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Christoph Sauser hat das Bike im Val di Sole bei der Jungfernfahrt zum Weltmeistertitel geführt, nun hat Specialized das Bike offiziell vorgestellt. Auf die Saison 2009 überarbeitet der US-Hersteller sein vollgefedertes Racebike von Grund auf. Geblieben ist einzig die patentierte Viergelenk-Geometrie und die Technologie «Brain», die nun auch in der Gabel verwendet wird.
Das Bike ist nicht wieder zu erkennen: Während bisher der Hinterrad-Dämpfer parallel zur Sitzstrebe angebracht war, positioniert man diesen neu entlang dem Oberrohr. Ziel dieser Neukonstruktion war es, das Bike sowohl leichter als auch steifer zu machen. Beides scheint den Ingenieuren von Specialized gelungen zu sein.
Das neue Epic ist deutlich leichter als das Vorgängermodell, die 2009er Serienmodelle sollen unter zehn Kilogramm wiegen. Der Rahmen des neuen Epic bringt nach Angaben Specializeds 1680 Gramm (inklusive Dämpfer) auf die Waage und gehört damit zu den leichtesten Fullys auf dem Markt. Interessant ist, dass Christoph Sausers Weltmeister-Bike mit 8.6 Kilogramm nochmals deutlich unter dem Gewicht des käuflichen Epic liegt. Grund dafür sind diverse Einzelanfertigungen wie eine speziell leichte Sattelstütze, der Einsatz von DuraAce-Komponenten und teuren Karbon-Schrauben sowie der Verwendung speziell für Sauser angefertigter Reifen mit weniger Noppen.
Federung komplett mit Brain
Unverändert bleibt beim Epic der Federweg, der weiterhin bei Vorder- und Hinterrad bei zehn Zentimetern liegt. Weiterhin setzt Specialized auch auf die Brain-Technologie, bei der die Federung automatisch blockiert sobald vom Boden keine Kräfte mehr wirken. Diese über einen Ventilmechanismus gelöste Technologie ist im Kolben am Hinterrad angebracht und über eine Leitung mit dem Dämpfer verbunden. Neu am Epic ist die hauseigene Federgabel, die ebenfalls über die Brain-Technologie verfügt. Die Gabel federt mit Luftdruck, gehört mit ihren 1407 Gramm zu den leichtesten Gabel auf dem Markt und verfügt über einen konisch verlaufenden Gabelschaft. Wie letztes Jahr beim Stumpjumper eingeführt, verfügt nun auch das Epic über ein konisches Steuerrohr, oben mit 1.5 Zoll Durchmesser, unten mit 1 1/8 Zoll. Das macht die Gabel einerseits steifer, gleichzeitig aber auch leichter.
Neue Carbon-Kurbeln
Am Epic spezifiziert ist Specializeds neue Mountainbike-Kurbel. Nachdem man seit einigen Jahren im Strassensport erste Erfahrungen in der Produktion des Antriebs machen konnte, überträgt man nun die Technologie auf die Mountainbikes. Die Carbonkurbel basiert auf einem Tretlager mit sehr grossem Durchmesser. Wie Shimano setzt Specialized nun auf grössere Tretlager, die insbesondere den Einsatz grösserer Achsen zulassen. Dies bewirkt ein geringeres Gewicht bei deutlich besserer Kraftübertragung. Specializeds Tretlager haben den gleichen Durchmesser (41 Millimeter) wie die neuen Shimano-Versionen, sind aber etwas breiter. Sämtliche neuen Carbon-Rahmen von Specialized werden für diese grossvolumigen Tretlager produziert, der Einbau von Shimano-Produkten erfolgt mit speziellen Adaptern. Der Einbau der Specialized-Kurbeln ist allerdings nur an den neuen Carbon-Rahmen von Sepcialized möglich.
Mit 684 Gramm ist Specializeds Kurbel-/Tretlager-Kombination fast 100 Gramm leichter als die XTR-Version von Shimano. Die Kurbeln werden dabei mit einer Schraube zusammengepresst und über eine Verzahnung verbunden.
Höhenverstellbare Sattelstütze
Für grosses Aufsehen wird eine weitere Neuheit in Specializeds Komponenten-Abteilung sorgen: Erstmals wagt sich einer der ganz grossen Hersteller an die Produktion höhenverstellbarer Sattelstützen. Specialized setzt dabei auf ein vollkommen mechanisches System, das drei Höhenpositionen zulässt. Zwischen der höchsten und tiefsten Position liegen insgesamt 100 Millimetern, der Durchmesser der Stütze wird ausschliesslich 30.9 Millimeter betragen und das Gewicht wird etwa bei 440 Gramm liegen. Das System wird nur mit einer Lenkerfernbedienung erhältlich sein, auf den Enduro- und Enduro Pro-Modellen spezifiziert sein und auch als eigenständiges Produkt verkauft werden.
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