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Alter schützt vor Gold nicht: Minnaar wird mit 40 Downhill-Weltmeister

Es ist unglaublich, 18 Jahre nach seinem ersten Weltmeistertitel wird Greg Minnaar in Val di Sole zum vierten Mal Weltmeister. Der Südafrikaner gewinnt knapp vor dem Franzosen Benoit Coulanges und dem Australier Troy Brosnan. Lino Lehmann fährt als bester Schweizer auf Rang 39, Nicolas Bächler belegt bei den Junioren Platz elf.

Am Finaltag der Downhill-Weltmeisterschaften belegt der Franzose Antoine Vidal lange den Hot Seat. Erst als sich der Österreicher Andreas Kolb die Bestzeit holt, kommt wieder Bewegung ins Rennen, und die Bestzeiten werden nach und nach von Finn Iles (CAN) und Danny Hart (GRB) unterboten. Letzteres Zeit von 03:30.813 gilt wiederum als Ansage bis Benoit Coulanges die Strecke von Commezzadura runterstürmt und Harts Zeit um fast zwei Sekunden unterbietet.

Der nachfolgende Australier Troy Brosnan kämpft gegen des Franzosen Bestzeit an, doch scheitert knapp daran. Nun geht der Dienstälteste auf die Strecke. Gewohnt sauber und kontrolliert absolviert Greg Minnaar, der im kommenden November 40-jährig wird, die technisch schwierigen Passagen, geht zwischenzeitlich in Führung und unterbietet im Ziel Coulanges Zeit um nur zwei Zehntelsekunden.

Nun rechnet man, unter den letzten Fahrern, dem französischen Trio aus Loic Bruni, Loris Vergier und dem Weltranglistenersten Thibault Daprela denn Weltmeister zu finden. Doch Bruni scheitert an Minnaars Zeit, genauso wie Loris Vergier, obwohl dieser oben noch in Führung liegt. Für Daprela heisst es alles oder nichts. Aber auch bei der zweiten Zwischenzeit ist der Franzose langsamer, wenn auch nicht viel. Unmittelbar danach nimmt sich der 20-Jährige sogleich selbst aus der Entscheidung. Er stürzt, fährt schnell weiter und stürzt noch einmal. Der fast doppelt so alte Greg Minnaar ist nach seinem letzten Titel im Jahr 2013 wieder Weltmeister!

«Ich war in Tränen», antwortet Minnaar auf die Frage, warum er nach Daprelas Sturz nicht in Jubel ausbrach, und er fügt respektvoll an: «Zudem warte ich mit dem Feiern immer, bis der letzte Fahrer im Ziel ist. Zum Rennen selber, da wusste ich, dass ich gewinnen kann. Es aber zu machen, ist nochmals eine andere Sache, vor allem auf dieser wilden Strecke. Es ist einfach unglaublich!»

Gute Premiere für Lehmann

Bei den Schweizer Abfahrern liegen die Erwartungen weniger hoch, aber nicht minder ambitioniert, zumal keiner der Fahrer den Sport professionell betreiben kann. Die höchsten Erwartungen steckt sich Schweizermeister Yannik Bächler mit einem Top-25-Resultat. Rang 42 ist bei dieser Leistungsdichte keineswegs schlecht, aber das Resultat liegt doch unter seinen Vorstellungen. «Leider lief es gar nicht. Ich habe den Flow nicht gefunden, zu viele Fehler gemacht und unten hat es mir auch noch die Kette verklemmt», rekapituliert Bächler konsterniert seinen Lauf.

Basil Webers bisherige Saison war harzig. Sein 38. Platz in der Qualifikation war für den Routinier eine Erleichterung und schürte die Hoffnung auf mehr. Doch Rang 51. im Finalrennen sagt etwas anderes. «Ich hatte vom Start weg harte Arme und folglich fuhr ich zu verhalten», begründet Weber sein Resultat.

Am wenigsten erwartet hatte Lino Lehmann. Im Jahr 2020 noch bei den U19 am Start, freut sich der Thurgauer über seinen ersten WM-Start bei der Elite, und dieser kann sich mit Rang 39 sehen lassen. Dabei lief nicht alles so glatt, wie Lehmann erklärt: «Das Resultat fühlt sich super an, zumal es auch mein erstes grosses Rennen ist. Ich bin glücklich mit dem Resultat, mein Run war aber keiner, an den ihc mich noch lange erinnern möchte. Oben fuhr ich gut, in der Mitte touchierte ich dann mit der Schulter einen Baum, konnte mich nur noch knapp am Lenker halten und ins Ziel retten.»

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«Kinder-Star» holt Gold – Bächler elfter

Im Abfahrtsrennen der Junioren startet der Schweizer Nicolas Bächler verhalten, steigert sich dann aber deutlich und beendet seine Weltmeisterschaftsfahrt auf dem guten elften Platz – sein bisher bestes internationales Resultat. «Bis auf ein, zwei kleinere Fehler war ein Lauf sehr gut. Aber auf dieser Strecke machen wohl alle Fehler. Mein Ziel waren die Top-15, ein hohes Ziel das ich bisher noch nie erreichen konnte. Umso schöner ist es, dass ich es so deutlich erreichen konnte.»

Jackson Goldstone war einst sowas wie der Kinder–Star der Mountainbike-Szene, bekannt geworden durch das Video, wie er mit seinem Kickbike in den Kindergarten fährt. Jetzt wird der 17-jährige Kanadier Weltmeister bei den Junioren. Die Ehrenplätze gehen an Jordan Williams (GBR) und Lachlan Steven-McNab (NZL).

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