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SM Küblis: Favoritensiege - und Überraschungen
Sauser, Henzi und Weber holen sich Meistertitel Bei den Schweizer Meisterschaften der Disziplin Cross Country, die am Vortag des zehnten Swiss Bike Masters in Küblis ausgetragen wurden, gab es einige Favoritensiege, aber auch faustdicke Überraschungen. Das Rennen der Herren wurde zur sicheren Beute von Christoph Sauser, der zum fünften Mal in Folge Meister wurde: Der Sigriswiler gewann vor Silvio Bundi und dem überraschenden Daniel Solèr. Bei den Frauen siegte Petra Henzi souverän, nachdem Barbara Blatter zu Beginn der zweiten Runde aufgegeben hatte - auf die Plätze fuhren Maroussia Rusca und Franziska Röthlin. Ihre Titel verteidigen konnten Balz Weber (U23) und Thomas Girardi (Masters), während sich bei den Junioren sensationell Jonathan Duriaux durchsetzte. Bei den Juniorinnen gewann Nathalie Schneitter.

Die Strecke in Küblis präsentierte sich hochselektiv: Kraftraubende Anstiege und technisch anspruchsvolle Abfahrten wechselten sich ab, und die Hitze und der Staub machten die Aufgabe für die Aktiven nicht einfacher. Dafür säumten auffallend viele Zuschauer die Strecke: Ein Vorteil der Einbettung der Schweizer Meisterschaften in das zehnte Swiss Bike Masters. In den meisten Kategorien setzten sich die Stärksten aber von Beginn weg an die Spitze: Das war umso wichrtiger, als das Überholen auf den Singletrails eine echte Herausforderung war.

Sensationssieger Duriaux bei den Junioren
Im Rennen der Junioren musste mit Nino Schurter (Swisspower Mountainbike-Team) einer der Favoriten gesundheitshalber auf den Start verzichten. Doch Michel Luginbühl (Scott-Allianz Suisse-Michelin) und Adrian Gehrig (Krapf-Aqua Nova) konnten wider erwarten nicht von dieser Absenz profitieren. Statt dessen setzte sich sensationell Jonathan Duriaux (Marsens) vor Yannick Bernasconi (Dom Cycle) und Christian Willi (Fischer-BMC) durch. Weniger überraschend war der Ausgang des Masters-Rennen: Thomas Girardi (Felt-Suso Bike) setzte seine Dominanz fort und distanzierte Patrick Vetsch (Koba) und Roland Häfeli (Fischer-BMC) sicher.

Henzi und Schneitter erstmals Schweizer Meisterinnen
Die nächste Überraschung bahnte sich schon früh im Frauenrennen an: Barbara Blatters (Specialized) Anfangsattacke verpuffte, und als Petra Henzi (Fischer-BMC) sie im Anstieg zu Beginn der zweiten Runde distanzierte, gab sie das Rennen gar auf. Weil auch Katrin Leumann (Fischer-BMC) nach den Rennen in Übersee Mühe mit der Umstellung bekundete, war hinter Henzi der Weg frei für Maroussia Rusca (Arrow Swiss Bike Team) und Franziska Röthlin (Rocky Mountain), die mit ihrem Podestplatz für eine weitere Überraschung sorgte. Klare Verhältnisse herrschten dagegen bei den Juniorinnen, wo mit Emilie Siegenthaler (Swisspower Mountainbike-Team) eine der Favoritinnen gesundheitshalber passen musste: Von Beginn weg fuhren die Medaillenkandidatinnen vorne weg. Nach gut eineinhalb Stunden sicherte sich Nathalie Schneitter (Athleticum MTB-Team) den Titel vor Europameisterin Bettina Schmid (Fischer-BMC) und Daniela Graf (Koba).

Sauser souverän – Bündner mit Heimvorteil
Im Rennen der Herren sorgten Christoph Sauser (Siemens Mobile-Cannondale) und Ralph Näf (Merida International) von Beginn weg für ein horrendes Tempo, dem nur Silvio Bundi (Athleticum MTB-Team) zu folgen mochte. Während sich Sauser vorne absetzte, konnte Bundi Näf passieren. Der junge Thurgauer fiel später wegen eines Reifendefekts weit zurück. Davon profitierte mit Daniel Solèr (Arrow Swiss Bike Team) ein weiterer Bündner: Er sicherte sich hinter Sauser und Bundi die Bronzemedaille. Nicht auf Touren kam dagegen Thomas Frischknecht (Swisspower Mountainbike-Team), der in der Woche vor der SM Antibiotika hatte schlucken müssen und in der dritten Runde entkräftet aufgab.

Weber verteidigt U23-Meistertitel
Als letzte Kategorie ging das stark besetzte U23-Feld auf die Rennstrecke: Von Beginn weg bestimmten Balz Weber (Arrow Swiss Bike Team), Till Marx (Fischer-BMC) und Florian Vogel (Swisspower Mountainbike-Team) das Tempo, während dahinter Lukas Flückiger (Koba), Raffael Schmid (Fischer-BMC) und Gion Manetsch (Scott-Allianz Suisse-Michelin) um den Anschluss kämpften. In der zweitletzten Runde gelang es Balz Weber, Till Marx abzuschütteln, während Florian Vogel wegen einer kollabierenden Hinterradfelge aufgeben musste. Während Weber und Marx sicher auf die Spitzenplätze fuhren, wechselte der dritte Platz mehrmals: Am Schluss hatte Lukas Flückiger das bessere Ende für sich – und die Bronzemedaille. Obwohl die technisch schwierige Strecke auf ihn zugeschnitten war, war Webers Sieg übrigens eine Überraschung: Schliesslich war er vergangene Woche noch krank.

Alle Resultate der Schweizer Meisterschaften 2003 im Cross Country in Küblis gibt’s unter:
www.datasport.com

Meldung vom 19. Juli 2003 (Autor: red )
 

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