langweilig sind, zur neuen, spassbringenden Erfahrung mutieren. Der Motor unterstützt stets homogen und unaufdringlich, sollte kurz die Puste ausgehen, drückt der Turbo-Modus dennoch mit hoher Kraft.

Wie weit kommt man?

Das Synapse Neo macht derart Laune, dass man es für stundenlange Ausritte nutzen möchte. Hier kommt das Konzept aufgrund der 500Wh-Akkukapazität heute noch an seine Grenzen. Mit hoher Unterstützungsstufe ist der Akku nach rund 50-80 Kilometern im für die Schweiz typischen hügeligen Gelände leer. Wer – rennvelotypisch -Touren von circa 80-150 Kilometern fahren will, tut gut daran, die Unterstützungsstufe niedrig zu halten, oder alternativ einen zweiten Akku mitzunehmen. Richtig zum fliegen kommt das E-Road-Konzept wohl vollständig mit Akkus mit rund 700 – 800 Wattstunden Kapazität. Zum heutigen Stand ist es angesagt, etwas haushälterisch mit der Batterie umzugehen. Im Vergleich zu Fazua-Rennrädern stösst das Synapse Neo doch bereits heute in eine neue Dimension ein, was Motorstärke und Reichweite betrifft. Für die knackige Gravel-Runde – oder auch für den rasanten Arbeitsweg – ist das Synapse Neo der perfekte, moderne Begleiter.

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