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Bergbahnen in den Alpen: Wie eine Faust aufs Auge

Die Alpen sind wunderschön. Pure Idylle mit den vielen Bergspitzen, den Gletschern, den Wäldern. Das wissen wir Mountainbiker nur zu gut. Wären da bloss nicht die Bergbahnen! Diese pflanzen bis heute Schandmale in die Landschaft, die jeder Ästhetik entbehren. Neuestes Beispiel ist die Aletschregion.

Die Alpen sind wunderschön. Pure Idylle mit den vielen Bergspitzen, den Gletschern, den Wäldern. Das wissen wir Mountainbiker nur zu gut. Wären da bloss nicht die Bergbahnen! Diese pflanzen bis heute Schandmale in die Landschaft, die jeder Ästhetik entbehren. Neuestes Beispiel ist die Aletschregion.

Der Aletschgletscher füllt als riesiges Eismeer das breite Tal. So schön, so dass das Gebiet von der Unesco zum Weltnaturerbe erkoren wurde und als Werbesujet herhalten muss. Der Gletscher und das unvergleichliche Naturschauspiel sind der Grund, warum abertausende Touristen alljährlich in die Aletscharena reisen. Und mitten drin der Neubau der Moosfluhbahn. Dieser langgezogene Röhrenbau, wie man ihn von vielen Bergbahnen kennt, ist eine Faust aufs Auge. Wieso lassen Touristiker, deren Kapital die Schönheit ihrer Landschaft ist, solche schändlichen Bauwerke durchgehen, preisen sie dann gar noch als «eindrucksvoll wegen ihrer innovativen Bauweise»?

Gäste kommen in die Alpen wegen der Natur. Touristiker verkaufen die Bergidylle – und dann stellen die Bergbahnen solch unsägliche Industriebauten hin. Die Aletscharena ist dabei bei weitem nicht alleine. Diese langgezogenen Bergstationen sehen überall gleich aus, von den Dolomiten bis zu den Westalpen. Von wegen «innovative Bauweise». Wieso besinnen sich Bergbahnen nicht auf ihre Aufgabe, Urlaubsidyllen zu verkaufen? Das beginnt bei den Talstationen, die mitunter eher bombensicheren Zivilschutzanlagen denn gemütlichen Urlaubs-Locations gleichen. Das geht weiter zu den Bergrestaurants, die oft nicht einmal dem Vergleich mit einer veralteten Betriebskantine standhalten. Und dann eben diese Bergstationen.

Warum die Bergbahnbetreiber sich nicht für diese Urlaubsidylle interessieren? Ganz einfach: Weil sie Transportunternehmer und keine Touristiker sind. Sie wollen Menschen befördern, möglichst viele, möglichst schnell und fahrplangenau. Es interessiert sie nicht die Bergidylle sondern der Cashflow. Darum steht jetzt auf der Mossfluh dieses Schandmal. Mitten im Unesco-Weltnaturerbe.

Es gibt auch gegenteilige Beispiele, wenn auch wenige. Augenfälligstes Beispiel ist der Chäserrugg im Toggenburg, wo ein Investor die Bergstation der Seilbahn in eine monumentale Holzkonstruktion integrieren liess. Oder auf der Fuorcla Grischa in St. Moritz, wo der Sessellift direkt in den Berg hinein führt und von aussen als Bergstation nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Das wars dann aber auch schon.

Die Wintersportler, derentwegen bis heute die meisten Bergbauen gebaut werden, habens gut. Der Schnee kaschiert in der Regel diese unsäglichen Industriebauten. Die ungeschminkte Hässlichkeit kriegen im Sommer dann die Wanderer und wir Mountainbiker präsentiert. Dabei kommen wir doch gerade wegen dieser Traumwelt in die Berge. Schade, dass uns noch so wenige Bergbahnen durchschaut haben.

 

Die neue Mossfluh-Bergbahnstation in der Aletscharena

Die unsäglichen Rohrenstationen verschandeln die Berge von den Dolomiten bis zu den Westalpen. Im Bild der Neubau der Moosfluhbahn in der Aletschregion.

 

Neubau auf dem Chäserrugg

Exklusive Architecktur aus Holz: Auf dem Chäserrugg im Toggenburg werden Bergstationen zum Blickfänger.

 

Bergstation auf der Fuorcla Grischa

So integriert kann eine Sesselliftbergstation auch aussehen: Fuorcla Grischa in St. Moritz.

 

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