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Weltcup Val di Sole: Beaumont und Ragot sind top
Marc Beaumont aus Großbritannien feiert in Commezzadura, Italien seinen zweiten Weltcupsieg vor Greg Minnaar aus Südafrika und dem Briten Gee Atherton. Nick Beer ist als 21. bester Schweizer. Weltmeisterin Emmeline Ragot aus Frankreich hat bei den Damen die beste Zeit gefahren. Emilie Siegenthaler wird Neunte, Miriam Ruchti fährt auf Platz elf.

Schweizer Meister Nick Beer ist von seiner eigenen Leistung nicht vollkommen überzeugt. Platz 21 ist nicht das, was er sich erhofft hat. „Es geht so“, bleibt er in seiner Einschätzung über seinen Run vage.

„Die Strecke war gegenüber dem Training noch einmal ganz anders, es hatte viel mehr Löcher“, berichtet er und ärgert sich, dass er einen „schlechten Start“ hingelegt hat. Im obersten Streckenabschnitt verliert er ein paar Mal nicht die beste Linie und damit auch wertvolle Sekunden. „Ich wollte nicht aufs Ganze gehen, sondern ein Ergebnis herunter bringen“, so Beer.

Sein Bruder Marcel hat nach seiner Verletzungspause noch Mühe den Lenker festzuhalten, fährt aber ein solides Rennen, das ihn am Ende auf Platz 36 bringt. Sein bestes Saisonresultat, das ihn durchaus zufrieden stellen kann. Martin Frei stürzt heftig und landet auf Platz 74. Bis dahin sei es sehr gut gelaufen. Dominik Gspan aus Freienstein findet seinen Lauf „nicht so gut“. Einen Sturz kann er gerade noch vermeiden und landet auf Platz 54. Zwischen den beiden klassiert sich noch Thomas Jeandin auf Rang 68.

Scott Beaumont war in Commezzadura indes die große Überraschung. In 3:17,85 Minuten siegte er mit 1,40 Sekunden Vorsprung auf den Südafrikaner Greg Minnaar. Champéry-Sieger Gee Atherthon (Gbr) wird mit 2,66 Sekunden Differenz Dritter. Atherton hatte aber die Qualfikation gewonnen und nahm Minnar damit das weiße Leadertrikot ab. Die Beiden trennen vor dem Weltcupfinale in Windham, USA nur sieben Zähler. Nick Beer ist 19.

Emilie Siegenthaler kann mit ihrem neunten Platz hochzufrieden sein. In ihrem zweiten Wettbewerb nach dem Bruch des Kreuzbeins kommt sie schon wieder sehr gut zurecht und fährt einen kontrollierten Lauf, der von Downhill-Nationaltrainer Albert Iten mit einem Schulterklopfen quittiert wird: „Hast du sehr gut gemacht.“ Siegenthaler selbst hat nach der Enttäuschung von Champéry, als sie erschöpft aufgab, ihr strahlendes Lächeln wieder gefunden. „Technisch hätte ich noch schneller gekonnt, aber körperlich bin ich noch nicht so weit. Ich wollte hier einen guten Lauf herunter bringen, damit ich selbstbewusst in die nächsten Rennen gehen kann. Das ist schon ein gutes Zeichen für die kommenden Wochen“, erklärt Siegenthaler, die jetzt mit zur Downhill-EM nach Hafjell (Nor) fliegen darf.

Miriam Ruchti hadert mit ihrem Durchgang. „Ich hatte zwei, drei Schnitzer, die nicht hätten sein müssen“, bekennt Ruchti und klagt über Rippenschmerzen. Sie sei im Training noch einmal auf die Stelle gestürzt, die von einem Sturz am Wiriehorn bereits lädiert war.

Wieder einmal dominieren die Französinnen den Damen-Weltcup. Ragot ist in 3:59,75 Minuten 2,4 Sekunden schneller als die Weltcupführende Sabrina Jonnier (Fr). Tracy Moseley aus Großbritannien wird mit 6,5 Sekunden Rückstand Dritte.

Damit verhindert Ragot, dass sich Jonnier die Weltcupkrone vorzeitig aufsetzen kann. Allerdings ist Jonnier in der deutlich besseren Position, besitzt sie doch immer noch 175 Punkte Vorsprung.


Meldung vom 01. August 2010 (Autor: eg )
 

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