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Pech für die Henzi und Rusca Beim Mountainbike-Weltcup in Fort William (Schottland) landet die deutsche Nina Göhl ihen ersten Weltcup-Sieg. Nachdem ihre Teamkollegin und Favoritin Gunn-Rita Dahle früh im Rennen durch einen platten Reifen zurückgeworfen wurde, überholte sie in der letzten Runde die bis dahin führende Kanadierin Marie-Helene Premont. Dahle startete hinter ihr eine Aufholjagd von Platz 50 auf den vierten Platz.
Riesige Schmerzen für Petra Henzi Für die Schweizerinnen war Fort William ein hartes Pflaster. Petra Henzi startete mit einem Bänderriss am rechten Fussgelenk, den sie sich in Spa zugezogen hat. «Solche Schmerzen habe ich überhaupt noch nie gehabt», meinte die Aargauerin im Ziel. Ein Teil der Abfahrten mussten zu Fuss bewältigt werden und da hätte sie vor Schmerzen schreien können. Ihr 18. Platz ist unter diesen Umständen als erfreuliche Platzierung zu werten. Nun werde sie aber eine mehrwöchige Pause einschalten um die Verletzung hinter sich zu bringen.
Plattenpech für Rusca Pech hatte auch Maroussia Rusca, die sich in guter Verfassung fühlt. Bis zur Rennhälfte fährt sie unter den ersten zehn, wird dann aber im letzten Renndrittel durch einen Reifendefekt zurückgeworfen und kann die verlorenen Plätze nicht wieder gut machen.
Die unglaubliche Aufholjagd Dahles Ein phänomenales Rennen zeigte Gunn-Rita Dahle, die in der Startrunde durch einen Platten zurückgeworfen wird. Auf Platz 50 liegend startet sie zu einer noch nie gesehenen Aufholjagd und lässt ihr wahre Grösse durchblicken. Bei der Zieldurchfahrt liegt sie bereits wieder auf dem vierten Platz und freut sich im Ziel darüber wie bei einem Sieg. Erstmals seit langem zeigt sich die Norwegerin aber erschöpft, bei ihren (Serien-)Siegen hat man das Gefühl, sie komme eben von einer etwas anstrengenderen Blunstfahrt zurück.
Im siebten Himmel: Nina Göhl Für Göhl ist dies ihr erster Weltcup-Erfolg, der für sie selber überraschend kommt. «Ich wusste, dass ich schnell bin. Die Strecke mag ich, das garstige Wetter in Schottland auch und in den letzten Rennen wurde ich immer schneller. Ich wusste, dass ich hier Top-5 fahren kann, aber dass es gleich zum Sieg reicht, das ist unglaublich» meinte eine völlig aufgelöste Göhl im Ziel. Die Deutsche studiert zwischen ihren Weltcup-Einsätzen an der Uni Freiburg Medizin, was für sie ein grosser Vorteil sei: «Zwar ist die Doppelbelastung unglaublich hart. Weil ich aber nach jedem Rennen nach Hause gehe statt gleich schon zum nächsten Event zu reiswen, kann ich mich in Ruhe und gewohnter Umgebung vorbereiten», analysierte die 22-jährige den Grund ihres Erfolgs.
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Meldung vom
27. Mai 2006
(Autor:
red )
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