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Vorarlberg legalisiert die Mountainbiker
Im österreichischen Bundesland Vorarlberg wird auf oberster Regierungsstufe zum Thema Mountainbike debatiert. Diskutiert werden neue Bestimmungen für Mountainbike-Strecken. Allerdings geht es dabei nicht um Singletrails sondern um sogenannte Güterwege, also breite Fahrstrassen. Aber: Eigentümer von Güterwegen bekommen künftig nur noch dann eine Förderung, wenn sie ihre Wege für Mountainbiker frei geben.

Im Extremfall kann die Bezirkshauptmannschaft auch eine Benützung für die Öffentlichkeit verordnen. Dafür sind die Wegebesitzer über eine Haftpflicht-Versicherung des Landes abgesichert.

Das neue Gesetz ist aber nur eine sehr zaghafte Verbesserung für die Mountainbiker. Es kommt dabei nicht zu einer generellen Freigabe der Güterwege, sondern der jeweilige Mountainbike-Streckenbetreiber muss mit dem Wegbesitzer einen Kompromiss anstreben. Wenn ein Grundeigentümer eine privatrechtliche Vereinbarung zur Öffnung eines Güterweges für Biker blockiert, kann er per Verordnung dazu gezwungen werden.  Eine Gemeinde oder ein Tourismusverband können dann bei der Bezirkshauptmannschaft eine solche Zwangsregelung beantragen.

ÖVP und FPÖ stimmten im Rechtsausschuss für die Änderung des Sportgesetzes. Kritik kam dagegen von der Opposition. Dieser neue Vorschlag bringe keine Verbesserungen, so SPÖ und Grüne. Die Grünen fordern, dass alle Güterwege für Biker freigegeben werden. Die Güterwege würden schliesslich zu 80 Prozent von der öffentlichen Hand gefördert.

Meldung vom 10. April 2008 (Autor: red )
 

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