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Stimmung an der Interbike bleibt optimistisch |
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Gelebter amerikanischer Pioniergeist prägte die diesjährige Interbike. Trotz deutlichen Umsatzeinbrüchen in der laufenden Saison herrschte eine zuversichtliche Stimmung an der diesjährigen US-Branchenmesse.
Es scheint, als hätte die amerikanische Bikebrache das Motto «Hoffnung» des aktuellen US-Präsidenten voll und ganz verinnerlicht. Denn obwohl die Saison ausgesprochen schlecht war – im ersten Halbjahr 2009 ging der Fahrradabsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14 Prozent zurück – war auf der amerikanischen Bikeshow Interbike keine schlechte Stimmung spürbar. Das Gegenteil war der Fall; die Interbike vermeldete mit 11'300 Fachbesuchern einen deutlich höheren Publikumsandrang als noch im Jahr zuvor. Und anders als in Europa, wo sich die Branche in unsicheren Zeiten eher auf leicht verkaufbare Produkte konzentriert, zeigte die US-Bikeindustrie eine ungebrochene Lust am Neuen.
Hersteller suchen nach neuen Märkten Neben dem wiederentdeckten Reifenmass 650B, das am Mountainbike die Vorteile von 26 Zoll- und 29 Zoll Laufrädern in sich vereinen soll, setzen die amerikanischen Hersteller und Händler vor allem grosse Hoffnungen auf das Commuter Bike für den alltäglichen Gebrauch in der Stadt. Solche Räder waren bisher kaum verbreitet, aber seit im Sommer 2008 der hohe Ölpreis die Nachfrage kurz, aber heftig steigen liess, glaubt die Bikeindustrie an das Potenzial dieser Alternative zum Auto. Ein Musterbeispiel für diesen aufkeimenden Trend ist die Kultschmiede Foes. Fiel der US-Hersteller bisher vor allem durch seine schweren Downhill- und Freeride-Bikes auf, überraschte Foes an der diesjährigen Interbike mit zwei ungefederten Hybridrädern.
Grosse Bühne für das Commuter Bike Stilistisch sind die amerikanischen Commuter Bikes oft Zitate aus der Fahrrad-Vergangenheit oder sie orientieren sich an der lebhaften Fixie-Szene und den europäischen Alltagsrädern. Allen gemeinsam ist, dass nicht die maximale Funktionalität mit Federung, geringem Gewicht und kompletter Ausstattung im Vordergrund steht, sondern ein starker emotionaler Bezug durch besonderes Design. Dass die Commuter Bike Szene in den USA sehr viel Wert auf die modische Optik legt, zeigte sich auch deutlich an der «Urban Legend Fashion Show» während der Interbike. Zum Klangteppich eines Live-DJ’s drehten die radfahrenden Models auf einem Catwalk rund um den Zuschauerraum ihre Runden und präsentierten dabei fahrradtaugliche Mode und Accessoires, die auch von Designern ausserhalb der Bikebranche stammten. |
Meldung vom
11. Oktober 2009
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