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| Zur zehnten Ausgabe das gleiche Rezept: Infotech 2012 |
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Die Veranstalter der Infotech erfinden zum Jubiläum den Event nicht neu. Die Mischung aus Workshops, Seminaren, Podiumsdiskussion und Geselligkeit gerät wieder zur Zufriedenheit der Teilnehmer. Nur im Jahr 2010 waren mehr Besucher an der Schulungs- und Branchenplattform der Schweizerischen Fahrradindustrie anwesend. Insgesamt besuchten während der 2012er Ausgabe über 800 Fachleute aus der Schweizerischen Bike-Branche die Veranstaltung.
Bedenken um die Qualität Die Velosuisse als Veranstalter der Infotech bangte im Vorfeld um die Qualität der Veranstaltung. Um die Kursräume nicht mit Weiterbildungs-willigen Fachhändlern zu überfüllen, hatte man das Anmeldeverfahren im Dezember 2011 vier Tage nach dem offiziellen Anmeldeschluss gestoppt. Für die Jubliläumsausgabe betrug die Gesamtzahl der angemeldeten Händler 610, diejenige der Mitarbeiter der Anbieterfirmen betrug rund 200. So waren über 800 Personen am 4. und 5. Januar 2012 im AAL in Luzern zugegen. Die Infotech blickt zum Jubiläum auf moderates und keinesfalls stetiges Wachstum zurück: so hatte man zur ersten Ausgabe in Luzern im Jahr 2003 mit rückblickend starken 546 Händlern begonnen. Erst im Jahr 2009 wurde mit 571 angemeldeten Fachhändlern diese Marke übertroffen. In den Jahren 2004 bis 2008 waren zwischen 480 und 502 Fachhändler in Luzern präsent. Im Jahr 2010 konnten 612 Händler empfangen werden, und 2011 waren es deren 581. Im Jahr 2012 besuchten nun 610 Händler den Event.  Veränderter Charakter Vom ursprünglichen Charakter des Anlasses entwickelt sich die aktuelle Infotech jedoch weg. Waren anfänglich Seminare dominant, in denen Fachhändler die Wartung und den Service von Produkten erläutert bekamen, dominiert heute eine neue Seminar-Spezies. Zahlreiche Aussteller fokussieren nicht mehr direkt auf technische Aspekte, sondern nutzen den Ort und die Zeit, um Promotion für Produkte zu betreiben. Das jedoch mit dem Vorteil, das man die Menschen, die hinter den Produkten stehen, zu sehen und zu hören bekommt und diese zu Rede und Antwort stellen kann.  Das Rezept zum Erfolg der Infotech bleibt indes das selbe. Roland Fuchs und Bernard Loosli sorgen für eine reibungslose Organisation und Durchführung im AAL in Luzern. Fuchs lobt dabei auch die Besucher: «Wir treffen auf gut vorbereitete Teilnehmer. Bei diesen ist der Durchführungsmodus der Veranstaltung wohlbekannt. So ist es auch möglich, mit derart vielen Fachhändlern effizient die Schulungen durchzuführen».  Brisante Themen bei der Podiumsdiskussion Auch in diesem Jahr gut besucht war die Podiumsdiskussion «Arena», die der Event-Mitorganisator Fuchs erstmals selbst moderierte. Thematisch presste der Moderator den Finger gekonnt in die offene Wunde. Zum Sujet «Beruf Velomech und Velohändler im Sandwich von Tradition und Moderne» kamen Themen wie geringes Lohnniveau, tiefe Stundensätze, veraltete Betriebe und zu wenig Lehrabgänger in der Velobranche zur Sprache. Ob der Komplexität und der zahlreich gewählten Themen konnten dabei hauptsächlich die drängenden Probleme aufgezeigt, als denn Lösungen erarbeitet und präsentiert werden.  Geselligkeit bleibt gross geschrieben Wie in den Vorjahren bestens besucht war der Motorex-Apéro im Anschluss an die Podiumsdiskussion. Und hier zeigte sich deutlich das Alleinstellungsmerkmal der Infotech. Nirgends sonst treffen in ungezwungenem Rahmen eine derart grosse Anzahl an Fachhändlern auf zahlreiche Vertreter der Lieferantenszene. Diese Einzigartigkeit der Veranstaltung betonte anschliessend auch Dr. Andreas Gubler, Geschäftsführer und Verbandspräsident der Velosuisse, am vom Verband offerierten Jubiläums-Festessen. Infotech Romandie stellt keine Konkurrenz dar Neu für die Infotech Luzern ist die Velosuisse-intern kreierte Konkurrenz mit der welschen Ausgabe der Infotech Romandie vom 10. bis 11. Januar 2012 in Puidoux. Einen Besucherrückgang in Luzern hatte sich jedoch durch diese Schwester-Veranstaltung nicht abgezeichnet. «Wir konnten in den letzten Jahren jeweils nur circa 30 Händler aus der Westschweiz an der Infotech Luzern begrüssen», gibt Fuchs dazu zu Protokoll.  «Für die Infotech Romandie rechnen wir zum jetzigen Zeitpunkt mit leicht über 100 Teilnehmern. Mit den Mitarbeitern der Seminar-Ausrichter kommt die Infotech Romandie schätzungsweise auf 150 bis 175 Teilnehmer», erläutert Loosli am 5. Januar 2012.  Gemäss Fuchs bedeutete die zweisprachige Ausrichtung der Infotech bis ins Jahr 2011 eine grosse finanzielle Mehrbelastung. «Das Erstellen der Unterlagen und Anmeldeformalitäten auch in französischer Sprache war sehr aufwendig. Auch das Organisieren von Seminaren für die welschen Besucher war schwierig und aufwendig», meldet Fuchs dazu.  Das Freisetzen von Ressourcen für die zukünftige Durchführung der Infotech in Luzern werde nötig sein, denn gemäss Fuchs wollten mehrere Seminar-Anbieter für die 2012er Infotech mehr Fläche buchen als vorhanden war. Fuchs preist weiterhin den Veranstaltungsort AAL in Luzern als Heimat der Infotech an. «Wir nehmen für künftiges Wachstum die Aula des AAL ins Visier, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden»  Späterer Termin für 2013 Bereits festgelegt ist der Termin für die elfte Infotech. Am 9. und 10. Januar 2013, also eine Woche später als bisher, steigt das nächste winterliche Branchen-Stelldichein in Luzern. www.velosuisse-event.ch |
Meldung vom 06. Januar 2012 (Autor: tog ) |







