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Blog: Ich will runterzirkeln, nicht drübersenden

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Eine Begegnung mit einem Forstarbeiter liess Ride-Redaktor Stefan Michel ausformulieren, was er schon lange spürte: Gebaute Strecken sind toll, aber noch lieber lässt er sich von verwinkelten, verblockten Wegen aus der Reserve locken.

«Jetzt haben wir euch doch einen Trail gebaut, dann musst du doch nicht hier runterfahren!», hält mir ein Forstarbeiter vor. «Ich mag diese Autobahnen nicht» versuche ich etwas Verständnis hervorzurufen und bin mir bewusst, dass es in seinen Ohren wie eine faule Ausrede klingen muss. Er lässt mich dann doch passieren, er habe nichts gesehen, gibt er den good Cop (wobei ich nicht illegal unterwegs bin).
 
Der Weg ist verwinkelt, knifflig, verblockt und optisch irgendwie ein wenig abenteuerlich. Während ich die Schlüsselstellen hinunterzirkle, wird mir bewusst, was solche Wege für mein Empfinden den meisten gebauten Bike-Strecken voraus haben: Ich mag das feine Fahren, wenn ich die Linie im Schritttempo finden muss, wenn einfach drübersenden keine Option ist, weil gleich danach eine Kehre kommt.

Flow auf dem Slow Trail

Auf allen behördlich sanktionierten Trails, die ich kenne, fahre ich doppelt bis dreimal so schnell wie auf meinen Lieblingswegen. Sie sind hervorragend ausgebaut, die Sprünge muss man mit Tempo nehmen, sonst gehen sie nicht auf und es gibt ja auch immer genügend Raum dahinter. Ich wäre gerne besser auf dieser Art von Strecke, würde mich gerne trauen, die grossen Gaps zu springen.

Doch noch lieber bin ich langsam unterwegs, mich vortastend, das Rätsel der fahrbaren Linie lösend, wie ein Kletterer, nur in entgegengesetzter Richtung. «Stolperbiken» nennen einige diese Art des Fahrens. Vert Riding wäre zu hoch gegriffen, aber steil genug, um über den Lenker zu gehen, sind meine bevorzugten Wege allemal. Oft muss ich mehrmals zurücksteigen, bis ich eine Stelle fahren kann. An gewisse Orte komme ich monatelang wieder, bis es geht, andere Passagen schaffe ich nie.
 
Auch das Akzeptieren meiner fahrtechnischen Grenzen gehört für mich dazu. Wenn ich auf einem Trail eine Stelle nicht fahren kann und einige weitere gerade so, dann weiss ich, dass ich mich an meinem Leistungsmaximum bewege. Und das ist ein gutes Gefühl.
 

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