|
Die Juniorenweltmeisterin des Jahres 2000 hat genug und verlässt nach einem glücklosen Jahr die Bühne des Spitzensports endgültig. Traxels Rücktritt kommt nicht unerwartet. Die Innerschweizerin musste verletzungsbedingt bereits im Mai dieses Jahres ihr Rennprogramm unterbrechen. Der Versuch nach einer Pause zurückzukehren misslang und führte zum definitiven Abbruch der Saison, welcher nachträglich das Karrierenende von Traxel bedeutete.
Hoffnungsvolle Athletin Sonja Traxel war eines der grössten Talente der Schweizer Mountainbike Geschichte. Die Weltmeisterin der Juniorinnen vermochte sich, sofern die Gesundheit mitspielte, auch bei den Damen zu etablieren und erreichte ein Jahr nach ihrer Triumphfahrt in der Sierra Nevada einen hoffnungsvollen fünften Rang bei den Europameisterschaften der Damen in St. Wendel.
Gesundheitliche Probleme Wie ein roter Faden durch Traxels Karriere zogen sich leider die gesundheitlichen Probleme. Häufig konnte die Urnerin ihre Klasse verletzungsbedingt nicht unter Beweis stellen. Ein folgenschwerer Sturz im Frühjahr 2004 machten der ambitionierten Traxel denn auch die berechtigten Hoffnungen für einen Start bei den Olympischen Spielen in Athen zu nichte.
Teamwechsel und Rückkehr ins Berufsleben Nach einer glücklosen Saison 2005 verlies die bis anhin vom Mountainbike Sport lebende Sonja Traxel auf eigenen Wunsch ihren langjähriger Rennstall Swisspower. Der Wechsel zum Kona Factory Team vermochte die 24-jährige aber nicht auf die Strasse des Erfolges zurück zu bringen. Heute arbeitet die gelernte kaufmännische Angestellte beim Tourismus Büro des Kurortes Andermatt.
Rücktritte ebenfalls bei den Herren Seine Karriere beendet hat ebenfalls der Langstreckenspezialist Thomas Girardi. Der in Wangs lebende Vater zweier Kinder will sich in Zukunft mehr um seine Familie kümmern können. Eventuell wird Girardi mit einer Masters-Lizenz aber gelegentlich in den Rennsport zurückkehren.
Abschied von der Elitekategorie nahmen auch Thomas Roccaro vom Kona Factory Team und Philippe Droz vom Team Thömus. Roccaro, welcher kürzlich die Radsporttrainer Ausbildung abschloss, widmet sich in Zukunft seinem Beruf als Ingenieur und Droz leitet ab sofort das Thömus Racing Team.
|
Meldung vom
12. Dezember 2006
(Autor:
red )
|