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Uetliberg: Kein Bahntransport mehr für Bikes?

Die Klagen über rücksichtslose Downhiller am Üetliberg häuften sich in letzter Zeit. Dann setzten auch noch Kommunalpolitiker und Quartiervereine Druck auf. Die Stadt Zürich musste dieses Frühjahr handeln - und rief eine Arbeitsgruppe ins Leben, die Lösungen am Zürcher Hausberg finden sollte. Nachdem an der jüngsten Sitzung gar ein komplettes Bikeverbot am Üetliberg zur Diskussion stand, ist nun eine andere Massnahme geplant: Die SZU soll keine Bikes mehr zum Gipfel befördern.



Das Kesseltreiben begann mit einer Interpellation zweier SVP-Gemeinderäte, in der Folge sprangen der Quartierverein Triemli, verschiedene Interessenvertreter und die Presse aufs Thema auf: In ihren Augen haben Biker am Üetliberg nichts (mehr) verloren ? das subjektive Sicherheitsempfinden der Erholungssuchenden am Zürcher Hausberg sei beeinträchtigt durch Biker. Erste Pläne zielten in diesem gereizten Klima gleich auf eine Radikallösung: Ein generelles Bikeverbot am «Üezgi» und die Errichtung eines vier Kilometer langen Rundkurses als einziger legaler Strecke wurden zur Diskussion gestellt.



Diese Schnapsidee konnte an der Sitzung vom 26. Mai von Vertretern der IG MTB zwar verhindert werden. Dafür soll die SZU ab sofort keine Bikes mehr zum Gipfel befördern: So will die Stadt zumindest gegenüber den Downhillern vorgehen und Tatkraft demonstrieren. Kaum überraschend, dass sich das Exponenten der Zürcher Gravity-Fraktion nicht gefallen lassen wollen: Sie planen, eine «IG Uetliberg» aus der Taufe zu heben, um die drohende Bahnsperre zumindest an Wochentagen zu verhindern. Fortsetzung folgt - auf jeden Fall.



Um den Bikegegnern und der in Zürich nicht gerade wohlgesinnten Tagespresse keine weitere Munition zu liefern, ruft MOVE alle betroffenen auf, Ruhe zu bewahren und nicht in Guerilla-Romantik zu verfallen: Auf dem Spiel stehen alle Bike-Aktivitäten am Üetliberg, und wer am längeren Hebel sitzt, sollte ohnehin klar sein.


Meldung vom 04. Juni 2003 (Autor: red )
 

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