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Jean-Marc Chabbey, Downhill-Trainer der Schweizer Nationalmannschaft tritt nach den Weltmeisterschaften in Kaprun wie geplant zurück. Chabbeys Gründe für den Rücktritt liegen vor allem in verbandsinternen Aspekten: Zu wenig Lohn, reduziertes Budget und mangelndes Verbandsinteresse am Downhill.br>
Zu wenig Finanzen für sinnvolle Arbeit
Mit 15'000 Franken Jahresbudget inklusive aller Spesen sei kein Downhill-Team zu führen, moniert Chabbey. Man erwarte schliesslich Resultate und seriöse Leistungen von ihm. Enttäuscht zeigt sich der scheidende Trainer auch vom Rückhalt im Verband: Weder sei der technische Direktor Leclercq an einem Downhill-Rennen aufgetaucht noch habe er das nötige Interesse an der Disziplin gezeigt. Dass Chabbeys Schützlinge an den Weltmeisterschaften sehr schwach abschnitten, hat das Fass nur noch zum Überlaufen gebracht.
Swiss Cycling ist gefordert
Soll der Schweizer Downhill-Sport zurück zu internationalem Niveau geführt werden, ist nun Swiss Cycling gefordert. So fehlt der Schweiz im Gegensatz zu den Crosscountry-Fahrern eine nationale Rennserie mit hochwertigen Starterfeldern. Der Schwarze Peter darf nicht weiter den, sich zurückziehenden Sponsoren zugewiesen werden. An Trainingsstrecken mangelt es der Schweiz nicht, doch können die Fahrer kaum Rennerfahrung sammeln. Zwar bildet sich in der Westschweiz eine veritable Rennserie heran - Versuche, die Serie zu nationalem Charakter auszudehnen, sind aber gescheitert. Es liegt nun mitunter an Swiss Cycling, die einzelnen Kräfte zu bündeln und dem Schweizer Downhill-Sport eine gesunde Basis geben zu können.
Trübe Aussichten für Lugano 2003
Im Hinblick auf die kommenden Weltmeisterschaften in Lugano zeigt sich die missliche Lage deutlich: Die Downhill-Strecke am Monte Tamaro ist alles andere als fertig. Die auf der Strecke ausgetragenen Schweizermeisterschaften arteten gar dahingehend aus, dass die Fahrer mit einem Streik drohten. Die Strecke ist so angelegt, dass sie in nassen Konditionen kaum fahrbar und extrem gefährlich ist. Die Organisatoren der WM 2003 haben zudem nicht vor, die Strecke für Trainings frei zu geben. Spätestens bei dieser Tatsache sollten in der Swiss Cycling-Zentrale alle Downhill-Glocken läuten: Die WM im eigenen Land, aber keine Trainingsmöglichkeiten. Das kann ja noch heiter werden...
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Meldung vom
02. September 2002
(Autor:
red )
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