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350 Thurgauer Biker wehren sich gegen Trailverbot und Forstpolizei

Ostschweiz Singletrails

Der Kanton Thurgau will Forstbeamte mit Polizeiaufgaben betrauen, zum Beispiel Bussen an Biker abseits von Forststrassen verteilen. Dagegen wehren sich Trailbiker, die sich als IG Mountainbike Thurgau formiert haben. Wenige Wochen später hat diese bereits 350 Mitglieder. Doch es bleibt nicht viel Zeit, um die ungünstige Revision des Waldgesetzes abzuwenden.

Der Weckruf kam vom Kanton – oder genauer, vom Departement für Bau und Umwelt: Dieses will mit der Revision des Waldgesetzes den Vollzug stärken, also härter durchgreifen, wenn jemand Abfall im Forst entsorgt, Maschinen abstellt oder auf nicht offiziellen Wegen Mountainbike fährt. Zu diesem Zweck sollen Forstbeamte befugt und ausgebildet werden, um Bussen verteilen zu können.  Das sind keine schönen Neuigkeiten für Mountainbiker, die sich im Kanton Thurgau im Graubereich der Singletrails bewegen.
 
Mit etwas Anschubhilfe von Biketrails Ostschweiz formierten sich engagierte Biker zur IG Mountainbike Thurgau. Ihr Präsident Silvio Crameri erklärt: «Einige haben gemerkt, jetzt müssen wir etwas unternehmen, sonst ist es vorbei mit entspanntem Biken auf unseren schönen Trails.» Mit fünf Franken Mitgliedergebühr hält der Verein die Schwelle bewusst tief. Wenige Wochen nach der Gründung hat er bereits 350 Mitglieder. Als Zeichen des guten Willens und der Kompromissbereitschaft verpflichten sich diese, einen Kodex zu beachten, der beispielsweise das Anlegen neuer Trails verbietet.
 
Für die Revision des Waldgesetzes läuft seit Februar eine Vernehmlassung, zu welcher die Bevölkerung Stellung nehmen kann. Die IG Mountainbike Thurgau hat nach Vorgesprächen dem Regierungsrat ihre Ideen zugestellt. «Wir haben mitgeteilt, dass wir nicht hinnehmen wollen, nur noch auf Forststrassen fahren zu dürfen. Als aus unserer Sicht ideale Lösung haben wir vorgeschlagen, dass der Kanton das Radfahren auf Wanderwegen erlaubt.»

Die Mountainbiker hoffen auf einen Kompromiss

Die Frist für das Einreichen von Vorschlägen endet am 2. Mai. Silvio Crameri geht davon aus, dass danach Gespräche mit verschiedenen Gruppen beginnen. «Ich denke, weil wir zeigen können, wie viele Menschen hinter uns stehen, wird es einen Kompromiss geben. Vielleicht können wir definieren, welche Trails wir fahren dürfen und auf welche wir verzichten müssen.»
 
Und wenn sich das Departement für Bau und Umwelt mit seinem Vorschlag durchsetzt? «Ich denke, Leute, die seit Jahrzehnten im Kanton Trails fahren, werden das weiterhin tun. Aber wir werden es mit dem schlechten Gefühl unterwegs sein, etwas Verbotenes zu tun.»  
 
Die Beispiele anderer Kantone zeigen, wenn sich die Mountainbikenden organisieren und den Behörden als verlässlicher, kompromissbereiter Gesprächspartner gegenübertreten, dann lassen sich Lösungen finden. Und es gibt auch einige Beispiele, die zeigen, dass ein flächendeckendes Fahrverbot nicht so wirkt, wie sich seine Urheber wünschen. Die Thurgauer Forstpolizei hätte wohl ziemlich viel zu tun.

Website IG Mountainbike Thurgau
 

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