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Swiss Cycling drückt auf die Kostenbremse |
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Der finanziell arg angeschlagene Radverband Swiss Cycling muss auf die Kostenbremse drücken. Der Verbandsvorstand hat Sparmassnahmen in der Höhe von 380'000 Franken beschlossen, den gleichen Betrag will man einnahmeseitig zusätzlich generieren um die Liquidität sicherstellen zu können.
Zu den konkreten Sparmassnahmen will Swiss Cycling noch keine Angaben machen und diese erst bekannt geben, wenn deren Umsetzung erfolgt ist. In einer Stellungnahme lässt Swiss Cycling allerdings durchblicken, dass man sich künftig auch im Spitzensport «auf das Wesentliche» konzentrieren wolle. Man schliesse aber gleichzeitig aus, auf einzelne WM- oder EM-Delegationen zu verzichten.
Die 360'000 Franken an zusätzlichen Einnahmen will man durch den neu initiierten Gönnerclub und neue Sponsoren generieren. Die Suche nach neuen Sponsoren dürfte aber eine sehr schwer lösbare Knacknuss werden, ist man auf diesem Gebiet doch schon seit längerer Zeit erfolglos. Und die negativen Finanzmeldungen aus dem Hause Swiss Cycling sind einer Sponsorensuche auch nicht zuträglich. Soll die Einnahmenzunahme über den Gönnerclub erfolgen, müsste dieser in kurzer Zeit 600 Gönner mit je einem Einsatz von 600 Franken gewinnen können.
Kritische Finanz- und Mitgliederzahlen
Das Geschäftsjahr 2007 schloss Swiss Cycling mit einem Verlust von 256'825 Franken ab womit die Schuldenlast auf 1.181 Millionen Franken anstieg. Eine zu optimistische Budgetierung der Mitgliedereinnahmen sowie fehlende Sponsoringeinnahmen führten zu diesem Resultat. Gleichzeitig verlor der Verband erneut Mitglieder, die Anzahl zahlender Mitglieder liegt heute bei 15'622 Personen. Die Mitgliederbeiträge dieser Personen machen heute nur noch 23 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Im Jahr 2008 will man die Anzahl Mitglieder auf 20'000 Personen steigern. Gemäss Angaben des Verbands muss der Gewinn für das Jahr 2009 zwingend 350'000 Franken betragen.
OFFIZIELLE MITTEILUNG VON SWISS CYCLING
Aufgrund der kritischen Finanzlage ist Swiss Cycling gezwungen nicht nur die Einnahmen-Seite zu verbessern, sondern auch im Ausgabenbereich Sparmassnahmen durchzusetzen. Der Vorstand von Swiss Cycling hat an seiner letzten Sitzung Sparmassnahmen in der Höhe von CHF 380‘000.- beschlossen. Der Geschäftsführer wurde beauftragt diese im Februar umzusetzen. Detailliertere Angaben zu den einzelnen Sparmassnahmen werden nach deren Umsetzung bekannt gegeben.
Die Sparmassnahmen betreffen alle Bereiche von Swiss Cycling. Es wurde jedoch sehr darauf geschaut, dass im Sportbereich durch Prioritätensetzung und Konzentration auf das Wesentliche gespart wird und nicht durch Streichung von ganzen Teilnahmen an Welt- oder Europameisterschaften. Swiss Olympic befürwortet die eingeleiteten Sparmassnahmen und unterstützt Swiss Cycling weiterhin in vollem Masse für die 8 Leistungssportbereiche. Ein Konkurs von Swiss Cycling steht weder für Swiss Olympic noch für den Vorstand zur Diskussion, die eingeleiteten Massnahmen müssen aber für eine vollständige Sanierung über drei Jahre hinweg durchgezogen werden.
Einnahmeseitig muss Swiss Cycling zwingend im 2008 ebenfalls noch CHF 380‘000.- an Mehreinnahmen gegenüber dem aktuellen Budgetstand erarbeiten um die nötige Liquidität sicherstellen zu können. Die Einnahmegenerierung soll aber breiter abgestützt werden. Gönner, der «600er Gönner Club» sowie Sponsoren sollen zusammen die nötigen Gelder erbringen.
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Meldung vom
07. Februar 2008
(Autor:
red )
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