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Team Giant steht vor der Auflösung
Die Firma Giant Bicycles, Hauptsponsor des Teams, hat sich nun endgültig entschieden, sich aus dem Spitzensport - im Mountainbike-Sektor - zurückzuziehen und in diesem Bereich keine Mannschaft mehr zu unterstützen. «Natürlich werden alle Verträge bis zum 31.12. dieses Jahres erfüllt, die Rennfahrer sitzen nicht auf dem Trockenen», versichert Teamchef Ralph Denk, der mit seiner Firma Ralph-Denk-Procycling GmbH den Rennstall betrieb. Betroffen von diesem Rückzug sind Bart Brentjens, Roel Paulissen, Oliver Beckingsale, Stefan Sahm und Martin Kraler.

Für ihn, Ralph Denk, aber auch für die Rennfahrer heisst es nun, sich neu zu orientieren: Sowohl Bart Brentjens als auch Roel Paulissen, Oli Beckingsale und Martin Kraler stehen in Kontakt mit anderen Rennteams, der frisch gebackene deutsche Vizemeister Stefan Sahm war bereits erfolgreich; er wird künftig für das neu gegründete deutsche Team ZEG zusammen mit Karl Platt, ehemals Rocky Mountain, an den Start gehen. Stolz kann indes Ralph Denk auf sieben erfolgreiche Jahre Mountainbike-Rennsport zurückblicken. Von einer Nachwuchsmannschaft ist ihm der Sprung in den Profi-Radsport gelungen, gekrönt mit dem Einstieg des Hauptsponsors Giant, als aus dem Ralph-Denk-Racing-Team das Giant-Racing-Team wurde.

Zu den grössten Erfolgen des Denk-Rennstalls zählen der Gewinn des Gesamtweltcups (Mannschaftswertung), aber auch, dass man zwei Jahre lang durchgehend die Nummer 1 der Weltrangliste war (Team), überdies zwei Weltcupsiege sowie eine Silber- und zwei Bronze-Medaillen bei Weltmeisterschaften. Zu den grossen Momenten des Teams zählte zudem die Teilnahme an der Olympiade in Athen (2004: Carsten Bresser). Weiter erkämpften sich die Rennfahrer zahlreiche nationale Meistertitel, darunter deutscher Meister, österreichischer Meister (3x), belgischer Meister, niederländischer Meister (3x) und britischer Meister. Hinzu kommen allein 48 Siege bei internationalen Rennen. Ein wenig Wehmut kann Ralph Denk bei seinem Abschied aus dem Mountainbike-Sport nicht verhehlen: �Es war eine sehr schöne Zeit, wir haben alle Bereiche durchlebt vom Nachwuchsteam mit wenig Budget bis hin zur Weltcupmannschaft mit grossem Truck und professionellem Umfeld.� Bedauerlich findet der scheidende Teamchef die derzeitige Situation vor allem für die Rennfahrer. Er wolle ihnen aber in jedem Fall behilflich sein, neue Mannschaften zu finden, verspricht Ralph Denk, der zudem seinen Mitarbeitern und den Sponsoren für die jahrelange Unterstützung dankt.

Quelle: Pressemitteilung Ralph Denk




Meldung vom 05. Oktober 2006 (Autor: red )
 

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