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Thomas Dietsch gewinnt Auftakt der Trans Schwarzwald
Bei der ersten Etappe der diesjährigen Trans Schwarzwald setzte sich der französische Marathon-Meister im Sprint gegen den Deutschen Cross-Country-Meister Moritz Milatz durch.

Erster Sieger der Auftaktetappe  der fünften  Trans Schwarzwald 2010 von Sasbachwalden nach Bad Wildbad wurde der 36-jährige Franzose Thomas Dietsch. Der französische Marathon-Meister verwies in einem knappen Finale den deutschen Cross-Country-Meister Moritz Milatz aus Freiburg im Breisgau auf den zweiten Platz. Dritter wurde ebenfalls ein Schwarzwälder: Thomas Bettinger musste sich allerdings bereits mit einem Rückstand von 2:14,1 Minuten auf den Sieger zufrieden geben.

Bereits zur Rennmitte war eine Vorentscheidung gefallen, als aus einer sechsköpfigen Führungsgruppe dem Tempodiktat von Thomas Dietsch nur der Deutsche Moritz Milatz folgen konnte. «Ich bin einfach mein Tempo weitergefahren», meinte Dietsch lächelnd nach dem Zieleinlauf.

Auch bei den Frauen gab es ein enges Ergebnis: Die Finnin Pia Sundstedt hatte das komplette Rennen über sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit der Schweizerin Milena Landtwing, bei dem sich keine der beiden Favoritinnen entscheidend absetzen konnte. Gemeinsam erreichten die beiden die lange, von vielen Zuschauern gesäumten Zielgerade im Kurort Bad Wildbad, beim Sprint erwies sich die sechs Jahre ältere Finnin als die schnellere: «Meine Erfahrung aus den vielen Straßenrennen kam mir sicher zugute», so Sundstedt im Ziel. Landtwing überquerte 2,8 Sekunden nach Sundstedt die Ziellinie auf dem Kurplatz von Bad Widlbad. Dritte wurde die Deutsche Marathon-Meisterin Adelheid Morath mit einem Rückstand von 4:43 Minuten.
Eine frühe Entscheidung suchten die beiden ersten Sieger der Teamwertung – nach eigener Aussage völlig überraschend: beide Protagonisten des Multivan Merida Biking Teams, die bereits die Trans Schwarzwald 2009 für sich entscheiden konnten, klagten über gesundheitliche Probleme: Hannes Genze aus Sindelfingen hatte während der vergangenen Woche mit einer Erkältung zu kämpfen, sein Schweizer Teamkollege  Andreas Kugler im Trikot des Schweizermeisters auf der Marathon-Distanz klagte bereits kurz nach dem verregneten Start in Sasbachwalden über heftige Magenschmerzen, die sich aber im Laufe des Rennens wieder legten. Bereits früh konnten sich die beiden Titelverteidiger in der Führungsgruppe der Einzelfahrer festsetzen und so den taktischen Vorteil der schnellen Spitzengruppe nutzen. Beide profitierten möglicherweise vom Ausfall des erfolgreichsten deutschen Zweierteams: der Pfälzer Karl Platt, der am Vortag noch einen Marathon in Österreich bestritten hatte, konnte mit gesundheitlichen Problem am Start in Sasbachwalden gar nicht erst antreten, und auch sein Teamkollege Stefan Sahm, der sich alleine über die erste Etappe gequält hatte, streckte danach die Waffen. Platz zwei in der ersten Etappenwertung ging mit einer Differenz von 3:41 Minuten zum Siegerduo an das Team Andi Strobel/Markus Kaufmann vom Team VAUDE Simplon, Platz drei an die beiden Lexware-Fahrer Fabian Strecker und Markus Bauer, die allerdings genauso wie Moritz Milatz und einige andere Nationalfahrer die Trans Schwarzwald nicht beenden werden: gemeinsam mit der Nationalmannschaft werden sie sich am Mittwoch auf den Weg zu den Weltmeisterschaften nach Kanada machen.
In der Mixed-Wertung konnte das niederländische Team mit der ehemaligen Querfeldein-Weltmeisterin Daphny van den Brand und ihrem Mitstreiter Johan van de Ven. Die Vorjahreszweiten verwiesen das deutsche Duo Annette Griner und Steffan Schaal auf den zweiten Platz mit einem Rückstand von 2:28,7 Minuten, dritte wurden Peggy Klose und Stefan Gorscak vom Team Zwillingscraft (+7:44,7 Minuten).
Einen spannenden Zweikampf  lieferten sich die Masters: gerade einmal 9,2 Sekunden trennten nach den 74,4 Kilometern und einer Fahrzeit von 3:08.41,8 Stunden das Duo Uli Rottler (56) und Sven Winter (37) (Team Pedal/Centurion) von ihren belgischen Verfolgern Hans Planckaert (41) und Franky Taelman (45). Bei den Grand Masters konnte sich das Team von „Alde Gott“ Uwe Landersheimer (50) und Clemens Weber (53) mit 2:30,1 Minuten auch noch nicht vorentscheidend von den deutlich älteren Josef Löffler (59) und Hans-Jürgen Ammann (57) (Team „Vo dr Alb ra“) absetzen: nicht nur in diesen beiden Kategorien dürfte auf den kommenden Etappen also ein harter Kampf zu erwarten sein.
Am morgigen Montag geht es auf der zweiten Etappe der diesjährigen VAUDE MountainBIKE Trans Schwarzwald zunächst einmal gen Süden, nachdem die erste Etappe von der Rheinebene aus hinauf nach Osten geführt hatte. Vom Zielort der ersten Etappe in Bad Wildbad geht es über 78,4 Kilometer und 2.620 Höhenmeter nach Freudenstadt. „Die zweite Etappe ist wohl die erste große Herausforderung dieser Trans Schwarzwald“, so Kai Sauser vom Veranstalter Sauser Sport & Event Management GmbH: „Auch wenn es in diesem Jahr nicht ganz eindeutig ist – die Schlussetappe hinauf zum Feldberg wird zweifellos auch sehr hart – wird das morgen die Königsetappe sein.“ Start dieser zweiten Etappe ist um 10:30 Uhr am Kurplatz in Bad Wildbad, die ersten Fahrer werden gegen 13.30 Uhr am Unteren Marktplatz in Freudenstadt erwartet.

Quelle: Pressemitteilung, www.trans-schwarzwald.com

Meldung vom 15. August 2010 (Autor: tg )
 

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