| Update: Meirhaeghe gesteht gezielten EPO-Einsatz |
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Die angekündigte Pressekonferenz des amtierenden Crosscountry-Weltmeisters, Worldcup-Leaders und Olympia-Favoriten Filip Meirhaeghe hatte es in sich: Meirhaeghe gab zerknirscht den gezielten Einsatz von EPO zu. Mit Hilfe des Dopings habe er sich seinen grossen Traum vom olympischen Gold erfüllen wollen.
Nach dem positiven Test macht Meirhaeghe keine halben Sachen: Er hat seinen sofortigen Rücktritt vom Bike-Rennsport verkündet. Damit präsentiert sich die Ausgangslage auch für seine Konkurrenten ganz neu: Christoph Sauser erbt von Meirhaeghe wohl den Sieg im Gesamtworldcup, und die Karten für Athen und Livigno werden ebenfalls neu verteilt. Dafür macht sich Barbara Blatter Sorgen um den Fortbestand des Specialized-Rennteams. EPO als Wundermittel gegen Formschwankungen Heute am späten Morgen trat Filip Meirhaeghe vor die Presse, um Stellung zum positiv ausgefallenen Doping-Test zu nehmen, der im Training zwei Tage vor dem Worldcup-Lauf von Mont Sainte-Anne durchgeführt wurde. «Vor sieben Wochen habe ich begonnen, mir EPO zu verabreichen. Das Ziel war dabei klar definiert: Ich wollte bei den Olympischen Spielen in Athen auf keinen Fall versagen und den letzten Titel gewinnen, der noch in meinem Palmares fehlt.» Warum aber griff Meirhaeghe als amtierender Weltmeister in den Medizinkasten? «Zu Beginn der Saison fand ich den Tritt nicht, hatte eine Phase mit Ups und Downs. In dieser Situation habe ich zu unerlaubten Mitteln gegriffen, was ich heute bereue», meinte Meirhaeghe dazu. Tatsächlich standen dem Sieg beim Worldcup-Auftakt in Madrid auch bescheidene Resultate wie ein siebter Rang beim Auftakt des UEC-Europacups gegenüber. Sofortiger Rücktritt als logische Konsequenz Nach dem positiven Test zieht Meirhaeghe die Konsequenzen ? und beendet per sofort seine Karriere: «Als erwischter Dopingsünder sehe ich für mich keinen Platz mehr in der Rennszene. Fragt mich bitte nicht, was ich morgen vorhabe, denn ich weiss es noch nicht.» Ehe er das Podium verliess, betonte er, dass sein sportliches Umfeld nichts von seinem Doping-Gebrauch gewusst habe. Dennoch stellt der positive Test Meirhaeghe's die Zukunft von Specialized's Mini-Crosscountry-Team in Frage. Denn ausser dem soeben zurück getretenen Meirhaeghe besteht die Equipe nur noch aus Barbara Blatter. Stirnrunzeln verursachen zudem die Aussagen des belgischen Verbandsarztes Chris Goossens. «Ich hätte nie gedacht, dass sich Filip sich erwischen lässt», meinte dieser am Rande der Pressekonferenz ? und zeigte sich alles andere als überzeugt, dass der Fall Meirhaeghe der letzte Dopingfall in dieser Art in Belgien sein werde. Deshalb fordert er dringend mehr Engagement vom Sportministerium, um die Dopingbekämpfung zur Chefsache zu machen. www.sportwereld.be |
Meldung vom 30. Juli 2004 (Autor: red ) |
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