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24 Jahre nach «Stop it Chirac» rollt in Frankreich das Atom-Bike

Prototyp Fahrrad mit Kernenergieantrieb

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach den ersten nuklear angetriebenen Schiffen hat ein französisches Forschungsinstitut die Technik massiv verkleinert und in einen Fahrradantrieb eingebaut. Ob daraus je ein bezahlbares Serienprodukt wird, steht in den Sternen.

Unser westlicher Nachbar setzt weiterhin auf Kernkraft, über 50 AKW sind dort am Netz. Dass Frankreich an die nukleare Energie glaubt, zeigt das Projekt des «Institut de la Recherche des Propulsions Alternatives» (Institut zur Erforschung alternativer Antriebe). Der privaten Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Grenoble ist es gelungen, den Kernenergieantrieb so zu verkleinern, dass er weniger als zwei Kilo wiegt und deshalb in ein Fahrrad eingebaut werden kann.
«Der Verkaufserfolg der E-Bikes und der damit verbundene Transport von hunderttausenden Litium-Ionen-Akkus zu den Verkaufsstellen, stellt ein beträchtliches Sicherheitsrisiko dar», heisst es in einem Konzeptpapier zum Projekt «VéloNucFuture.» Die Gefahr, die vom Mini-Atomreaktor ausgehe sei im Vergleich dazu bescheiden: «Die Radioaktivität, die im schlimmstmöglichen Fall austreten könnte, entspricht in etwa derjenigen eines Röntgenapparats im Moment der Bildgewinnung», relativiert das gleiche Papier.

Die USA und die Sowjetunion liessen seit den Fünfzigerjahren mehrere kernenergiegetriebene Schiffe vom Stapel. In Russland sind bis heute solche schwimmenden Atomreaktoren als Eisbrecher unterwegs. Wie in Kernkraftwerken wird auch in diesen Schiffen die bei der Kernspaltung freiwerdende Wärme auf eine Gasturbine geleitet. Anstatt, dass diese Strom erzeugt, treibt sie in den Ozeanriesen direkt die Schiffsschrauben an. Im Miniaturformat passiert im VéloNucFuture dasselbe.

100‘000 Kilometer mit einer Ladung Uran

Die Ingenieure wollten aber nicht einfach ein Motorrad mit Atomantrieb realisieren sondern ein einem E-Bike vergleichbares Fahrrad. Deshalb mussten sie eine Steuerung entwickeln, die dafür sorgt, dass die Hinterachse nur angetrieben wird, wenn der Fahrer Druck auf die Pedale ausübt. Dafür steht dann eine ganze Menge an Energie zur Verfügung: «Das Aggregat leistet maximal 1000 Watt. Mehr wäre bei gleich bleibendem technischen Aufwand möglich, angesichts des Einsatzes als Fahrradantrieb aber weder nötig noch vernünftig», heisst es wissenschaftlich trocken im Konzept. Die vom Mini-Brennstab zur Verfügung gestellte Energiemenge reicht, um rund 100‘000 Kilometer auf flacher Strecke zu fahren. Nachladen oder der Wechsel des Energiepacks ist deshalb ein seltenes Ereignis, dass man getrost den Kernenergieexperten überlassen kann.

Dass im Forscherteam auch Mountainbike-Erfahrung vorhanden ist, zeigt der Punkt Wärme: «Die Reaktortechnik bringt es mit sich, dass hohe Temperaturen entstehen. Diese konnte dank guter Wärmeableitung in etwa auf einen Temperaturbereich beschränkt werden, wie er auch an den Bremsscheiben eines Mountainbikes nach einer längeren Abfahrt entsteht.»

Wie schon bei den nuklear angetriebenen Lokomotiven und Flugzeugen sind auch beim Atom-Bike die Kosten das grösste Problem. Das Ganze kann auch als Image-Kampagne für die in der Kritik stehende Atomkraft gelesen werden: «Es geht bei VéloNucFuture darum zu zeigen, dass die Kernkraft weiterhin eine sichere und saubere Methode zur Energieerzeugung darstellt, die einen Platz im Alltag der Menschen verdient. Allein die hohen Produktionskosten stehen der Serienproduktion noch entgegen.»
 

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