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Nachdem der Spanier José Hermida frühzeitig von seinem Verband von den Weltmeisterschaften abgezogen wurde, tappt man über die Gründe des Rückzugs immer noch im Dunkeln. Weder die UCI noch der spanische Verband äussern sich stichhaltig zu diesem Thema, Gründe für den Abzug des Spaniers aus Neuseeland liegen noch immer nicht auf dem Tisch.
Keine Information von den Verbänden Von einer glaubwürdigen Quelle aus dem Umfeld der UCI stammt das neueste Gerücht, dass hinter dem Rückzug Hermidas tatsächlich handfeste Gründe vorlägen. Genauere Angaben oder detailliertere Informationen seien indes aber nicht zu haben. Zu gleichen Zeit lässt UCI-Direktor McQuaid gegenüber der «Welt am Sonntag» verlauten: «Wir haben sämtliche Teams informiert, welche Fahrer in die Affäre verwickelt sind.» Beim Multivan Merida Biking Team wurde die UCI in dieser Angelegenheit bisher nicht vorstellig. Daraus darf geschlossen werden, dass José Hermida doch nicht auf dieser neuen Liste der «Operaction Puerto» steht - ansonsten Multivan-Merida entsprechend informiert hätte werden sollen.
Diese neue Liste scheint schon länger zu existieren, gerät aber erstaunlich lange nicht an die Öffentlichkeit. McQuaid bestätigte gegenüber der «Welt am Sonntag», dass in dem über 500 Seiten langen Bericht, der dem Radsportverband von den spanischen Ermittlern von der Guardia Civil vorliegt, ein neuer Name genannt worden sei. Er wollte ihn jedoch noch nicht nennen, denn «wir haben dies noch nicht vollständig prüfen können», sagte der UCI-Chef.
Spitzname «der Katalana» Während den Weltmeisterschaften kommt von spanischen Website der Hinweis, dass der Spitzname, mit dem auf José Hermida geschlossen werde, «der Katalane» sei - ein nicht sehr stichhaltiges Argument. Sollte dies tatsächlich der einzige Hinweis auf Verbindungen zwischen José Hermida und dem Doping-Arzt Fuentes sein, so wäre der Rückzug Hermidas von den Weltmeisterschaften durch den Spanischen Verband eine der traurigsten und skandalösesten Kurzschlussreaktionen der Sportgeschichte.
Bei aller Befürwortung konsequenter Vorgehensweise gegen Dopingsünder: Dafür braucht es stichhaltige Argumente, Beweise oder Regelverstösse. Nur bei José Hermida will weder die UCI noch der spanische Nationalverband mit Details zur Angelegenheit rausrücken. Selbst das direkt involvierte Team Multivan Merida wird nicht informiert.
Verbände müssen mit Klagen rechnen Mit diesem Verhalten öffnen die Verbände Gerüchten und Spekulationen noch weiter Tür und Tor. Noch immer gibt es keine Stellungnahme über den genauen Grund des Rückzugs Hermidas vor einer Woche, Gründe kennt bisher niemand - nicht einmal die Betroffenen. Ein solches Verhalten wirkt geradezu skandalös, sowohl bei Hermida wie auch beim Multivan-Merida stehen die Anwälte «Gewehr bei Fuss». Ersterer hat in einem Communiqué auch bereits mitgeteilt, dass er gegen seinen eigenen Verband juristisch vorgehen werde.
www.hermidabike.com www.team-multivan-merida.com |
Meldung vom
28. August 2006
(Autor:
red )
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