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Biker im Dienst

Jolanda Neff Nino Schurter Schweizer Armee

Fast die ganze Schweizer Bike-Elite, Männer ebenso wie Frauen, gehören der Armee an. Mit Kasernenalltag, Schiessübungen und Gamellenfutter haben die Diensttage der Bikeprofis aber nichts zu tun. Die Uniform tragen sie nach ihrer Spitzensport-RS nicht mehr.

Man würde es nicht vermuten, aber Nino Schurter hat 2019 80 Diensttage als Soldat der Schweizer Armee geleistet, Sina Frei sogar deren 118, Jolanda Neff immerhin 69. Uniform tragen sie und die zahlreichen weiteren Bikeprofis in den Rängen der Armee trotzdem seit ihrer militärischen Grundausbildung nicht mehr. Die Sportsoldaten stehen pro Jahr zwischen 30 und 130 Tage im Dienst und beziehen dann Sold und Erwerbsersatz. Das ist für Rennfahrer ohne hoch dotierten Vertrag ein wesentlicher finanzieller Zustupf. Einzige Zeitsoldatin und damit festangestellt ist Linda Indergand. Die Zeitsoldaten erhalten einen Vertrag über vier Jahre, jeweils über einen olympischen Zyklus. Nach den Spielen werden die Verträge neu ausgeschrieben.
Die Diensttage der Sportsoldaten unterscheiden sich kaum von ihrem sonstigen Trainignsalltag. Anfang Jahr müssen sie definieren, an welchen Daten sie als Armeeangehörige unterwegs sind. Das können Trainingstage in den Leistungszentren Magglinen oder Tenero sein, von Swiss Cycling organisierte Trainingslager, Wettkämpfe oder selbst definierte Reise- und Trainingstage.

Zivilistin unter Soldaten: Alessandra Keller

Ein Blick in die vom VBS zur Verfügung gestellte Liste der Mountainbiker unter den Sportsoldaten zeigt, dass die Schweizer Elite und U23 praktisch lückenlos vertreten ist. Einzige namhafte Ausnahme ist Alessandra Keller. Sie verzichtet nicht aus Pazifismus oder Abneigung gegenüber militärischen Umgangsformen auf die finanzielle Unterstützung, sondern weil sich ihr Pharmaziestudium an der ETH nicht mit der Spitzensport-RS und den weiteren Verpflichtungen vertrug. «Die Spitzensport-RS wäre wohl auch für mich der Weg des geringsten Widerstands gewesen, aber die Ausbildung war mir wichtiger», erklärt sie.
Wer, gebeutelt durch Füsilier-RS, Festungswache-WKs und andere Kasernenaufenthalte, moniert, der Sportsoldatenstatus sei eine Bevorzugung von Armeeangehörigen, die halt auch noch gut im Sport seien, versteht den Sinn dieses Systems falsch. Es geht hier nicht darum, Sportler in die Armee zu integrieren, sondern um die Unterstützung des Spitzensports durch das Militär. Immerhin blieb Schurter, Neff und Co. das militärische Einmaleins (grüssen, marschieren etc.) nicht erspart. Nettes Detail zum Schluss: Wer eine WM-Medaille gewinnt, wird befördert. Die Gefreiten Neff und Schurter kassieren dafür geringfügig mehr Sold als ihre Kameradinnen und Kameraden im Soldatenrang.

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