| Thomas Zahnd wird in Singen Zweiter |
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Tim Böhme feierte beim Rothaus Singen Bike-Marathon seinen sechsten Erfolg. Er distanziert nach 75 Kilometern Thomas Zahnd um 14 Sekunden und Stefan Sahm um 22 Sekunden. Bei den Damen war Birgit Söllner die Schnellste vor Schweizerinnen Milena Landtwing und Fabienne Heinzmann.
„Wenn ich das nicht gewonnen hätte, dann wäre Stefan wohl sauer gewesen.“ Tim Böhme hatte nach dem Rothaus Singen Bike-Marathon gut lachen, aber der Satz ins Mikrofon von Chef-Organisator Stephan Salscheider war ein Verweis auf den Verlauf des Rennens. Während der Vorjahreszweite Thomas Dietsch an diesem Tag im Hegau keine guten Beine hatte, war der zweite Bulls-Teamkollege Stefan Sahm dem Titelverteidiger eine große Hilfe. Sahm diktierte immer wieder das Tempo, ließ die Schweizer Übermacht mit dem Gardasee-Sieger Urs Huber, dessen Teamkollegen Thomas Zahnd und dem Schweizer Marathon-Meister Alexandre Moos, nicht zur Entfaltung kommen und stopfte wenn nötig Löcher, die durch Attacken entstanden, die besonders von Huber und Moos initiiert wurden. Zwischenzeitlich war Böhme einmal mit den drei Eidgenossen alleine an der Spitze, nachdem die 14-köpfige Spitzengruppe am Asphaltanstieg in Weiterdingen auseinander geflogen war. Vier Verfolger hatten 15 Sekunden Rückstand, doch auf der Ebene liefen die beiden Gruppen wieder zusammen und unter dem Beifall der Zuschauer passierten sie nach 47 Kilometern zum ersten Mal die Zielpassage am Rathaus. Nachdem Moos und Huber auf den verbleibenden 28 Kilometern weitere Angriffe starteten, die jeweils gekontert wurden, entstand auf einer Flachpassage eher zufällig eine Lücke vielleicht 50 Metern zwischen Böhme/Zahnd und dem Rest. Das Duo nutzte den Vorsprung und gab Gas, während dahinter Sahm das Geschehen kontrollierte. Der letzte Anstieg, den Böhme im Vorfeld einen „Saubuckel“ genannt hatte, brachte dann die Vorentscheidung. Böhme legte seine ganze Energie in den Anstieg und oben hatte er eine gute Radlänge Vorsprung. „Da war ich schon in der ersten Runde stark, solche kurzen Berge kann ich einfach. Ich wusste, da muss ich es machen. Als ich weg war habe ich voll durchgezogen und habe alles reingelegt, was ich hatte“, erzählte Böhme. Nach 2:33:55 Stunden überquerte er die Ziellinie und war „überglücklich.“ So nervös wie vor der diesjährigen Auflage seines Heimrennens sei er nicht einmal vor einer Weltmeisterschaft. „Ich habe heute Nacht kaum geschlafen. Sportlich ist das sehr wertvoll bei dieser Besetzung und geschenkt habe ich nichts bekommen“, kommentierte Böhme, bedankte sich aber ausdrücklich bei Teamkollege Sahm. „Mir ging es heute sehr gut und ich bin froh, dass Tim das zu Ende gebracht hat“, sagte Sahm, der vor eineinhalb Jahren an Ort und Stelle Deutscher Vizemeister geworden ist. Thomas Zahnd gratulierte Böhme und bekannte, dass er „an diesem Anstieg einfach stärker“ gewesen sei. „Da konnte ich einfach nicht folgen, aber ich bin happy mit meinen Rennen“, sagte der Schweizer. Hinter Alexandre Moos (+0:24 Minuten) kam der Hechinger Torsten Marx auf Rang fünf (+0:26) und attestierte seinem früheren Teamkollegen Tim Böhme ein starkes Rennen. „Ich kennen ihn ja und ich muss sagen, er war so souverän heute, so kennt man ihn gar nicht. Es hat der Stärkste gewonnen, Respekt.“ Die Entscheidung bei den Damen verlief etwas kurios. Birgit Söllner wusste bis zum Ziel gar nicht, dass sie in Führung liegt. Ein Sturz in der Anfangsphase sorgte für Verwirrung. „Da habe ich den Überblick verloren. Ich wusste nicht, ob noch eine Konkurrentin vor mir ist und bin einfach mein Rennen gefahren. Aber es hat Spaß gemacht“, sagte Söllner. Sie fuhr es nicht nur einfach sondern auch ziemlich gut. In 2:59:03 Stunden war sie klar die Stärkste und hatte am Ende 8:23 Minuten Vorsprung auf Milena Landtwing und 8:24 Minuten auf Fabienne Heinzmann, die den zweiten Platz im Sprint unter sich ausmachten. „Wir sind eine gemeinsame Schweizer Taktik gefahren, um Alexa Hüni und Annette Griner abzuhängen. Nachdem wir zu zweit waren, haben wir uns geeinigt, dass es auf einen Sprint hinaus läuft“, berichtete Landtwing, die für das deutsche Rothaus-Cube-Team fährt. So kam Heinzmann als Erste in die Zielkurve, aber Landtwing schaffte es mit einer engeren Linie noch vorbei zu kommen und sich Rang zwei zu sichern. „Ich bin dieses Jahr noch nicht viele Rennen gefahren und es ging besser als gedacht“, war Heinzmann nicht unzufrieden mit dem dritten Platz. Ergebnisse sind online bereits abrufbar auf www.singen-bike-marathon.de Quelle: Pressemitteilung |
Meldung vom 09. Mai 2010 (Autor: tg ) |







