Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Biketourismus-News › Skandal: Deutschland verbietet Nackt-Radfahren
 
Skandal: Deutschland verbietet Nackt-Radfahren

Anlässlich des «Weltnacktradeltags» planten deutsche Freikörper-Aktivitisten eine Radtour entlang des Rheins in der Region Karlsruhe - unbekleidet versteht sich. Man wolle damit für die Nacktheit als «zweckdienliche und gesellschaftsfähige Kleidung und gegen das Verstecken von Körpern in blickdichten und gebührenpflichtigen Gettos einzutreten.» Das Landgericht hat den 12 Aktivisten nun die Ausfahrt richterlich verboten.

Es widerspreche nach wie vor allgemein anerkannten gesellschaftlichen Regeln, sich auf öffentlichen Strassen nackt zu zeigen, entschied das Gericht in dem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Die Möglichkeit der Betroffenen wegzuschauen, verhindere nicht, dass die geplante Aktion «grob ungehörig» sei und daher eine Ordnungswidrigkeit darstelle. Zwar dürfe eine extreme Sexualmoral nicht zum Mass aller Dinge erhoben werden, die Interessen der Nacktradler müssten aber vor denen der Mehrheit der Bevölkerung zurücktreten.

Heikel wird nun die Situation für die Organisatoren der Bike Days Biel-Bienne, die mit ihrem Nude-Ride zu einem wichtigen Anlass der Freikörper-Biker geworden sind. Im Bereich der traditionellen Strecke «Bötzingenberg» stellte man fest, dass die Naktbiker nicht etwa das Schamgefühl von zufällig anwesenden Passanten verletzen - im Gegenteil: Zuschauer und Medien sind extra für diesen Anlass ins Unterholz gestiegen. Die lokalen Förster stellten aber Unregelmässigkeiten im Wildbestand fest. Füchse und Rehe zeigten sich plötzlich extrem zutraulich und schienen sämtliche Furchtgefühl vor dem menschlichen Wesen verloren zu haben. Das hat vor allem bei Jägern für böses Blut gesorgt, die einen Verlust ihrer Autorität vor den Wildtieren beklagen.


Meldung vom 08. Juni 2005 (Autor: red )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links