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UCI verdreifacht seine E1-Veranstaltergebühren
Der Weltradverband UCI wirbelt die Gebührenstruktur für Rennveranstalter auf. Neu verlangt die UCI für ein E1-Rennen 1420 Franken anstatt den bisherigen 520 Franken. Entsprechend geringer soll dann die Gebühr an die Veranstalter durch den nationalen Verband ausfallen. Die Begründung: Kommissäre sollen künftig statt vom nationalen Verband von der UCI selbst gestellt werden. Nicht informiert sind bis anhin weder die nationalen Verbände und noch die Rennveranstalter. Die Preise sind aber schon mal online auf der UCI-Website.

Die Sachlage dürfte noch einiges zu reden geben. Für die Rennveranstalter soll das Ganze laut UCI-Mountainbike-Koordinator Alexandre Régis eine Auswirkungen haben. Es sei lediglich eine Umverteilung auf Verbandsstufe. Man wolle künftig die Kommissäre für die Rennen selber stellen und dies nicht mehr den nationalen Verbänden überlassen. Mit diesem Umverteilungs-Argument wertet die UCI also die Arbeit eines Kommissärs mit 900 Franken pro Rennen. Ein Betrag, der in der Swiss Cycling-Buchhaltung sicher geringer registriert ist.

Es ist schwer anzunehmen, dass Swiss Cycling von seinen 2300 Franken an E1-Kalendergebühren auf 900 Franken verzichten wird. In Anbetracht der Tatsache, dass die Kalendergebühren Seitens Swiss Cycling nicht (mehr) an einen Leistungskatalog gebunden ist, bräuchte man eine preiserhöhung auch nicht weiter zu rechtfertigen und könnte theoretisch die UCI-Preiserhöhung umwälzen. Mit Stellungnahmen von Swiss Cycling ist dazu Mitte November zu rechnen.

Zwischen den Zeilen der UCI-Erklärung bewirkt die Massnahme, dass künftig an Schweizer Anlässen nicht unbedingt Schweizer Kommissäre vor Ort sein müssen. Die Organisatoren des Swisspower Cups können sich möglicherweise schon Mal auf motivierte schwedische, belgische, spanische oder kroatische Kommissäre einstellen. Und die Schweizer Funktionäre dürfen sich auf hübsche Reisen durch Europa vorbereiten.

Interessant ist auch die Frage, was passiert mit den anderen Kategorien innerhalb eines E1-Weekends. Der UCI-Kommissär dürfte sich käumlich für die Junioren oder die Masters interessen. Muss Swiss Cycling in einem solchen Fall einen zweiten Kommissär zur verfügung stellen?

Die nächsten Tage werden zeigen, wie es in dieser Angelegenheit weitergeht. Die Sache ist aber relevant: Belässt Swiss Cycling ihre Preisstruktur, würde dies den Swisspower Cup über 10'000 Franken kosten. Einen Betrag, den Andi Seeli und Rene Walker auch besser einzusetzen wüssten...

www.uci.ch
www.swiss-cycling.ch
www.swisspowercup.ch

Meldung vom 07. November 2003 (Autor: red )
 

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