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UCI mit wichtigen Änderungen für das Jahr 2006

Die UCI wartete anlässlich der Mountainbike Weltmeisterschaften in Livigno mit ihren Plänen für das Jahr 2006 auf. Neben der bereits bekannten Einführung der U23-Kategorie für Damen werden vor allem die Weltranglisten neu organisiert und die Downhiller bekommen auf Wunsche fix zugeteilte Startnummern. Weiterhin ungelöst bleibt das Problem der Marathon-Weltmeisterschaften, wo weiterhin im Nationaljersey oder im Teamtrikot gefahren werden darf.

Weltranglisten werden neu organisiert
Ab dem Jahr 2006 werden die Weltranglisten komplett neu organisiert. Neu werden immer am 1. Januar alle Punkte auf Null zurück gesetzt, die Wertung betrifft also immer nur die aktuelle Saison und beinhaltet keine Punkte früherer Wettkämpfe. Der Unterschied zur Gesamtweltcup-Wertung liegt darin, dass alle UCI-registrierten Wettkämpfe berücksichtigt werden.
Neu wird auch für die Disziplin Marathon eine eigene Weltrangliste geführt und nicht mehr - wie bis anhin - in die Cross Country-Wertung integriert.
Für die Nationen- und Teamwertung werden jeweils die Resultate der besten drei Fahrer am Wettkampf summiert. Dies betrifft unter anderem die Vergabe der Startplätze für die Olympischen Spiele: Neu werden während der Zeit zwischen den Spielen die jährlichen Nationenwertungen aufsummiert und anhand diesem Wert dann die Anzahl Startplätze definiert. Für die Spiele in Peking (2008) betrifft dies die Ranglisten von den Jahren 2006 und 2007, für die Olympischen Spiele in London (2012) sind dies die Jahre 2008 bis 2011

Cross Country: Definitive Einführung von U23 für die Damen
Wie bereits seit längerem bekannt wird auf nächstes Jahr für die Damen die Kategorie U23 eingeführt. Damit stehen den Herren wie den Damen die selben Kategorien zur Verfügung: Junior (17-18 Jahre), U23 (19-22 Jahre), Elite (23 Jahre und älter).
Konsequenter will man in Zukunft die sogenannte 80%-Regel durchsetzen. Neu sollen bereits ab der ersten Runde die Athleten, welche 80 Prozent der Zeit der Spitze nicht erreichen, aus dem Rennen genommen werden. Man will damit verhindern, dass man für Weltcup-Rennen Qualifikationsläufe einführen muss.
Zudem senkt man im Reglement die minimale Rundenlänge für ein Cross Country-Rennen auf fünf Kilometer und man will - mindestens an grossen Meisterschaften - keine Strecken mehr akzeptieren, deren Runden länger als sechs Kilometer sind. Zum Vergleich: In Livigno ist eine Runde unsinnige zwölf Kilometer lang.

Marathon: Problemfall Marathon-WM bleibt ungelöst
Die wichtigste Änderung für Marathonisti liegt darin, dass neu eine eigene Weltrangliste geführt wird. Dass die Weltmeisterschaften mit einem grossen Volksmarathon gekoppelt sind, soll beibehalten werden. Die Frage, ob an den Titelwettkämpfen in den Farben der Nationalmannschaft oder in den Teamtrikots gefahren werden muss, überträgt der Weltverband an die nationalen Verbände. Die Schweizer Delegation hat aber bereits angekündigt, dass man unter diesen Umständen keine Nationalmannschaft mehr an die Weltmeisterschaften schicken werde. Swiss Cycling sieht sich zur Zeit mit dem Problem konfrontiert, dass Thomas Frischknecht in den Farben Swisspowers Weltmeister wurde.

Downhill: Fixe Startnummern für die Downhiller
Neu werden bei den Downhillern für die Weltcuprennen die Junioren als eigene Kategorie gewertet. Neu braucht man auch keine UCI-Punkte mehr um an Weltcuprennen teilnehmen zu können. Das war bisher vor allem für junge Fahrer ein Problem, die als Junioren in den Weltcup einsteigen wollten, bei den frühen Rennen aber noch keine Punkte aus nationalen Rennen aufweisen konnten.
Eingeführt wird auch, dass die besten Athleten (Top20 bei den Herren, Top10 bei den Damen) fixe Startnummern wählen können, die sie die ganze Saison über an den Weltcuprennen einnehmen werden.

Four Cross: Keine wesentlichen Veränderungen
In der Disziplin Four Cross werden keine Veränderungen vorgenommen

Keine Startgelder mehr für die Top-Teams
Die UCI wird in Zukunft an den internationalen Rennen von den besten Rennteams (die bei der UCI gemeldet sind) keine Startgelder mehr verlangen. Damit will man erreichen, dass sich wieder mehr Teams bei der UCI als offiziellen Rennstall anmelden. Es soll der Tatsache entgegen getreten werden, dass die Zahl der gemeldeten Teams seit 1996 nicht steigt sondern stabil ist.

Weltcup-Management
Entgegen anderweitigen Ankündigen wird auf nächste Saison das Management des Weltcups nicht an eine spezialisierte Agentur vergeben. Im Gespräch standen die kanadische Gestev und die Firma von Martin Whiteley (23-Degrees). Beiden sei es aber gemäss UCI nicht gelungen, innerhalb eines Jahres neue Sponsoren oder neue Verträge zu sichern und man habe sich deshalb entschieden, vorerst auf das Joint-Venture zu verzichten.

Rennkalender 2006
Der Weltcup-Kalender für das Jahr 2006 ist noch nicht fixiert, wird aber bis spätestens am 1. Oktober bekannt gegeben. Klar ist, dass es für jede der vier Disziplinen sechs Läufe geben wird. Die Weltmeisterschaften werden im Jahr 2006 im neuseeländischen Rotorua stattfinden.




Meldung vom 02. September 2005 (Autor: red )
 

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