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Swiss Cycling Team AG übernimmt den Leistungssport
Die Auslagerung des Leistungssports von Swiss Cycling in eine AG geht in die zweite Runde. Hauptsächlich wurde über die Eckpunkte diskutiert, wie die Idee der «Team AG» weiterverfolgt werden soll. Ziel ist es, die Finanzen des Verbandes in den Griff zu bekommen und dem Leistungssport optimale Bedingungen zu gewähren.

Darüber, dass Swiss Cycling den sportlichen Spitzenbereich in eine eigenständige Aktien Gesellschaft auslagert, wurde schon an der ordentlichen Delegiertenversammlung in Luterbach im Frühjahr gesprochen und eine Projektgruppe mit der Ausarbeitung beauftragt. Gemäss dem Leitbild aus dem Jahre 2000 hätte Swiss Cycling diese Strukturdiskussionen schon früher führen müssen. Auslöser für die schnelle Umsetzung der Führungsstrukturreformen ist die angespannten finanziellen Situation von Swiss Cycling, die so drei Viertel ihrer Aufwendungen in die Obhut der neuen Organisation geben kann. Aber der Verband verspricht sich mehr. Neue Gelder sollen in den Leistungssport fliessen und diesem eine professionelle Plattform gewähren, auf der er gesund betrieben werden kann. Sind die Finanzen des Verbandes in Ordnung, wird zweifelsohne auch der Breitensport davon profitieren, dem mehr geboten werden kann.

Das Projektteam mit Hannes Gisin, René Walker, Bruno Diethelm Andreas Wild und Stefan Pfister ist daran, die Konturen der neuen AG zu bestimmen. Neu ist ihr Vorgehen nicht, Vorbild war der Schweizer Segelverband Swiss Sailing, der Swiss Cycling Einblick in seine Organisation gewährte. Ein Rahmenvertrag regelt langfristig bis 2016 die Grundsätze der Zusammenarbeit von Verband und der Team AG. Jährlich erteilt ihr Swiss Cycling einen Leistungsauftrag und kontrolliert darauf bezogen deren Arbeit.

Die AG soll professionell, schlank und beweglich sein, und somit attraktiv für Investoren werden. Diese werden ihr Geld gezielt einsetzen können, auch speziell für einzelne der acht Radsportdisziplinen. Der Verband garantiert den finanziellen Sockel jeder Disziplin, damit alle professionell arbeiten können. Erste Geldgeber haben ihr Engagement schon angekündigt: So unterstützt der ehemalige Verbandspräsident Fritz Bösch die Team AG. IMG, die unter anderem die Tour de Swiss veranstaltet, zeigte Interesse bei der Vermarktung einzelner Disziplinen einzusteigen. Mit Andy Rihs könne man bei einzelnen auszuarbeitenden Projekten via BMC als Sponsor rechnen. Zudem wird ein Swiss Cycling Pool eingerichtet, über den grundsätzlich jedes Swiss Cycling Mitglied Geld in die AG fliessen lassen kann. Der Zürcher Verband hat bereits Hand geboten.

Werner Augsburger, Technischer Direktor bei Swiss Olympic, begrüsste die Gründung der Team AG. Solche Massnahmen, die einem Verband helfen, den Leistungssport weiterzubringen und mehr Quotenplätze an Olympischen Spielen zu generieren, seien auch im Interesse von Swiss Olympic. Auch würden einigen Statements der bekanntesten Radsportlern der Schweiz wie Thomas Frischknecht, Nino Schurter, Bruno Risi usw, stellvertretend durch René Walker und Roland Richner Ausdruck verliehen, die sich allesamt für die Team AG aussprechen.


Meldung vom 08. Juni 2008 (Autor: red )
 

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