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Shimano 2005: Neue Allmountain-Gruppe «Hone»

Vor einem Jahr präsentierte Komponenten-Leader Shimano die «Saint»-Gruppe für Freerider. Nun doppeln die Japaner für den Enduro-Markt mit der komplett neuen Gruppe «Hone» nach, quasi der kleinen Schwester der «Saint». Die wichtigsten Merkmale: Kurbeln und Innenlager sind nach dem Hollowtech II-Prinzip konstruiert, die Hinterradnabe weist wie bei der «Saint» eine mit dem Schaltwerk verschraubte Achse auf, hydraulische Zweikolben-Scheibenbremsen nehmen richtig grosse Bremsscheiben in die Zange. Kontrolliert wird diese geballte Ladung Technik mit DualAction-Armaturen, bei denen mit dem Bremshebel auch geschaltet wird.

«Hone»: Eine Gruppe für die Enduro-Nische
Wenn ein Trend lange genug anhält, wird er zum (Nischen-)Markt: So hat Shimano vor einem Jahr im Freeride-Segment die «Saint»-Baureihe präsentiert. Als leichtere Schwester gibt?s nun ab Anfang 2005 die «Hone» für den Enduro-Markt: Bei dieser neuen Gruppe strebt Shimano ein ideales Verhältnis aus Belastbarkeit und vertretbarem Gewicht an. So verweisen die hintere Steckachse mit dem verschraubten, robusten Spezialschaltwerk sowie die überdimensionierten Discs auf die «Saint»-Schwester, während die Naben und Kurbeln weit eleganter daher kommen.

Vom Preis her wird die «Hone» deutlich unter XT-Niveau liegen, womit auch jüngere Biker nicht gleich ihr armes Sparschwein massakrieren müssen, um in den Genuss der neusten Shimano-Innovationen wie Kurbeln und Innenlager nach dem Hollowtech II-Prinzip, Centerlock-Discaufnahmen und Dual Action-Schalthebel zu kommen. Letztere seien ausser in einigen deutschen Magazinen nirgends umstritten, die Innovation habe sich durchgesetzt: Ihnen gehöre laut Shimano-Marketing-Mann Hennie Stamsnijder die Zukunft, darum werden DualAction-Armaturen nun auch für die Enduro-Gruppe «Hone» sowie für die «Saint» an.

«Saint»: Oversize-Naben und ?Kurbeln ab 2005
Zusätzlich wird auch die «Saint» an die Abmessungen vieler Rahmen im Freeride-Markt angepasst: So gibt?s die Hinterradnabe ab 2005 auch mit einer Einbaubreite von 150 Millimetern und 12-Millimeter-Steckachse. Die Kurbeln und das Innenlager sind für Tretlagergehäuse mit 83 Millimetern Breite modifiziert worden, und für alle, die's nicht lassen können, gibt?s ab 2005 auch DualAction-Armaturen im «Saint»-Design. Zudem hat Shimano die mechanischen Scheibenbremsen von Grund auf überarbeitet: Der Abstand der Bremsbeläge zur Scheibe lässt sich nun beidseitig mit einem Inbusschlüssel einstellen, und die Dinger sorgten von Anfang an für Verzögerungswerte, die man einer mechanischen Scheibenbremse nicht ohne weiteres zugetraut hätte.

Alltag: Auch Shimano hat ein «Brain»
Im Alltags- und Comfortsegment sieht Shimano die grössten Wachstumschancen ? und setzt dabei weiterhin auf Konzepte wie «Cyber Nexus» und «Eco Drive», wo ein Bordcomputer jeweils den passenden Gang einlegt und die Härte der Federung an die Geschwindigkeit anpasst. Der vordere Nabendynamo liefert dabei nicht bloss den Strom für Bordcomputer und Schaltautomatik, sondern auch alle Angaben zu Tempo und momentaner Beschleunigung. Dafür sorgen 14 Sensoren, die schon bei moderatem Tempo vierzig Mal pro Sekunde Daten an die zentrale Rechnereinheit liefern. Damit reagiert das «EcoDrive»-System weit schneller als die ersten Di2-Modelle, und die Schaltvorgänge der Achtgang-Nabe sind kaum noch zu spüren. Zur Zeit läuft noch die Eingabefrist für den «Smover»-Wettbewerb, bei dem Fahrradhersteller diese elektronischen Bauteile in ein technisch wie optisch überzeugendes Gesamtkonzept verpacken sollen.


Meldung vom 04. März 2004 (Autor: red )
 

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