| VDO führt das GPS-Routing ins Outdoor-Segment |
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Die freundliche Damenstimme mit der Mitteilung «in 50 Meter rechts abbiegen» oder «bitte wenden» findet den Weg ins Gelände. Der Velocomputer-Spezialist VDO lanciert mit dem Gerät «GP7» wagt mit seinem ersten GPS-Gerät den Schritt in die automatische Routenführung abseits der Autostrassen. Für Mountainbiker macht diese Funktion aber vorerst noch wenig Sinn.
VDO läutet mit seinem Einstand im GPS-Markt eine neue Ära ein. Die deutschen Velocomputer-Spezialisten führen das Routing im Outdoor-Bereich ein, wie man es im Autoverkehr bereits kennt. Es war indes nur eine Frage der Zeit, bis sich ein GPS-Hersteller in diese Richtung bewegt. VDO kombiniert den Einstieg ins Geschäft mit dieser technologischen Premiere. Das soeben vorgestellte Gerät «GP7» arbeitet auf der Basis einer Vektorkarte wie man sie bereits von den Gärten des Marktführers Garmin kennt. Mit dieser Kartengrundlage kann das Gerät selbständig Routen für unterschiedliche Fortbewegungsarten berechnen. Zur Wahl stehen dabei die Formen Auto, Fahrrad/Mountainbike, Wanderweg leicht, Wanderweg schwer, Wanderweg mit Klettersteig und Ski. VDO bringt für den «GP7» Karten für die Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Schweden und Spanien. Sehr hoher Funktionsumfang Das «GP7» verfügt neben der Routing-Möglichkeit über alle klassischen Funktionen einen GPS-Geräts. Dazu ist der kleine Alleskönner aber auch ein herkömmlicher Bike-Computer. Seine Datenbasis ist dabei fast unübersichtlich gross: Über 70 verschiedene Messdaten kann das Gerät anzeigen. Der Benutzer stellt dabei selbständig zusammen, welche Informationen er angezeigt haben möchte und welche verborgen bleiben soll. Im Gegensatz zu den vergleichbaren Modellen GPS-Geräten mit Fahrrad-Funktionen basiert das «GP7» aber auf der Messung der Raddrehzahl mit einem Magnet im Rad. Damit will VDO eine höhere Genauigkeit als mit der GPS-Messung erreichen. Im Sinne einer höheren Genauigkeit erfolgt auch Höhenmessung auf barometrischen Daten und nicht aus der (wesentlich ungenaueren) Berechnung der GPS-Signale. Beim «GP7» ist ist auch die Anzeige von Herz- oder Trittfrequenz möglich. Mittels der standardisierten Funk-Übertragung können auch Sender anderer Hersteller (ausser Polar und Sigma) mit dem «GP7» gekoppelt werden. Routing für «richtige» Mountainbiker noch wenig sinnvoll Die markante Neuerung des «GP7» ist aber nicht der immense Leistungsumfang sondern seine Routing-Funktion. Das Gerät kann Routen automatisch berechnen und erkennt bei den Streckenabschnitten selbständig, für welchen Einsatz sie geeignet sind. So kann das Gerät sowohl als Navigationsgerät im Auto verwendet werden, bietet aber den selben Funktionsumfang auch für Radtouren oder Wanderungen an. Für Mountainbiker ist die Routing-Funktion (noch) nicht zu empfehlen. Gemäss VDO führen die automatisch berechneten Mountainbike-Strecken über Forststrassen und enthalten keine Singletrails. Wechselt man auf den Wanderweg-Modus kann es indes passieren, dass das Gerät den Biker über Schiebe- und Tragepassagen den Berg hoch führt. Um eine sinnvolles Routing für Mountainbiker anbieten zu können, müssten die Routen einen technischen Schwierigkeitsgrad sowie eine empfohlene Fahrrichtung enthalten. Das «GP7» kann eigene oder heruntergeladene GPS-Tracks darstellen und analog bisheriger GPS-Geräte darstellen. Die herkömmlichen Tracks sind aber nicht routingfähig. Möglich ist beim «GP7» auch die Darstellung von georeferenzierten Rasterkarten, die selbständig auf das Gerät geladen werden. Solche Karten sind aber weder im Lieferumfang enthalten noch sind sie im Angebot von VDO. Das Gerät kommt dafür mit einem leistungsstarken und vor allem auswechselbaren Akku. Es verfügt über ein ausserordentlich gut lesbares Display, ist stoss- und wasserfest und wird über einen Touchscreen bedient. «Bike GPS» zieht mit Gleichzeitig mit der Markteinführung des «GP7» meldet die Tourenplattform «Bike GPS» von Uli Stanciu, dass sie ihre Software neu auch für Kleinrechner mit Betriebssystem Windows CE anbieten. Und dazu zählt auch das Gerät von VDO. Damit können die Daten ihrer hauseigenen Tourensoftwareneu auch direkt im Gelände statt wie bisher nur zu Hause am Rechner betrachtet werden. Sowohl die Software von «Bike GPS» wie auch die mitgelieferte Software zum «GP7» können nur auf Windows-Rechner installiert werden. Eine Version für das Macintosh-Betriebssystem von Apple wird nicht in Aussicht gestellt. Die erstmalige Auslieferung des «GP7» soll Ende Mai erfolgen. www.cycleparts.de |
Meldung vom 23. April 2010 (Autor: tg ) |







