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Swiss Cycling: Erneuerungswahlen wurden vertagt |
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138. DV: Des Trauerspiels zweiter Teil Der interimistische Präsident Michel Savary nahm es in seiner Eröffnungsrede vorneweg: Swiss Cycling hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie andere Verbände auch, in den letzten Jahren lässt die Diskussionskultur sportliche Werte wie gegenseitiger Respekt und Fairness vermissen. So ging es dann bei der Versammlung mehrheitlich um – respektive gegen – einzelne Personen, statt um sachliche Themen. Nach dem Eklat im letzten Jahr, der mit der Demission von Fränk Hofer als Präsident endete, ist immer noch keine Ruhe in den Verband eingekehrt.
Kurz nach Eröffnung der Versammlung stellte der frühere Interims-Präsident Andreas Wild im Namen der Regionalverbände beider Basel den Antrag, die Erneuerungswahlen von der Traktandenliste zu streichen und auf eine ausserordentliche Delegiertenversammlung zu vertagen. Wild huldigte zwar den Verdienst von Vorstand und Geschäftsstelle, zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen zu schreiben, kritisierte aber dass kein Kandidat für das Präsidium vorgeschlagen wurde. Sich selber stellte er als Kandidat wieder zur Verfügung, nachdem er vor drei Jahren in einer Kampfwahl gegen Hofer unterlegen und aus dem Vorstand ausgeschieden war.
Wiederholt angegriffen wurde Fränk Hofer. Obwohl niemand Kritik an seinem Leistungsausweis anbringen konnte, war es Wild und weiteren Delegierten ein Dorn im Auge, dass Hofer noch vor seinem Rücktritt als Präsident ein Mandat als technischer Direktor des Verbands unterschrieben hat. Ein Redner forderte gar eine Untersuchung des Sachverhalts und meinte selbst juristische Schritte wären abzuwägen. Andere Delegierte forderten Transparenz über Hofers Entlöhnung.
Nach der Streichung der Erneuerungswahlen ist faktisch eine ausserordentliche Delegiertenversammlung nötig geworden, die der Vorstand jetzt einberufen wird. Der jetzige Vorstand ist nun gefordert der Kandidatur Wilds einen offiziellen Kandidaten entgegenzusetzen. |
Meldung vom
18. März 2006
(Autor:
red )
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